Die Klima Uhr tickt - Homeoffice wäre eine Lösung



Ach, Übrigens ...

 

 

 

 

 

 

Ja oder Nein, Friss oder Stirb?

 

Was passiert eigentlich, wenn keine oder nur eine Kandidatin zur Wahl steht bei der Wahl zur Gleichstellungsbeauftragten?

Die Wahlkommission ruft zur Wahl auf und fordert die Frauen auf, sich zur Wahl zu melden, sich zur Wahl zu stellen. Melden sich keine Kandidatinnen, dann kann das Amt selbst eine Frau (mit deren Zustimmung) ernennen.

 

Meldet sich eine einzige Frau, dann erfolgt die Wahl mit einer ‚Ja‘ oder  ‚Nein‘ Abstimmung.  

Überwiegen die Ja-Stimmen (+1) dann ist die Kandidatin gewählt.

Überwiegen die Nein-Stimmen (+1)  ist die Kandidatin nicht gewählt!

Häufig nehmen Menschen nun an, dass es zu einer Neuwahl kommt – entgegen dieser Annahme kommt es eben zu keiner  neuen Wahlausschreibung! Das Amt kann in diesem Falle selbst bestimmen, d.h.  eine Frau (mit deren Zustimmung) als Gleichstellungsbeauftragte ernennen.

 

Also wenn eine bisherige  GB alleine zur Wahlantritt, dann heißt es nicht, ‚ach da können wir uns ruhig hinlegen, die wird eh gewählt‘, sondern alle sind aufgerufen, die mit der Arbeit der GB zufrieden waren, mit Ja zustimmen. Damit frau nicht riskiert, dass man am Ende eine GB vor die Nase gesetzt bekommt.

 

In juristisch korrektem Terminus nachzulesen in der GleibWV – Gleichstellungsbeauftragtenwahlverordnung u.a.  §12 Ziff. 1 und 2 

 

 


Lesetipp: digitalisierung-der-verwaltung-mehr-als-tempo-130


Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen, verändern die Welt

Zitat Friedrich Nietzsche aus dem Buch Also sprach Zarathustra, Buch 2 Die Stillste Stunde

 

Das Pendel der Zeit hat einen Namen, es heißt Geschichte.

Wo sind sie geblieben - unsere Gewissheiten?

 

Tornados in Deutschland, Kriege in der Ukraine, Flüchtlinge die willkommen sind, 9 Euro Ticket, 2,08 €/l Benzin, explodierende Lebensmittelpreise,  … die Schlagzeilen der letzten 7 Tage.

 

Zu jeder einzelnen Schlagzeile könnte man einen Blog schreiben.

Mit 48.910 Fällen und einer sinkenden Inzidenz auf 361,8 spielt Corona so gut wie überhaupt keine Rolle mehr. Corona kommt nicht einmal mehr in den Nachrichten vor …

 

In einem atemlosen Tempo verändert sich die Welt.

 

Mein Respekt gilt den Menschen, die sich in dieser Zeit mit der Gestaltung dieser enormen Veränderungsprozesse befassen und innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen und zu treffen haben, unter einer enorm unsicheren Datenlage.

Schon immer gab es Zeiten mit hoher Dynamik und solche die eher ruhiger, stetiger waren, wie ein Pendel das schwingt – Perioden der Gewissheit werden abgelöst von Perioden mit Ungewissheit.

In Perioden der hohen Ungewissheit war und ist es möglich schnelle Entscheidungen zu treffen, Entscheidungen unter Unsicherheit, unter rasant wechselnden Rahmenbedingungen, keine Zeit für Ängstlichkeit, Zaghaftigkeit.

Bleiben wir zuversichtlich, bisher hat die Menschheit noch immer die Herausforderungen positiv bewältigt, hat sich angepasst an die neuen Bedingungen. Wir haben Impfstoffe erfunden und Seuchen überwunden, wir haben die Welt entdeckt und erforscht, den Mond bereist, den Dünger erfunden und konnten so einen Großteil der Menschheit mit Nahrungsmitteln versorgen.  

Wir haben ganz viel falsch gemacht, ignoriert, zugelassen, dass sich Lobbyisten durchsetzen konnten usw. usw. …

Ja, zu alledem kann man kritische - zum Teil sogar extrem kritische - Gegenstatements vertreten, aber summa summarum haben wir aus jeder Krise dazugelernt, uns verändert – die Welt verändert.  

 

Bleiben wir zuversichtlich - so wird es auch dieses Mal sein.

Seien wir bereit, bekannte Wege zu verlassen, wagen wir den Aufbruch in neue Zeiten, den Umbruch – jede/r von uns ist gefragt den Wandel mitzutragen, mit voranzutreiben, mitzugestalten.  

Viele große, aber vor allem die vielen kleinen Schritte die Millionen von Menschen gehen, verändern die Welt.

Eben: Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen… 


12 Punkte für die Solidarität - Europa setzt ein Zeichen

Die Ukraine gewinnt den Eurovision Song Contest 2022, besser bekannt als ESC, mit großem Vorsprung durch das Voting des Publikums.

 

Es gab 439 von 468 möglichen Punkten aus dem Publikumsvoting für die Ukraine.

 

439 Punkte aus 39 stimmberechtigten Ländern, d.h.  im Schnitt 11,25 von 12 Punkten.

 

Was für eine Absage an Putin, was für ein schönes Zeichen von Solidarität der Menschen in Europa.

 

Quelle: Bild Gerd Altmann auf Pixabay


Lasst uns alternativlos unvernünftig sein

In der Mitte des 18. Jahrhunderts, um 1750 beginnt die Zeit der Aufklärung.

 

Immanuel Kant formuliert die These‚ dass der Mensch als vernunftbegabtes Wesen, sich seines Verstandes bedienen kann, sein Tun und Handeln rational begründen kann  und so aus der Vormundschaft absolutistischer Herrscher und der Kirche heraustreten kann: der Mensch kann sein Schicksal selbst bestimmen.

 

Die Vernunft als Ausganspunkt allen menschlichen Handelns, als alleinige Messgröße.

Wer unvernünftig handelt, stellt sich außerhalb - dessen Anliegen diskreditiert sich quasi von selbst – da eben Unvernünftig.

Aber über wessen Vernunft reden wir eigentlich? Wer definiert was Vernunft ist? Gibt es parallele Vernünfte? Nein, dieser Begriff kennt keinen Plural.

 

Auch unser heutiger Vernunftbegriff ist geprägt durch den Vernunftbegriff der damaligen Zeit.

Damals hatten das Sagen ausschließlich Männer.

Kant wird auch der Satz zugeschrieben: ‚Der Bürger ist männlich!‘

Dieselben Herren, die die Vernunft als Handlungsmaxime des freien Menschen ausriefen, von Selbstbestimmtheit und der Freiheit des Menschen schrieben, hatten keinerlei Probleme damit, dass Europäer als Kolonialherren ganze Völker unterwarfen oder Frauen einfach als unmündig erklärten.

 

In diesem vermeintlich universalen Vernunftbegriff kommt die Weltsicht des Mannes zum Tragen, die Weltsicht eines europäischen, weißen, heterosexuellen Mannes aus der Bildungsschicht!       

Warum ist das mit der Vernunft so wichtig?

Weil mit dem sich berufen auf Vernunft bzw. der Brandmarkung ‚ein Argument‘ sei unvernünftig sich jede Diskussion sofort im Keime ersticken lässt.   

Die ‚Vernunftkarte‘ als Show-Stopper jeder Diskussion – das sagen Eltern zu ihren Kindern, Männer zu Frauen, Politiker zum politischen Gegner oder Alt zu Jung.

Die Struktur die sich als dahinterliegend zeigt, könnte man als ‚Besitzstandswahrung‘ bezeichnen, ein kritisierter Zustand soll sich nicht verändern.

Gehen einem die Argumente aus, dann ist es eben unvernünftig. Schon ist die Diskussion beendet. Das Gegenüber, der Gesprächspartner diskreditiert als nicht sach- und fachkundig, sondern unvernünftig!

 

Es funktioniert eigentlich immer:

Frauenwahlrecht – unvernünftig,

Tempolimit – unvernünftig,

Klimaschutz – unvernünftig

und verwundert reibt der Mensch sich die Augen.

 

Übrigens auch mächtige Frauen verfuhren so.

Margaret Thatchers ‚There is no alternative‘ ging als TINA-Prinzip in die Geschichte ein und war die Begründung für Neoliberalismus und Rückbau der Sozialsysteme in England in den späten 1970iger/1980iger Jahren.  

2010 wurde ‚Alternativlos‘ zum Unwort des Jahres da von Angela Merkel und der Bundesregierung immer wieder gebraucht im Zusammenhang mit politischen  Entscheidungen..

 

Great Thunberg wurde mit ihren Anliegen zum Klimaschutz als unvernünftiges Kind, als Göre, als zu emotional gebrandmarkt und damit war das Thema quasi vom Tisch.

Dieses Prinzip ‚Unvernunft‘ wird i.d.R. von denjenigen genutzt, die einen Besitzstand verteidigen wollen, die den Argumenten und Anliegen der anderen Seite meist keine stichhaltigen Argumente entgegensetzen können und die Debatte auf diese Weise diskreditieren und dann beenden.

 

Das ist undemokratisch und in diesem Sinne stehen wir jetzt vor einem Reformstau.

 

In diesem Sinne lasst uns alternativlos unvernünftig sein!

 

In allen Fragen die Geschlechtergerechtigkeit, die die Neuordnung von gesellschaftlicher Lebenswirklichkeit betreffen.  

       

Bild: eigene Gestaltung 

 

       


Ich will Alles, Ich will Alles und noch viel Mehr ...

Samstag früh, beim Kaffee ausgiebig in der Zeitung schmökern – mein Wochenendluxus. Dabei stieß ich auf einen Artikel, der meinen Widerspruchsgeist weckte.

Ein gut recherchierte Artikel, gut geschrieben und doch sträubte sich was in mir. Es ging um ‚ehrgeizige’ Frauen und mit welchen neuen Maßnahmen Arbeitgeber diesen den Weg bereiten ihre Karriere nach der Elternzeit möglichst bruchlos fortsetzen zu können.

 

Dieses Wörtchen ‚ehrgeizig‘ - dass störte mich, aber was störte mich daran? Kinder haben zwei Elternteile einen Vater und eine Mutter.

 

Niemand käme auf die Idee bei einem Mann der Vater geworden ist, als ‚ehrgeizig‘ zur beschreiben, wenn dieser weiter seine Karriere verfolgt.

 

Ich bin selbst Mutter, ich habe meine Kinder immer geliebt. Ich habe eine Konzernkarriere Ende der 1980 /1990 gestartet und war Managerin bis in die zweite Ebene in Großkonzernen – in Zeiten in denen das absolut unüblich war.

Eine Frau ist neben ihrer Mutterschaft immer noch ein Mensch – mein Denkvermögen hat sich durch Geburt und Schwangerschaft nicht verändert, der IQ nicht abgenommen, ein Mensch mit Hirn, mit Ausbildung, mit Interessen. Das ist legitim.

Kinder sind ein großes Glück, aber es bedeutet eben nicht die Selbstaufgabe des eigenen Seins.

Das würde ja auch niemand von einem Vater erwarten.

Es ist davon auszugehen, dass Männer ihre Kinder genauso lieben. Niemand käme auf die Idee, wenn sich ein Mann weiterhin parallel für andere Dinge interessiert, ihn deswegen als ‚Rabenvater‘ zu bezeichnen, oder wenn er eine Karriere anstrebt ihn als besonders ‚ehrgeizig‘ zu titulieren.  

 

In dem Artikel standen auch ein paar sehr interessante Zahlen. ‚In 2021 bezogen 1,9 Millionen Menschen in Deutschland Elterngeld, davon 25,3 % Väter. Frauen wollen im Schnitt 14,6 Monate nehmen und Männer 3,7 Monate.‘

Kinder bekommt man im jüngeren Lebensalter – ich finde es erschreckend im 21.Jahrhundert stehen einem Mann der Elternzeit nimmt 3 Männern gegenüber die keine nehmen!

Nimmt hier das Gender Pay Gap den Vätern die eigentlich gerne in Elternzeit gehen wollen, die Möglichkeit aufgrund der Tatsache, dass sie rund 20% mehr verdienen, die Lohnsteuerklasse 3 haben usw.?

Wenn dass der Grund ist, dann müssten Männer sich schleunigst für Lohngerechtigkeit sprich Equal Pay engagieren.

Wenn dies nicht der Grund ist,  dann haben wir Frauen noch lange gegen ‚traditionelle Geschlechterrollenbilder‘ anzukämpfen.

 

Und dann gab es noch einen Absatz, der mir sehr zu denken gab:

Rund um die Babypause gibt es viele Karrierehindernisse, zum Beispiel was deren Länge angeht: Wenn Frauen lange pausieren, haben sie danach oft Schwierigkeiten, sich im Job zurechtzufinden: neu Technik, neue Kollegen, neue Abläufe und so weiter. Doch eine zu kurze Elternzeit kann auch schaden. Laut einer Studie der Uni Potsdam werden Mütter, die nur zwei Monate aussetzen, deutlich seltener von den Firmen zu Bewerbungsgesprächen eingeladen. Sie gelten als unsympatisch.‘    

 

12,5 Millionen Babyboomer gehen in Rente! Nun muss sich die deutsche Wirtschaft etwas einfallen lassen, wie die entstehenden personellen Lücken zu füllen sind.

 

Es gibt mehrere grundsätzliche Strategien dafür:

1. Menschenarbeit durch Maschinenarbeit ersetzen (Beispiel sprachcomputergeteuerte Servicecenter)   

2. Arbeit auslagern z.B. an den Kunden (Online Banking, Möbel selbst aufbauen usw.)                                      3. Fachkräftezuwanderung aus EU und Drittstaaten stärken und    

4. Den Anteil der arbeitenden Frauen deutlich erhöhen (die stille Reserve am Arbeitsmarkt rund 29%)

 

Auch unser Wirtschaftsminister Habeck setzt auf die Lösungsalternative Nr. 4.

In Deutschland leben Millionen gut ausgebildete Frauen.

Unter der Gruppe  den jüngeren Frauen arbeiten viele in Teilzeit, da es an Kinderbetreuungsmöglichkeiten mangelt.  

Frauenarbeit und Karriere von Frauen sichert den Wohlstand einer Volkswirtschaft – blicken wir über den Tellerrand – In skandinavischen Ländern, ist das Brutto Inlandsprodukt höher als in Deutschland, regelmäßig liegen dies Länder ganz vorne im Global Gender Gap Report des World Economic Forums.

 

Der Zeitungsartikel zeigt, dass bereits ein Umdenken im Gange ist, dass große Konzerne in der Vorreiter Rolle nun Wege suchen, ihren Frauen Karriereeinbußen zu ersparen, möglichst nahtlose Karrieren zu eröffnen. Dies geschieht nicht aus ‚Gut-Menschentum‘, sondern um die eigene Wirtschaftskraft zu erhalten.  

 

Der Schlusssatz dieses sehr differenzierten und lesenswerten Artikels, denn eine Frau aus dem beschriebenen Karriere-Begleitprogramm sprach,  gefiel mir sehr: 

 

'Es ist auch das Richtige für mein Kind, wenn ich mit mir selbst und meiner Karriere glücklich bin‘'

 

Quellen:

Süddeutsche Zeitung Sa 15.5.22; S 29 Wirtschaftsteil, Coaching statt Krabbelgruppe, Kartin Werner

Bild: Pixabay von Andreas Wohlfahrt 

Überschrift: Textzeile von Gitte Haenning 1982 aus dem Lied Ich will alles 

 

 


Weil alles mit Allem zusammenhängt ...

Ich habe mich gefragt, ob wir in einer so komplexen Welt uns nur auf unsere Ziele konzentrieren können? Eigentlich nicht. 

Organisation, Behörde, Unternehmen, Vereine - alle haben Beziehungen nach Innen und Außen - es gibt keine Inseln.

 

Also warum agieren wir dann nicht vernetzt?  

Vernetztes Denken ist eine Herausforderung, denn im Moment scheinen wir keinen Anfang zu finden und kein Ende zu sehen - das entmutigt.

Fangen wir mit dem an, was unmittelbar vor uns liegt, nehmen wir den Faden auf.

Warum nutzen wir nicht die Klugheit des Teams?

 

Schwarmintelligenz: Zwei Köpfe denken mehr als einer.

Betroffene zu Beteiligten zu machen. 

Neues Denken. Anders Denken. Chancen sehen.

 

Unser Blick richtet sich all zu oft auf die wenigen Ausnahmefälle - die negativen natürlich und die müssen als Beweis herhalten warum Veränderung nicht geht.

 

Das ist falsch. 

 

2 Jahre Corona Erfahrung, 2 Jahre Homeoffice - lasst uns doch mal darauf schauen was gut lief.

Corona ist vorbei - also zurück nach 2019, alles auf 'alt' zurückdrehen?

 

60% Homeoffice 40% Präsenz bei freier Gestaltung - dies wäre gleich vielen Zielen dienlich:

 

1. die Krankheitsquote sinkt - das haben die 2 Jahre schon bewiesen 

2. zufriedenere Mitarbeitende - je mehr Flexibilität, desto leichter wird es Familie und Beruf zu vereinen

    so könnten Elternteile die Kinder versorgen z.B. weniger TZ und damit weniger finanzielle Einbußen

    erleiden, raus aus der Falle Altersarmut, kein Karriereknick usw. 

3. attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um neue Kräfte (enger Arbeitnehmer Arbeitsmarkt) 

4. Entlastung des Geldbeutels der Mitarbeitenden, weniger Fahrten gleich weniger tanken 

    (65% nutzen den PKW um zur Arbeitsstätte zu gelangen von 45,6 Mio. Arbeitnehmern )

5. CO2 Absenkung, weniger Fahrten gleich weniger CO2 Ausstoß

6. Rollierende Modelle bedeutet frei werdende Büroraumflächen - die werden anders genutzt, das führt zu

    Absenkung der Mietbelastung, mittelfristige absenkende Auswirkung auf das Preisgefüge im

    Mietwohnungsmarkt und im Immobilienmarkt 

 

Ich weiß ... Jedem dieser Argumente folgt die 'Ja, aber - Gegenrede', natürlich ist es nicht so einfach, der Prozess der Umgestaltung wird viel Diskussion erfordern, es gibt auch die Kehrseiten der jeweiligen Medaillen ... Richtig.

 

Wichtig ist m:E. dass wir es versuchen und zwar mit einer positiven Haltung, der Haltung es verwirklichen zu wollen.

Also einem 'wie können wir es schaffen'

statt eines

'das geht nicht ...und das geht auch nicht ... und das ist problematisch ... und das haben wir überhaupt noch nie so gemacht' 

 

Eines scheint mir aber gewiss, mündige Menschen wollen in diese Prozesse eingebunden sein und nicht 'ordre de Muffti' von oben herab hierarchisch fremdbestimmt werden.

Wir werden interne Prozesse umgestalten müssen, Aufgaben und Tätigkeiten erweitern und umgestalten, Rotationsmodelle einführen, usw. usw. 

 

Wirklichkeit wird wirklich - unterlassen wir es uns an die neuen Zeiten anzupassen, wird uns die Wirklichkeit einholen und dann überholen. 'Das Bessere ist des guten Feind' und wie die Sprüche so alle heißen - aber es steckt in ihnen eben ein Körnchen Wahrheit.  

 

Wie herausfordernd und schwer es ist, mit den sich verändernden Umfeldbedingungen Schritt zuhalten, zeigte eine Zahl: geschätzt zwischen 1 - 1,3% der deutschen Unternehmen sind älter als 100 Jahre, ganze 3 älter als 200 Jahre.

 

'Befehl und Gehorsam' - ich denke diese Zeiten sind vorbei.

 

In einer demokratische Zivilgesellschaft setzt sich durch was überzeugen kann.

Um zu überzeugen muss um Lösungen gerungen werden, müssen diese erarbeitet werden.

 

Das ist oft langwierig und zäh - aber eines ist gewiss: es gibt keine einfachen Antworten, denn es gibt keine Inseln. 

 

Wenn es so ist, dann sollten wir freudig beginnen, freudig das Neue denken, denn schließlich ist das Ziel es 'besser' zu machen - so wie die Menschheit seit Jahrtausenden stets nach dem 'Besseren' strebte.

 

Bild von Christine Schmidt, Pixabay


Von Der Kunst gehört zu werden ...

Nun sind es also nur noch 43 Tage bis zur Wahl … Ich bin lästig, unangenehm, also wird nun alles versucht mich einzuschüchtern oder mir Angst einzujagen oder oder oder…

 

Mit Argusaugen wird beobachtet was ich tue, dokumentiert, alles wird gelesen - auch dieser private Blog - und dann werden mir mit Paragraphen gespickte Mails zugesendet, was ich zu unterlassen habe, welche Texte jetzt geändert werden müssen …

 

So soll es sein! Das ist gut so.

 

Sie haben vorher nie zugehört, sie haben vorher auch alles bekämpft, ausgesessen, ignoriert und waren maximal genervt.

 

Doch jetzt droht eine Wiederwahl und das möchte man doch gerne verhindern.

 

 

Deshalb die akribische Suche nach ‚Fehlern‘, nach Angriffspunkten für eine Wahlanfechtung usw.

 

Jetzt werde ich gelesen – und zwar aufmerksam!

 

Jetzt stelle ich auf einmal fest, dass sich was bewegt auf der anderen Seite.

‚Wer Zukunft gestalten will, muss Zukunft denken‘ -  diesen Satz habe ich wohl hundertmal gesagt, geschrieben und postuliert.

Jetzt gibt es einen Key Note Speaker auf der Führungskräftetagung, der genau in Richtung 'Zukunft', Richtung 'Veränderung' und neue Wege zu denken seine Vorträge ausrichtet.

 

Ebenso habe ich hunderte Male auf die Tatsache hingewiesen, dass wir einen ‚Arbeitnehmermarkt‘ haben, das es zwingend notwendig ist, Mitarbeitende zu binden, Maßnahmen zu entwickeln. Die Bedürfnisse der Beschäftigten zu spiegeln, um Mitarbeitende zu halten, zu binden und neue zu gewinnen.

Im Workshop kommt jetzt genau diese Forderung von Seiten der Führungskräfte.

 

Das ist sicher nicht alles alleine auf meine Aktivitäten zurückzuführen, aber doch auch mit.

Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn das 'Beharrungsvermögen' weniger ausgeprägt gewesen wäre, wenn man bereit gewesen wäre meine langjährige Expertise, besser zu nutzen.

 

Der ‚Supertanker‘ fängt an sich zu bewegen.

 

Wenn dies der Weg ist, dann soll es mir Recht sein – sie werden mir noch exakt 43 Tage genau zuhören, zwar mit dem Fokus darauf ‚Angriffspunkte‘ zu finden, aber sie werden eben alles lesen müssen und offenbar bleibt ja doch das eine oder andere hängen.

 

Wenn man als Gleichstellungsbeauftragte antritt, dann sicher nicht um ‚Königin der Herzen‘ zu werden oder einen ‚Beliebtheitspreis‘ zu gewinnen, sondern etwas gegen zähen Widerstand zu bewegen.

Dafür braucht man ein dickes Fell, viel Erfahrung, eine klare Zielsetzung… und ein gewisses Alter.

Ein Alter in dem man keine Karriere mehr machen will oder muss. Viele Wege führen nach Rom. 

 

 

Also freue ich mich auf die nächsten 43 Tage – sie werden lesen, sie werden suchen und das eine oder andere wird auf einmal verstanden werden – dann habe ich dort auch etwas erreicht.

Turnaround fängt in den Köpfen an … In diesem Sinne.    


Quote oder Nicht-Quote - das ist hier die Frage ...

Die erste Frau an der Spitze eines DAX-Unternehmens - dies ist eine Schlagzeile der Süddeutschen Zeitung vom

11. Oktober 2019

 

Seit 1908 dürfen Frauen studieren. 

 

Natürlich gab es im Nachkriegsdeutschland Frauen wie z.B. Aenne Burda oder Beate Uhse, die selbst einen Konzern gegründet haben und dann an dessen Spitze standen.

Andere Frauen 'erheirateten' sich eine Position (z.B. Liz Mohn Bertelsmann, Maria-Elisabeth Schaeffler-Thurmann, Schaeffler Gruppe) oder erbten (Madelaine Schickedanz, Quelle oder Susanne Klatten BMW ). Allesamt kluge und leitungsfähige Frauen. Diese Frauen mussten sich dann ganz besonders beweisen - die Leistungen dieser Frauen sollen also in keiner Weise geschmälert werden!

 

Alle diese Frauen haben Hervorragendes geleistet, aber der Zugang zu Position erfolgte eben nicht über eine alleinige 'Bestenauswahl' nach Artikel 33 (2) GG.  

 

Es dauert vom 1.7.88 (Einführung des DAX) bis 11.10.2019 bis eine Frau nach dem Geiste des Artikel

GG 33(2) die Spitze eines führenden Wirtschaftsunternehmens einnimmt - ganze 31 Jahre?

Und wir müssen schon ins 21. Jahrhundert kommen, um das zu erleben ...  

 

Vom Dilemma als Quotenfrau gesehen zu werden - Nein, ich will keine Quotenfrau sein.

 

... wenn ich gut genug bin, dann bekomme ich den Job. Wirklich?

 

2018 waren von den insgesamt 1,2 Mio. Führungspositionen der zweiten Ebene in der Privatwirtschaft Deutschlands 484.000 von Frauen besetzt, das entspricht einem Frauenanteil von 40,4%. Auf der ersten Führungsebene lag dieser Anteil bei 25,9%. Mit steigender Betriebsgröße sank der Frauenanteil in den Führungspositionen der zweiten Ebene!1

 

Jeder jungen Frau wird heute erzählt ‚Du hast alle Chancen‘, aber stimmt das?

 

Tagesschau Meldung vom 7.1.22

 

In den Vorständen börsennotierter deutscher Unternehmen gibt es einer Studie zufolge so viele Frauen wie noch nie.

In etwa der Hälfte der Firmen sitzt aber noch immer keine Managerin in der Leitung.                                                                  In den 160 Unternehmen der DAX-Familie (Anmerkung: TEC-DAX, M-DAX und DAX) hat sich die Zahl weiblicher Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres um 20 auf 94 Topmanagerinnen erhöht.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY.

Das ist der höchste Wert und der stärkste Anstieg seit Beginn der Auswertung im Jahr 2013.

Der Anteil weiblicher Führungskräfte im Vorstand stieg demnach um 2,4 Prozentpunkte auf eine neue Höchstmarke von 13,4 Prozent

Allerdings saß zum Stichtag 1. Januar 2022 in gut der Hälfte der untersuchten Firmen laut EY keine Frau im Führungsgremium. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland damit weiter hinterher.

Zudem steht in nur neun Unternehmen eine Managerin an der Spitze des Vorstands (5,6%).

 

Also liebe Frauen es spricht doch einiges für eine Quote.

Bleiben wir beharrlich, schauen wir genau hin, fährt der Zug eventuell wieder rückwärts?

 

 

1)    Quelle: 1)   4. Altas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend    


Die Lösung des Problems zeigt sich im Verschwinden des Problems

 

Sehr spannend finde ich, dass ich lediglich die Ergebnisse einer Studie mit einem Schaubild vorstelle -

Zack - schon bin ich für vermeintliche Inhalte bzw. die sehr individuelle Interpretation eines Lesers verantwortlich?!

  

Juhu wir bekommen keine Kinder mehr - dass schrieb mir ein Leser des Blogs.

 

Was für ein Mangel an Phantasie!  - was wären den denkbare Lösungen?

 

Offenbar kommt es gar nicht in den Sinn, das 'Mann' verzichtet - lieber keine Kinder mehr!?

 

Also wir lassen alles wie es ist - die Frauen sind uns egal?!

Nein, die sinkenden Geburtenraten haben viele Ursachen, aber Armutsängste spielen sicher eine Rolle.

 

Also bekommen wir lieber keine Kinder mehr?

Auch das ist keine Lösung – hier widerspreche ich ganz entschieden, denn Kinder sind ein großes Glück und die Gesellschaft braucht den Nachwuchs.

          

      Wie wär es mit einer gleichmäßige Verteilung der Care Arbeit? 

Männer und Frauen arbeiten zu gleichen Teilen TZ o.ä. Männer die ihren Teil leisten, ebenfalls verzichten, Vater und Mutter die gleichmäßig die Verantwortung übernehmen, gleichmäßig die Lasten zu verteilen (auch die finanzielle) wäre m.E. der Weg über den man hier diskutieren müsste

 

      oder

 

      da Kinder eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind, ggf. ist die Care Arbeit zu bezahlen?

      

Also viele Wege führen nach Rom … und es gibt sicher noch andere Lösungen.

 

Es gibt die ‚finanzielle Lücke‘ und dann gibt es noch eine ‚emotionale‘ Lücke und die trifft vor allem die Väter ….

 

Hier ist m.E. zu bedenken, dass die Väter leider auch keine Wahl haben, denn eine junge Familie benötigt i.d.R. das Geld. Wenn Männer rund 20% mehr verdienen, dann stellt sich wohl die Frage 'wer wie lange in Elternzeit' geht so nicht.

Und ich zitiere eine Führungspersönlichkeit

„Wenn Männer mehr als 2 Monate in Elternzeit gehen, bedeutet es eben einen Karriereknick, das ist so …“

 

Wenn die Rolle der Frauen festgelegt ist, ist automatisch auch die Rolle der Männer mit festgelegt.

Wenn ich zum schwachen Geschlecht gehöre, ja wer ist denn dann wohl das ‚starke‘ Geschlecht?

 

Frage: wollen Männer immer stark sein? Können Männer immer stark sein?

 

Sind wir nicht zuerst Individuen mit unseren persönlichen Fähigkeiten, Eigenschaften und Neigungen?    

Was wäre verkehrt daran, dieses ‚gefangen sein‘ in einem Rollenstereotyp aufzugeben?

Warum soll es nicht auch scheinbar ‚schwache‘ Männer geben dürfen?

 

Lebensentwürfe sollten nicht über ‚normative Kraft des Faktischen‘ gesteuert werden, d.h. zum Beispiel das Steuerrecht ggf. zu modernisieren – Steuerklasse 3/5 usw.

 

Männer/Väter sollten eine freie Wahl haben sich zu entscheiden, ob sie ggf. die Kinder betreuen wollen und zwar ohne Kommentierung als ‚Weichei‘, ‚Warmduscher‘ oder ‚Sauna-unten-Sitzer‘!

 

Zeitenwende.  


was ist dass denn?

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2020/maerz/die-grosse-kluft-frauen-verdienen-im-leben-nur-halb-so-viel-wie-maenner#link-tab-160541-11 

 

Die Bertelsmann Stiftung hat diese Untersuchung am 17.3.22 veröffentlicht. 

 

Unser Steuersystem begünstigt ein Lebensmodell, dass der Ehe. Alleinerziehende sehen sich einer besonderen Härte ausgesetzt.

 

Aus der Studie: ...da der viel diskutierte Gender Pay Gap, der in 2019 für Gesamtdeutschland bei 20 Prozent lag, lediglich die Lücke in den Bruttostundenlöhnen erfasst, kann er die Ungleichheit, die sich im Lauf eines gesamten Erwerbslebens zwischen Frauen und Männern aufbaut, nicht abbilden.

 

"Die derzeit geltende Messgröße, der Gender Pay Gap, verschleiert, wie groß die Kluft zwischen Männern und Frauen beim Einkommen tatsächlich ist", kommentiert Barišić. Darüber hinaus ist die Lücke in den Lebenserwerbseinkommen auch ein Vorbote der Geschlechterlücke in den Rentenansprüchen. Der Gender Lifetime Earnings Gap sei laut Barišić daher auch für die Politik ein relevantes Maß. 


Muss Jede Kandidatin ernsthaft mit sowas rechnen?

 

Manche Menschen verwechseln da etwas, ich sorge in meiner Funktion als Gleichstellungsbeauftragte dafür, dass ein Gesetz und seine Umsetzung die gebührende Beachtung an den Stellen findet, die der Gesetzgeber dafür vorsieht.

An jeder Stelle kommuniziere ich den Status-quo, also auch was gut läuft, was erfolgreich etabliert wurde.

 

Nun meinen Menschen, dass Sie mich persönlich ‚bekämpfen‘ müssen; meinen mich ‚vernichten‘ zu wollen, weil ihnen das eine oder andere nicht passt – da bin ich schlicht die falsche Adresse.

Die Inhalt des Gesetzes habe ich nicht gemacht, Nachfolgerinnen wie Vorgängerinnen – alle müssen sich exakt an diese Gesetze halten.

 

Muss ich als Kandidatin für ein ‚Ehrenamt‘ nun akzeptieren, dass Personen, die anonym agieren, mein Privatleben ausforschen? Wie kommen Menschen auf die Idee, dass ich mich für mein Leben zu rechtfertigen hätte? Was für ein Demokratieverständnis liegt denn dem zugrunde? 

 

 

Noch 53 Tage bis zur Wahl – na da darf ich mich auf was gefasst machen … Liebe Frauen Sie haben die Wahl…und liebe Mitbewerberinnen, gehen Sie mal davon aus, dass Ihnen dies ebenfalls blüht … 

 

Wer diesen Job machen will muss hart im nehmen sein, meine Vorgängerin hat sehr lange durchgehalten und dann schlussendlich doch das Handtuch geworfen ... Also jetzt wundert mich das nicht mehr ...  


An meine Fans aus der Hater Communitiy

Es tut mir leid, mir war nicht bewusst wie sehr ihr mich braucht …ehrlich.

Also mehrere Tage keinen Blog zu veröffentlichen war nicht böse gemeint und davor auch nur öde Zahlen-Daten-Fakten ... sorry.

Ich verstehe, da wird es schwer Adjektive wie ‚zum Kotzen‘ zu platzieren und dann mehrere Tage gar kein Blog?

Geht gar nicht!

Wo soll denn der ganze Hass hin?

 

Also einer aus Euren Reihen, hat jetzt vorgemacht wie es geht – schreibt einfach ganz ohne jeden Anlass, einfach so!

 

Es braucht ja ohnehin keinen Bezug auf einen Inhalt, sprich Blog.

 

Bild/Grafik von Gordon Johnson auf Pixabay

Flugs eine Vorlage erstellt mit den eigenen Lieblingsformulierungen wie ‚notorische Männerhasserin‘, ‚verqueres Weltbild‘ ‚Rücktritt‘, ‚Fotze‘, 'Feministin', ‚zum kotzen‘ , 'links-versifft' u.ä. mehr schon ist die emotionale Selbsthygiene in Form von Hate-Mail auf dem Weg.

Ich glaube, dann geht es gleich besser mit Eurer Gefühlslage …und niemand muss mehr auf einen Beitrag von mir warten.

Ihr könnt sofort und jeden Tag loslegen und ich muss kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn ich nicht jeden Tag einen Blogbeitrag platziere.

 

Ach da fällt mir gerade eine Liedzeile ein

… dein Hass ist nur ein stummer Schrei nach Liebe …, von wem war das gleich nochmals?  

Also in diesem Sinne nichts für Ungut ... 

 

 

PS: Kleiner Tipp, ehe man so richtig voll loslegt - die neue Rechtsprechung diesbezüglich beachten  


Frauen mit Vorbildfunktion: Notorious RBG

R Ruth B ader G Ginsburg war Richterin am Supreme Court in den USA.

Sie galt als liberale Stimme in Amerika, eine Frau von Format, wenn auch klein von physischer Natur, war sie rechtsgeschichtlich gesehen eine Riesin. 

 

Frauen müssen in allen Positionen vertreten sein, in den denen Entscheidungen getroffen werden.

 

Sie wurde zur Ikone der amerikanischen Frauenrechtsbewegung mit Aufsehen erregenden Urteilen.

Sie gewann fünf ihrer sechs Verfahren, die sie als Anwältin bis zum Supreme Court brachte.

 

Allesamt Grundsatzurteile der amerikanischen

Rechtsgeschichte, z.B. zum Thema Equal Payment Ledbetter vs. Goodyear 2007, Obergfell vs. Hodges 2015 zu Eheschließung ein wichtiger Meilenstein für die LGBTQ Bewegung,  1996 US vs. Viriginia Zugang zu einer Militärakademie für Frauen oder zur Versorgung eines alleinerziehenden Vaters nach dem Mothers Care Act. 

 

Ebenfalls legendär wurden ihre Minderheitsvoten im Supreme Court - 'I dissent' - ich widerspreche.

 

'No truth without Ruth' - wurde zu einem Slogan der Frauenrechtsbewegung in Amerika.

 

Es lohnt sich, sich mit dem Leben dieser beeindruckenden Frau auseinanderzusetzen, ihrer klaren, logischen Beweisführung, ihrer schnörkellosen Unaufgeregtheit und ihrem feinsinnigen Humor. 

So antwortete sie auf die Frage, wann es denn genügend Frauen im Supreme Court gebe, mit einem leisen Lächeln 'When they are nine' - dazu muss man wissen, das es nur 9 Richter am Supreme Court gibt.

Auf Nachfrage meinte sie sinngemäß,  wir haben solange neun Männer akzeptiert, also warum nicht auch neun Frauen?

  

Es gibt zahllose Bücher und Filme über sie - viel Spaß beim stöbern.  

https://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Bader_Ginsburg 

 

Es gibt einen TV Film, der immer wieder mal nachts läuft: RBG - ein Leben für die Gerechtigkeit

 

Warum habe ich diesen Beitrag eigentlich eingestellt? Jean Schmidt aus Ohio, republikanische Abgeordnete nannte eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung eine 'Chance für Frauen' ... Spiegel online 29.4.22 17:54

 

I dissent!

 

 


Geschlechtergleichheit ein Ziel der Bundesregierung

Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung - Nr. 5 

Geschlechtergleichheit

 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/berichte-und-reden-nachhaltigkeit/massnahmenprogramm-nachhaltigkeit-der-bundesregierung-427896

 

 

Unter dieser Internetadresse ist ein Status quo Report aus dem Jahr 2020

 

 

https://www.wsi.de/de/faust-detail.htm?sync_id=HBS-007614

 

 


1865 bis 2091 ...

Seit 2006 veröffentlicht das World Economic Forum den Global Gender Gap Report - dazu habe ich schon berichtet. 

 

Geschlechtergerechtigkeit ist kein 'Frauengedöns' oder 'Sozialromantik'. Ein World Economic Forum beschäftigt sich genau deshalb mit dieser Frage, weil es eine Frage der Wohlstandssicherung ist!

 

Nun wird mir immer wieder erzählt, dass wir in Deutschland, da ja ganz weit vorne seien, dass Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit

bereits erzielt seien. Ich bräuchte mich doch gar nicht mehr engagieren ...

 

Schauen wir doch mal etwas genauer hin.

 

Zahlen-Fakten-Fakten:

 

Deutschland ist im weltweiten Ranking auf Platz 11 mit 0,796 Punkten in 2021, es fehlen also noch 0,204 Punkte bis zum Ideal - das Ideal hat noch kein Land erreicht! Auf Platz 1 liegt Island mit 0,980.

Das zeigt alleine schon - es ist noch etwas zu tun.

Von 2006 (Beginn der jährlichen Studie) bis 2021 hat sich Deutschland um 0,044 Punkte verbessert oder p.a. um 0,00275 - rechnet man diese 'Entwicklungsgeschwindigkeit'  hoch, dann sind es noch 69,5 Jahre für Deutschland um in allen 4 Untersuchungskriterien die Geschlechtergerechtigkeit herzustellen.

Also dies wäre dann in 2091 von heute an gerechnet. West Europa insgesamt ist da schneller - 52,1 Jahre. 

 

Mit Beginn der Industriellen Revolution (Mitte des 19. Jahrhunderts) wird 'Körperkraft' durch Maschinenarbeit ersetzt, je weniger körperliche Überlegenheit eine Rolle spielt, desto mehr gewinnen andere Fähigkeiten an Bedeutung - diese Entwicklung hält bis heute an.

 

Es gibt z.B. keine Geschlechterunterschiede bei der Intelligenzverteilung, aber es spielen immer noch die Rollenbilder, die in der Phase der Sozialisation von Kindern eingeübt werden, eine große Rolle.

Ab 1865 gründen Frauen in Deutschland die Frauenbildungsvereine und beginnen so ihre Rechte einzufordern.

 

Die 4 Untersuchungskriterien sind

Ökonomische Teilhabe: Deutschland ist auf Platz 62 mit 0,706 Punkten - Platz 1 Lao mit 0,915 Punkten

Politische Teilhabe: Deutschland ist auf Platz 10 mit 0,509 Punkten - Platz 1 Island mit 0,760 Punkten

Zugang zu Bildung: Deutschland ist auf Platz 56 mit 0,997 Punkten - Platz 1 38 Länder mit 1,000 Punkten

Gesundheit/Überleben: Deutschland ist auf Platz 75 mit 0,972 Punkten - Platz 1 mit 0,980 Punkten

 

Die 'großen Baustellen' - nicht nur für Deutschland - sind allen voran die politische Teilhabe (!) gefolgt von der ökonomische Teilhabe. 

 

Von den 156 untersuchten Ländern liegen auf Platz 156 - wenig überraschend - Afghanistan, davor Yemen, davor Iraq. Syrien und weitere Kriegs- und Krisenregionen der Welt - alle sind auf den hintersten Plätzen, als Spiegelbild dessen, dass unter diesen Kriegen und Krisen vor allem Frauen und Kinder leiden.

 

Krieg als Beförderer von Frauenrechten?

In gewisser Weise ja - 1918 nach dem Ende des 1. Weltkrieges erhalten die Frauen in Deutschland das Wahlrecht. Nach Ende des 2. Weltkrieges beginnt eine Emanzipationswelle in West Europa und Nord Amerika.

Anfang der 1990 Jahre beginnt ein Bürgerkrieg in Ruanda. Ruanda ist damals ein rein patriarchalischer Staat. Im April 1994 folgt dann ein beispielloser Völkermord, 1 Million Menschen - überwiegend Männer - verlieren ihr Leben und die Gesellschaft sieht sich nun gezwungen, vermehrt Frauen Verantwortung zu überlassen. Nach diesem Bürgerkrieg strukturiert sich das Land neu, es folgt ein rasanter ökonomischer Aufschwung und eine Neuordnung der gesellschaftspolitischen Verhältnisse.

Runda liegt 2021 auf Platz 7 im Weltranking mit 0,805 Punkten - vor Deutschland.

 

Wenn die Frauen dieser Welt, ihre Stimme erheben würden, dann wäre das, was wir jetzt erleben, ein Krieg in Europa - angezettelt von einem narzisstischen Machthaber - nicht möglich.

Wenn in Russland Soldatenmütter, Großmütter, Ehefrauen, Lebenspartnerinnen, Schwestern, Tanten, Töchter, Enkelinnen - wenn die Frauen zu Hunderttausenden auf den roten Platz gingen - dann wäre dieser Krieg zu Ende! Dann könnte sich Putin nicht halten.

 

Hoffen wir das Beste, tun wir unser Bestes.

Hoffen wir, dass auch dieser Krieg zu neuen Einsichten führt, dass neue Wege beschritten werden. Vereinigte Staaten von Europa könnte eine Konsequenz sein, ein geeinigtes starkes Europa.

Europa war bisher ein Garant für Frieden in dieser Region der Welt. 

 


Ohne Macht ... ?

Massenvergewaltigung als strategische Kriegswaffe – Russische Soldaten werden standardmäßig mit Kondomen ausgestattet … Mariupol: Frauen und Mädchen Opfer systematischer Gewalt … Das waren die Headlines in verschiedenen Medien in den letzten Tagen, das wurde ganz offen und schonungslos im ZDF über Massenvergewaltigung als Kriegswaffe diskutiert.

In CNN liefen die Mitschnitte des russischen Funks im Original mit Untertiteln  …

Fassungslos, ratlos, zornig, traurig, ohnmächtig vor Wut darüber…

 

Genau dies: ‚Ohne Macht‘ - ohnmächtig.

 

Was sind das für Männer, die so etwas tun? Verwandelt eine Uniform einen Menschen, einen Mann automatisch in einen Vergewaltiger? Was passiert da mit einem Menschen, der vor 8 Wochen noch Ehemann, Papa, Sohn, Freund oder Lebenspartner war?

 

Schuld ist etwas zutiefst persönliches, Schuld nimmt man(n) mit. Selbst wenn keine strafrechtliche Verfolgung droht. Aber das hilft den Frauen und Mädchen nicht, die das Trauma ihres Lebens erleiden.

 

Warum zeigen wir nicht, dass Deutschland ein treuer Bewahrer der Freiheit, der demokratischen Rechte, der Menschenrechte ist? Deutschland ein verlässlicher Partner?

Warum zeigen wir nicht, dass auch wir gegen diese Gräueltaten aufstehen?

Warum sind wir so zaudernd, so zögerlich, so unentschlossen?

Wir haben viel zu verlieren!

Ja, haben wir -  und zwar dann, wenn Putin diesen Krieg für sich entscheidet!

Lasst uns endlich an der Seite unserer Bündnispartner schwere Waffen liefern: es gibt ein Recht auf Verteidigung! 

       

In Frankreich droht die Wahl Marine Le Pens, die eine enge Verbündete Putins ist und von Putin finanziert wird. Mit welchem Geld? Eventuell mit dem Geld das wir Deutsche für Öl und Gas  zahlen?

 

Frieren für die Freiheit? Ja, da wäre ich dabei.

Verzicht auf Autofahrten um Gräuel zu beenden? Halte ich für vertretbar.

Raus aus der Bequemlichkeit?

Wenn wir jetzt nicht handeln, fällt uns das schwer auf die Füße.

Was wird aus den Demokratien der westlichen Welt, wenn wir sie nicht verteidigen?

Wenn wir nicht bereit sind 'Unbilligkeiten' in Kauf zu nehmen? 

 

Dann werden wir - als Konsequenz daraus - unsere Freiheit verlieren.


Galerie Hegemann - Künstler Christian Peschke

Die Vitalität dieser Figur hat mich schon immer begeistert.

Christian Peschke, so heißt der leider zu früh verstorbene Künstler. Hier vertreten durch die Galerie Hegemann, er ist einer meiner Lieblingsbildhauer.

 

https://www.galerie-hegemann.de/unsere-kuenstler/christian-peschke/

 

Anders in der Ausführung und doch Fernando Boteros Frauen ähnlich in der Ausstrahlung, der Lebenslust, die diese Figuren zeigen. 

 

In Bamberg am Heumarkt kann eine originale Bronze von Fernando Botero (90) besichtigt werden - Liegende mit Frucht   


Fucku.gmx.dr ...

Niemand zwingt Herrn oder Frau fucku.gmx.dr meinen Blog zu lesen!

 

Dieser o.a. Mailadresse kann man nicht antworten - sofortiges Mailreturn.

 

Über die Kontaktfunktion dieses Blogs kann man mir jederzeit Kritik zusenden, aber dies erfordert eine gültige Emailadresse und damit die Preisgabe der eigenen Identität.

 

Eine eigene Meinung zu vertreten - in dem Sinne, dass man Ross und Reiter nennt - dafür hat fucku.gmx.dr wohl nicht genügend Rückgrat.  

 

Leute die Hass und Hetze verbreiten wollen, agieren gerne aus dem Hinterhalt, wollen dies natürlich vermeiden - dass sie namentlich bekannt werden.

 

Ich stehe zu meiner Meinung und Haltung und ich bin mir darüber im Klaren, dass man Dinge auch anders sehen kann als ich. Gerne pflege ich einen freien und offenen Gedankenaustausch hierzu.

Ich stehe gerne im Austausch mit anderen Menschen - aber nur mit solchen, die bereit sind Ihren Namen zu nennen. Leute die nur mit Dreck werfen wollen, mit denen möchte ich tatsächlich nichts zu tun haben, das bringt nämlich nichts.

 

Ich erhalte Rückmeldungen von Personen, mit denen ich im normalen Gedankenaustausch stehe, im normalen Schriftverkehr stehe.

Nochmals: niemand zwingt Herrn oder Frau Fucku meine Seite zu lesen ... 

 

In diesem Sinne - weniger Hass und dafür ein mehr an Argumentation - das wäre wünschenswert.


Frohe Ostern

 

 

Ich wünsche allen ein frohes Osterfest.

 

Zeit für Familie und Freunde.

 

Zeit für Kino, Oper, Theater oder Museen.

Zeit für schöne Gespräche im trauten Kreis ...

 

Oder für die Sportlichen unter uns, raus und Zeit für Sport.

 

Schöne Tage, gute Erholung und bis demnächst.

 

 

Bild Ali Raza auf Pixabay


...Nach der Wahl ist vor der Wahl?

Seit 2.8.21 werde ich unentwegt u.a. schriftlich darauf hingewiesen, dass die Wahl 2022 angefochten werden könnte, wenn ich dieses tue oder jenes nicht unterlasse.

 

Auslöser für diesen Schriftverkehr war meine Aussage im Juni 21, eine Frauenversammlung, wie sie der Gesetzgeber nach § 25 (3) BGleiG explizit vorsieht, durchführen zu wollen.

Es folgte unerfreulicher  Schriftverkehr, eine Klage meinerseits, ein Gerichtstermin, zähes Ringen um Jedes und Alles.

 

Die Verträge sind unterzeichnet, nun kommt die Frauenversammlung.

Ich löse mein Versprechen ein.

 

In 2022 findet die Wahl zur Gleichstellungsbeauftragten und die Wahl der Stellvertreterinnen statt - und zwar terminlich vor der Frauenversammlung.

 

Jetzt werde ich schriftlich darauf hingewiesen, dass z.B. eine Ausgabe von Tagungsunterlagen an die Teilnehmerinnen vor der Veranstaltung als Wahlbeeinflussung gelten könnte, dass ich mir keine Wettbewerbsvorteile verschaffen dürfte usw.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich zur Ausgabe von Unterlagen o.ä. geäußert, ich werde schon angegangen noch ehe ich etwas getan oder gesagt habe! Das reicht jetzt.

Bei einigen Personen herrscht offenbar permanente Schnappatmung.

 

Ich rechne auf jeden Fall mit einer Wahlanfechtung!

 

Seit neun Monaten herrscht ein unentwegtes Drohen damit, wenn jetzt schon die krampfhafte Suche nach Wahlanfechtungsgründen, nach ‚Verfehlungen‘ meinerseits läuft, obwohl noch nicht einmal ein Wahltermin bekanntgegeben ist …Ja, was wird denn dann wohl kommen, womit darf ich rechnen?

 

Schüchtert mich das ein?

Nein – sowas nennt man 'Verfolgungseifer' und stellt meinerseits einen Anfechtungsgrund dar.

Es besteht die gesetzliche Pflicht der Führung und der Gremien neutral zu bleiben.

Also wovor sollte ich Angst haben, wenn es ohnehin so kommen wird? 

Was wird folgen? Ein ggf. mehrjähriges Verfahren vor dem Verwaltungsgericht … toll!

 

Ich darf laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts BVerfG, Urteil vom 02.03.1977 - 2 BvE 1/76 auch während eines laufenden Wahlkampfes als Amtsinhaberin zu meiner Tätigkeit berichten, über die laufenden Aufgaben informieren. Unstreitig gehört die Frauenversammlung zu meiner Tätigkeit.

Ich darf von meinem Arbeitgeber in meiner Tätigkeit nicht behindert werden und ich arbeite weisungsfrei.   

 

Neben der Tatsache, dass es überhaupt noch keine offiziellen Verlautbarungen bzgl. der Wahl der GB und der Wahl der Stellvertreterinnen gibt! Ohne eine offizielle Bekanntmachung kann ich rein rechtlich gar nicht gegen Wahlgrundsätze verstoßen, denn es gibt dann noch gar keine Wahl! (siehe auch o.a. Urteil)

 

Es war für mich auch nicht überraschend, was sonst noch passierte: ein Rücktrittsaufruf auf meinem privaten Blog, natürlich anonym. Angriffe aus der Anonymität sind im Internet Alltag, meine Strategie dagegen heißt ‚Öffentlichkeit herstellen.‘

 

All in all – auch im Jahre 2022 muss frau sich wappnen.

 

Entgegen jeder Schönfärberei ist Deutschland auch deshalb auf Platz 11 im WEF GGGR 2022, weil es an politischer und ökonomischer Teilhabe fehlt!

Gläserne Decken existieren nach wie vor, eine Entgeltlücke von 18%, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen immer noch in großer Mehrheit geleistet von Frauen - natürlich unbezahlt ….

 

Liebe Frauen, wenn ihr das ändern wollt, dann geht wählen! Egal, ob es sich um eine Wahl der Gleichstellungsbeauftragten handelt oder andere Wahlen, Frauen müssen hör- und sichtbar werden und bleiben. Hauptsache frau zeigt, dass sie ihre (hart erkämpften) Rechte wahrt und ernst nimmt!

 

Übrigens laut WEF GGGR 2021 – wird es weitere  52,1 Jahre dauern bis zur Erreichung der Gleichstellung in West Europa: eine heute 18jährige junge Frau feiert dann 70 Geburtstag und meine heute 4jährige Enkelin wird dann zarte 56 sein. 

 

„Frauen die nichts fordern, werden beim Wort genommen – sie bekommen Nichts“ Simone de Beauvoir

 


noch 52,1 Jahre bis zur Geschlechtergerechtigkeit in WestEuropa

Island hat in der Zeit von 2006 bis 2021 sich von Platz 4 auf Platz 1 verbessert. 

Deutschland hat sich in der Zeit von 2006 bis 2021 von Platz 5 auf Platz 11 verschlechtert - obwohl sich die Score Werte erhöht haben.

Wie erklärt sich das?

Deutschland war 'langsamer' in seinen Anstrengungen als andere Länder. 

Aus dem Global Gender Gap Report 2021 veröffentlicht vom World Economic Forum im März 2021

Wieso beschäftigt sich eigentlich ein Wirtschaftsforum mit Gleichstellung?

 

Schaut frau in den Bericht, so stellt sie fest, dass Geschlechtergerechtigkeit offenbar eine Frage des Wohlstands ist!

Regelmäßig sind die Länder mit hohen und höchsten Pro-Kopf-BIP auf den Plätzen 1-4:

Island, Finnland, Norwegen, Schweden - mit wechselnden Plätzen ... aber immer ganz vorne dabei

 

Welches sind denn die Kriterien, anhand derer gemessen wird, wie es um die Geschlechtergerechtigkeit bestellt ist? Bildungszugang, Politische Teilhabe, Wirtschaftliche Teilhabe, Gesundheitsvorsorge

 

Deutschland ist auf Platz 11 - Potential nach oben besteht bei der politische Teilhabe und der ökonomische Teilhabe. 

 

Mir wird immer wieder entgegengehalten, dass die Gleichstellung doch schon verwirklicht sei... also offenbar stimmt das so nicht, viel ist erreicht worden, viele Anstrengungen wurden unternommen und ein Platz 11 bei 156 Staaten ist sicher im vordersten Bereich ...

Aber, hört man beim Marathonlauf kurz vor dem Ziel auf? Ich denke nicht.

 


Wer ist OSA Mueller?

Osa Mueller schreibt mir, fordert mich zum Rücktritt auf, verkennt, dass ein privater Blog etwas anderes ist als eine in meiner Tätigkeit vorgenommene Äußerung. 

 

Scheinbar übt jemand Kritik in aufrichtiger Form, in ordnungsgemäßer Weise - mit Klarnamen, Ross und Reiter genannt. Also genauso exponiert wie ich - auf Augenhöhe.

 

Tatsächlich gibt es Osa Mueller bei meinem Arbeitgeber nicht, unendlich viele Müllers, Vornamen mit 'O' - Fehlanzeige.

Also scheinbar aufrecht und dann doch nicht Ross und Reiter genannt, doch nicht zur eigenen  Meinung gestanden?

 

Das ist der Unterschied.  Ich bin exponiert und ich halte den Gegenwind aus.

 

Nachtrag: 'Osa Mueller' schrieb mir erneut, räumte ein, dass dieser Name kein offizieller Name ist, eine Rückschluss auf die Person nicht erfolgen kann, erneut 'versteckt' in der Vielzahl der Müllers, die bei meinem Arbeitgeber existieren.

 

Also, wer mich kritisieren will - bitte mit Klarnamen! Alle kennen mich, Augenhöhe ist ein Gebot der Fairness!  

 

 


Frauen Wählen - Ein recht für das lange gekämpft wurde

Wahlrecht - ein Recht für das Frauen lange gekämpft haben. 

 

Dieses Bild, aufgenommen ca. 1908 zeigt Anne Kenney und Christabel Punkhurst,

Schwester von Emmeline Pankhurst geb. 1858, eine der bekanntesten Suffragetten in Großbritannien.

 

Egal, welche Wahl, und unabhängig davon wie sie wählen oder wen sie wählen - Frauen sollten ihr Wahlrecht nutzen. Immer. 

 

Zu Wählen ist nicht nur ein Recht - sondern auch ein Signal, je höher die Wahlbeteiligung, desto legitimierter das Ergebnis.

 

 


Einfach nur Unfair ...

Ich habe den Eindruck dass die Herren, die sich hier besonders mit Rücktrittsforderungen hervorgetan haben, offenbar nicht alle Gesetze der Bundesrepublik Deutschland kennen. 

 

z.B. das Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) 

 

Ein Ziel dieses Gesetzes ist es, es zu ermöglichen, dass Beschäftigte eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen können - gilt das nicht in der Politik? Oder gilt das nur nicht für junge Politikerinnen?

 

Wenn Herr Andreas Scheuer mal eben unnötiger-weise 500 Mio. € in den Sand setzt, ist das kein Rücktrittsgrund für den (jetzt ehemaligen) Verkehrsminister ...

 

Ein lachender, feixender Herr Laschet im Ahrtal? Deswegen trat er nicht zurück ...

 

Aber 4 Wochen Urlaub, in dem sich eine Frau um ihren kranken Mann und ihre Kinder kümmert, bedeutet den Untergang des Abendlandes.

 

Solange mit diesem scheinheiligen, zweierlei Maß gemessen wird, ist Gleichstellung eben nicht erreicht. 

 

Nachtrag: Das heißt nicht, dass Frau Spiegel m.E. nach, alles richtig gemacht hat.


Homeoffice - Gut fürs Klima, Gut für den Geldbeutel und ein Mittel gegen den Krieg ...

3 Tag Homeoffice jetzt - das hilft nicht nur das CO2 zu senken und so das Klima zu schützen, sondern auch die unteren Einkommensgruppen zu entlasten.

Der größte Teil der Menschen spürt die gestiegenen Energiekosten, egal ob Heizung oder Sprit und Lebensmittel.

Da die Energiekosten am Anfang der Lieferketten stehen, entsteht an jeder Station, an jedem Zwischenschritt eine Weitergabe an den Endverbraucher - eine Preisspirale nach oben.  

 

Ich gehöre zu jenen 21 % die 45 Minuten fahren und dabei ca. 6 l pro 100 km verbrauchen.

In zwei Tagen sind i.d.R. die 6 l verbraucht.

 

Im Monat mit 20 Arbeitstagen verbrauche ich also 60 l - würde ich an 12 Tagen im Homeoffice sein, dann würde ich 36 l Sprit einsparen - das würde nicht nur meinen Geldbeutel entlasten, sondern auch erheblich zum Klimaschutz beitragen. 

Es gibt 46 Mio. Beschäftigte in Deutschland, würden pro Kopf an 3 Tagen im Homeoffice 36 l gespart werden, wäre dies pro Monat  1,6 Mrd. Liter ...

Selbst wenn es nur 18 l wären, sind dies 828 Mio. Liter  im Monat ...

Das wäre eine gute Maßnahme um aus der Abhängigkeit von russischem Öl zu kommen, dient der Umwelt und den Klimazielen und entspannt meine finanzielle Lage ...  

Wenn ich dann auch freiwillig meine Geschwindigkeit auf 120 km/h max. begrenze, wäre dies ein weiterer Schritt. 


WEF: Global Gender Gap Report 2021 erschienen

 

Der Global Gender Gap Report 2021 vom World Economic Forum erschienen.

 

 

https://www3.weforum.org/docs/WEF_GGGR_2021.pdf

 

Es werden 4 Kernthemen untersucht:

Politische Teilhabe, Wirtschaftliche Teilhabe, Bildungszugang und Gesundheitsschutz

 

Platz   Land                  Score

 

1.        Island                0,892

2.        Finnland            0,861

3.        Norwegen          0,849

4.        New Zealand     0,840

5.        Schweden         0,823

6.        Namibia             0,809

7.        Ruanda              0,805

8.        Litauen              0,804

9.        Irland                 0,800

10.      Schweiz            0,798

11.      Germany           0,796

....

156    Afghanistan       

 

Deutschland liegt weltweit auf Platz 11 - wir haben ggü. 2020 einen Platz verloren. 

 

Aus dem Vorwort:

Global Trends and Outcomes – Globally, the average distance completed to parity is at 68%, a step back compared to 2020 (-0.6 percentage points). These figures are mainly driven by a decline in the performance of large countries. On its current trajectory,

it will now take 135.6 years to close the gender gap worldwide. 1 

 

Western Europe is the region that has the narrowest gender gap (77.6% so far) and has further improved this year.  


Stepstone Studie 2018: 85 % wünschen sich Homoffice

Ich bin ein großer Fan von Studien 

 

Nach der Stepstone Mobilitätsstudie von 2018 (Link ist angegeben) wünschen sich 85% der Beschäftigten Homeoffice.

Also weit vor Corona, war das schon ein Thema.

 

93% wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten.

 

In 2018 boten die großen Arbeitgeber (mehr als 1000 Beschäftigte) zu 63% Homeoffice an.

3 % pendelten nach dieser Studie überhaupt nicht nicht, weil sie im Homeoffice arbeiteten.

 

Warum schreibe ich das auf Frauen-Raunen?

 

Weil Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz eng mit diesen beiden Themen verknüpft ist und es immer noch mehrheitlich die Frauen sind, die Pflege bzw. Care Arbeit leisten und denen flexible Lösungen das Leben extrem erleichtern. 

 

Kann damit gemeint sein, nur einen Tag Homeoffice zu haben alle 14 Tage auf Antrag? Oder doch mehrere Tage Homeoffice in der Woche in eigenverantwortlicher Einteilung, flexibel und nachhaltig zu gleich? 

 

https://www.stepstone.de/ueber-stepstone/wp-content/uploads/2018/04/StepStone_Mobilit%C3%A4tsreport_2018-1.pdf  

 

Schaut mal rein in die Studie, sie bietet unglaublich viel interessanten Inhalt z.B. auch über Fahrzeiten zum Arbeitsplatz, Nutzung von Verkehrsmitteln (65% immer noch PKW nur 22 % ÖPNV) usw.

 

 


Von Null auf 100 ... so sehe ich das

Wenn ich Ihnen mein Auto leihen würde, ein wirklich flottes Gefährt.

Auf der Anzeige für den Tacho steht 200 km/h ...

 

Fordere ich Sie dann auf, mit 200 Sachen durch den Ort zu brettern?

Nein!

 

Billige ich dann Verstöße wie Geschwindigkeits-übertretungen?

Nein!

 

Oder darf ich darauf vertrauen, dass Sie sich im Rahmen der gesetzlichen Regelungen bewegen?

Ja, darauf darf ich vertrauen! 

 

Also wenn ich Ihnen meine Internetseite nenne, habe ich Sie nicht gezwungen auf diese Seite zu gehen, dass tun Sie aus freiem Willen, ich habe Ihnen nicht aufgezwungen etwas zu tun, das gegen irgendwelche Vorschriften verstößt.

 

So zu argumentieren ist nicht nur absolut lächerlich, es unterstellt auch, dass Sie nicht mündig wären Ihre Entscheidungen selbst zu treffen .


ich mach Mein Ding

Udo Lindenberg*

 

Und Ich mach mein Ding,
Egal was die anderen sagen
Ich geh meinen Weg,
Ob gerade ob schräg, das ist egal
Ich mach mein ding
Egal was die anderen labern,
Was die Schwachmaten einem so raten,
Das ist egal
Ich mach mein Ding...

 

Preisfrage ... und wie viele Tage sind es nun bis zur Wahl?

 

Quelle: Udo Lindenberg Auszug aus seinem Lied 'Ich mach mein Ding' erschienen 29.3.2013 - Comic: Urheber Udo LIndenberg


Wer Zukunft Gestalten will - muss Zukunft denken können

Also denke ich nach ... wie soll die Zukunft sein?

 

26.10.1861 Johann Philip Reis stellt sein Telefon vor - 126 Jahre später wird das Telefon mobil ...

Hat er das vorhersehen können? War das seine Vision? 

 

Rasante technische Entwicklungen prägen die Welt.

 

Aber in unserem Mensch sein bleiben wir gleich - ein Sonett von William Shakespeare (geboren 1564) berührt uns ... er erreicht uns über Raum und Zeit hinweg, weil wir Menschen sind.

 

 


Ob Männer auch über sowas nachdenken?

Die perfekte Frau, trendy angezogen, top frisiert, schlank und rank, beruflich erfolgreich, sportlich, belesen und gebildet, vielseitig interessiert, gutaussehende Geliebte und liebevolle Mutter …

hm, hab‘ ich was vergessen?

 

Das ist frau mit schlechtem Gewissen ...

 

Aber wann bin ich, ich selbst?

Was ist Authentizität?

Was darf ich?

Was geht?

Wie finde ich meine Rolle?

 

 

Muss ich überhaupt eine Rolle finden? 

 

Ich glaube bei Männern stehen da nur andere Adjektive  ...  


Ich freu' mich drauf

Frauenversammlung - ich freue mich drauf. 

 

Es stellt sich mir die Frage, warum wollen manche Menschen sich partout als 'Negativ-Pol' etablieren?

Nach dem Motto:

'Ich bin die Kraft die stets verneint' 

Was soll damit bewiesen werden?

Das eine Person ihre Machtfülle nutzen kann?

 

Fragen über Fragen.

Subtiles schikanieren? Ein wiehernder  Amtsschimmel? oder doch nur Ignoranz?

Aber warum diese 'Machtfülle' nicht positiv nutzen?

 

Statt der 'bösen Hexe' wie im Märchen die 'gute Fee'?

Warum kommt das eigentlich so selten vor?

Weil 'Nein-Sagen' leichter ist?

Oder weil das 'Alt-Bewährte' zu verlassen, die eigenen Sicherheitsbedürfnisse verletzt? 

Weil Neues wagen auch Risiken birgt?

Weil man sich exponiert? 

 

Warum sollten wir Frauen es nicht wert sein? Sind wir Frauen es nicht wert?

Aber der Gesetzgeber hat doch ganz klar vorgegeben, dass wir es wert sind! 

Frauenversammlung- jährlich nach § 25 (3) BGleiG.  

 

 


Können wir nicht - Wollen wir nicht - Machen wir nicht - haben wir noch nie so gemacht ...

Heute war ein interner Abstimmungstermin zur Frauenversammlung,

... also frau braucht viel Idealismus wenn sie als Gleichstellungsbeauftragte etwas erreichen will ... 

 

78 Tage bis zur Wahl / 79 Tage bis zur 1. Frauenversammlung.

  

Also alles was ich dazu schreiben könnte, überstieg tatsächlich mein Vorstellungsvermögen und ich gelte als phantasiebegabter Mensch ...

Also alles was ich dazu schreiben könnte, wäre wohlmöglich ein Verstoß gegen das 'Mäßigungsgebot' und wohlmöglich wenig zurückhaltend... :-)

 

Also lesen Sie zwischen diesen wenigen Zeilen... lassen Sie Ihre Phantasie spielen... gesetzlicher Auftrag? 

... und am Ende werden wir alle sehen, was da rauskommt :-) bzw. ob da was rauskommt 


Warum ich mich für Frauenrechte einsetze

Ich bin aufgewachsen in den 60iger Jahren und ich kann aus jeder Lebensphase Statements berichten, die ich als demütigend, ungerecht oder herablassend empfand.

Es ging los in der Schule, 'es ist nicht üblich, dass Mädchen aufs Gymnasium gehen' meinte der Lehrer in der 4. Klasse ggü. meinen Eltern.

'Sekretärin ist auch ein guter Beruf für Sybille', eine Lehrerin ein paar Jahre später.

1. Semester Steuerrecht 'Meine Damen, wenn sie ihren Doktor bis zum 4. Semester nicht gefunden haben, dann müssen sie ihn wohl selber machen!'' (Wir hatten einen Hörsaal in der Nähe der medizinischen Fakultät)  

Nach dem Studium mit zwei akademischen Abschlüssen meinte ein Marketingleiter - sich an mir vorbeibeugend zu seinem Assistenten - 'also das Fachvokabular hat sie ganz gut drauf die Kleine', ich wurde als 'Mädchen' bezeichnet, hatte 'einen Mann gefunden der das mitmacht' Als sich berufliche Erfolge einstellten war ich einmal der 'Mr. Schmadalla' - eine Exotin, häufig die einzige Frau in durchweg männlichen Führungskreisen. 

Dann hatte ich einen Chef, der meinte, dass ich es bereuen würde, wenn ich nicht mit ihm 'in die Kiste steige', wobei ich mir bis heute nicht sicher bin, ob er meinte, dass ich seine 'ungeahnten Fähigkeiten als Liebhaber' versäumt zu haben bereuen würde oder ob es als Drohung zu verstehen war, was meine berufliche Karriere betreffen würde - denn ich habe es gar nicht abgewartet und die Firma gewechselt.

      

Jede Frau, der ich bisher begegnet bin, kann solche oder ähnlich gelagerten Erlebnisse berichten. 

 

Zweifelsfrei hat sich inzwischen sehr viel getan.

 

Es gibt Studien die besagen, dass rund ein Drittel der Männer verunsichert ist, was ihre Rolle angeht, ein Drittel lebt eine 'neue, individualisierte Rolle' und rund ein Drittel lebt ein tradiertes Rollenbild.

Dieses Drittel bereitet mir Sorge - es ist noch nicht lange her, dass ich ein 'Bonmont' vorgetragen bekam, in dem Frauen mit Schäferhunden verglichen wurden.

 

Am 8. März 1854 streikten die Frauen in Großbritannien zum ersten Mal für gerechten Lohn, in 2021 betrug das Gender Pay Gap in Deutschland 18% - nach 168 Jahren ist die Lücke noch immer nicht geschlossen. 

Es liegt noch etliches vor uns, aber es lohnt sich es anzupacken.

 


Von Würschtl'n und Sahnetorten

In meinem ersten Job, frisch von der Hochschule, als junge Beraterin - da hatte ich einen Seniormanager als Mentor.

 

Einen Österreicher, ein hochgebildeter Magister Artium und Dr. phil., ein Mann mit viel österreichischen Schmäh und einem unglaublich charmanten Dialekt – ein Wiener.

 

Eine unser ersten Begegnungen werde ich nie vergessen.

Ich stellte ihm eines meiner Arbeitsergebnisse vor und wie es so ist, wenn frau neu, jung und berufsunerfahren ist, habe ich erstmal alle meine Arbeitsergebnisse ‚relativiert‘.

 

Er sah mich über seine randlose Brille an und meinte dann im breitesten wienerisch:

Frau Schmadalla … wer als Wüüürschd‘l koommd wird als Wüüürschd‘l gegess‘n  …. 

wer als Sahnedooorde kommt wird als Sahnedooorde gegess’n  …..

Es folgte eine Pause und dann: 

Mir… mir san die Sahnedooorde!

In all den Jahren danach habe ich oft an die Sahnetorte gedacht. Ja, das ist der Anspruch: Sahnetorte kein Würstchen 

Fotoquelle: Pixabay Fotograf Richter 


Energiesparen für den Frieden

Ich bin erschüttert und verunsichert zugleich – in welchen Zeiten leben wir? 

Eines ist sicher: in geschichtsträchtigen Zeiten. Blicken wir auf die Geschwindigkeit, mit der sich gerade all unsere Gewissheiten in Luft auflösen.  Ich, 63 Jahre, aufgewachsen in Frieden und Freiheit lerne gerade, dass diese Selbstverständlichkeit, diese Gewissheit – eben nicht gewiss ist.

 

Urkainer und Ukrainerinnen wachten vor 35 Tagen auf und ihr Alltag war keiner mehr.  Niemand hatte solche Bilder in Europa erwartet – Aleppo, Krim, Georgien … alles doch sehr weit weg. 

 

Ich erinnere mich noch, als ich in der Nacht des 6ten Januar 2021   - gefühlt Jahrzehnte weit weg – fassungslos  auf die Bilder aus USA blickte:  der Mob der durch die Gänge das Kapitol grölte. Die größte Demokratie der Welt unter enormen Druck.  

 

Haltung zeigen kostet Kraft. Vor der Findung einer eigenen Position, steht die Reflektion und die Anerkennung der Wirklichkeit. Anerkennung der Wirklichkeit heißt auch die eigenen ‚Bequemlichkeiten‘ aufzugeben: dieses ‚es wird schon nicht so schlimm werden‘ ; ‚na ja, da müssen wir reden‘  oder dieses  ‚wenn wir dies und das tun, wenn wir diplomatisch entgegen kommen…‘ – diese Zeiten sind ganz offensichtlich vorbei. 

 

Will man etwas  ‚Positives‘ an dieser Krise finden, dann dies, wir alle haben  in das schonungslose  Gesicht der Wirklichkeit geblickt - wir müssen jetzt eine Haltung einnehmen!

Putin hat gezeigt, dass er bereit ist über Leichen zu gehen. Da gibt es nichts mehr, was man schön reden kann, weichspülen kann, diplomatisch verbrämen kann.

Die westlichen Politiker haben sich geschüttelt, diese Wirklichkeit – in all ihrer Hässlichkeit erkannt - und dann ‚anerkannt‘. Dann haben sie ihr Handeln daran ausgerichtet. Wie weit wird dieser Egomane gehen? 

 

Haltung gewinnen ist das eine, diese Haltung durchhalten ist das andere.

Sehen wir am Ende dieses Krieges die Vereinigten Staaten von Europa? 

 

Was sind wir bereit zu opfern? Was können wir tun? Was kann ich tun?

Um unsere Demokratie zu verteidigen, müssen wir auch unkonventionelle Wege gehen. Nicht nur Corona oder CO2 Ersparnis und damit Klimaschutz, sondern auch dieser Krieg werden Themen wie ‚Homeoffice‘ befördern!  

Energie sparen verringert Abhängigkeit! Energie sparen schont den eigenen, inflationsgeschüttelten Geldbeutel. Energiesparen für den Frieden.      

 

Wir haben rund 46 Mio. Menschen in Deutschland in Arbeit, 44 Mio. zugelassene Fahrzeuge. Zur Arbeit zu fahren verbraucht Energie unabhängig ob öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden oder das eigene Auto.

 

Annahme:  sparen 44 Mio. Fahrzeuge 2 l Sprit je Arbeitstag sind dies 88 Mio. Liter/Arbeitstag Ersparnis, bei  10 Tagen Homeoffice im Monat (50%) dann sind dies 880 Mio. Liter pro Monat – in 10 Monaten 8.800 Mio. Liter … 8,8 Mrd. l – das merkt auch ein Putin im Geldbeutel!

 

Tempo 120 max., ein Wochenende pro Monat ohne Auto wie 1973, die Heizung runter drehen – alles aktive Beiträge, die millionenfach geleistet, eine Wirksamkeit entfalten werden, die dazu beiträgt Putin in die Schranken zu weisen.

 

Ich hätte nie gedacht, dass ich meine Demokratie dadurch verteidige, dass ich vermehrt Fahrrad fahre, einen dicken Pullover trage und unnötige Fahrten vermeide, die Heizung von 3 auf 2 runter drehe …   

 

Also all das sind aus meiner Sicht  – im Vergleich zu einem Eintritt in einen zerstörerischen Krieg – doch vergleichsweise erträgliche ‚Unbillen‘. Ich bin bereit meinen Beitrag zu leisten.          


Zeitenwende

Ukrainekrieg - Fluchtwelle(n) -Corona - Homeoffice Klimawandel - Generationenwechsel - 100 Mrd. für Rüstung - Rückkehr in die Nachkriegsordnung des kalten Krieges? Eine beängstigende Dynamik.

Der Kanzler sprach von Zeitenwende.

 

Da würden wir doch gerne zurück zu Alt-vertrautem, zurück in die Zeit 2018, wo die 'Welt noch in Ordnung' war.

War die Welt in 2018 in Ordnung?

Das unabänderliche 'Altbewährte', es verspricht vermeintliche 'Sicherheit' - tatsächlich bedeutet es Stillstand. Dauerhafter Stillstand bedeutet, dass es 'altbacken' ist, nicht mehr 'zeitgemäß' und irgendwann verschwindet es dann ganz, weil einfach überholt ist.

 

Nichts ist gewisser als der Wandel.

 

Aber wir müssen keine Zukunftsangst haben. Der Wandel war in der Geschichte der Menschheit immer zum besseren. Dazu gibt es eine Reihe von interessanten Büchern: Stefan Klein 'Wie wir die Welt verändern'; 'Factfullness' von Hans Rosling oder von Rutger Bregmann 'Utopien für Realisten'.

 

Der Wandel erfasst alle gesellschaftlichen Schichten. Er wird auch Behörden erfassen, denn Behörden sind keine Inseln im Strom der Gesellschaft, sondern Bestandteil der Gesellschaft.

 

Das Versprechen 'zurück zu alten Ufern'  oder 'Alles soll so bleiben wie es war' wird sich nicht einlösen lassen, sich nicht realisieren lassen - haben wir es nicht als befremdlich empfunden, als wir lernen mussten, dass Gesundheitsbehörden in Zeiten einer Pandemie mit 'Fax' arbeiten?

 

Zukunft gestalten heißt Zukunft denken zu können. 

 

... noch 84 Tage bis zur Wahl 

  


... Wie wir uns verstehen und sehen?

Ich habe vor rund fünf Jahren eine Frau getroffen, eine Freundin gewonnen, die ich sehr schätze. Ein Art 'Blind date' damals. Sie war mir eine völlig Unbekannte - als sie mir als Lektorin empfohlen wurde. Also haben wir uns verabredet. Sie hat sich durch mein erstes Buch gekämpft - dann haben wir uns erneut getroffen. Offen, erst vorsichtig und dann - nachdem ich gesagt habe, dass ich eine 'ungeschminkte' Wahrheit brauche - dezidiert, deutlich, aber nicht verletzend. Ich habe viel umgeschrieben, gestrichen, neu formuliert und Figuren 'geschärft'.

Seither haben wir viele engagierte Diskussionen geführt, uns gegenseitig gefordert und gefördert im Besten Sinne des Wortes. Sie beleuchtet Dinge häufig aus einem andere Blickwinkel als ich, hat andere Standpunkte. Was uns eint? Was ist die Basis dieser Freundschaft? Das Frauenthema ist uns beiden ein Anliegen und beide sind wir ehrlich miteinander. Sie schreibt einen Blog. Sie schreibt gut. Wir blicken aufeinander und ab und zu blitzt so eine Art 'Wettbewerbsgedanke' auf - wer schreibt besser?

Nein, es gibt keinen Wettbewerb - den kann es gar nicht geben. Aus der Vielfalt lernen wir, aus dem Spiegeln der eigenen Ideen gegen andere Konzepte, lerne ich, erweitere ich meinen Horizont. Authentizität kann nicht im Wettbewerb stehen, da gibt es kein Besser oder Schlechter - das wäre absurd.

 

Auch in meiner Arbeit baue ich auf Vielfalt, auf Ideen, Anregungen oder Widerspruch durch Dritte, wenn es um die Sache geht. Das heißt Freiräume lassen für Gestaltungswillen - das gefällt nicht allen, denn es bedeutet auch, dass Verantwortung übernommen wird, dass inhaltlich eine Auseinandersetzung erfolgt.

 

Ich war völlig überrascht als mir meine Offenheit, mein Hang zum Pluralismus als Schwäche ausgelegt werden sollte.


... ist Das Fair?

Ich bin amtierende Gleichstellungsbeauftragte, also wurde ich gefragt ob ich bei dieser Wahl nicht im Vorteil bin gegenüber anderen Mitbewerberinnen? Ob ich nicht Mittel nutze, die der Steuerzahler zahlt? Ob ich Dinge nutzen kann, die die Konkurrentinnen nicht nutzen können?

 

Ich darf natürlich keine Mittel nutzen, die der Steuerzahler bezahlt und die nutze ich auch nicht.

 

Ich bin frei in der Wahl meiner Wahlkampf-aussagen und meiner Wahlkampfmittel. Ich muss dies nur genauso kennzeichnen wie meine Mitbewerberinnen und selbst zahlen und selbst erstellen außerhalb meiner Arbeitszeiten.

 

Ich nutze nur Dinge, die meine Wettbewerberinnen auch nutzen könn(t)en.

Ist also ab jetzt alles Wahlkampf was ich mache? Wieder: Nein.

 

In einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Bundestagswahl 1976 wird festgestellt, dass eine Bundesregierung (hier analog das GB Büro) selbstverständlich über die Inhalte der Arbeit im üblichen Format berichten kann, darf und auch muss.

Also wenn wir im GB Büro z.B. am Ende des 1. Quartals zur turnusmäßigen Überprüfung des Gleichstellungsplans nach 2 Jahren berichten werden, dann gehört das zu unserer Aufgabe und ein Bericht darüber ist eben nicht Wahlkampf.  

Wenn wir zur Frauenversammlung - die nach dem Wahltermin - stattfinden wird, Informationen geben, dann ist das eben kein Wahlkampf, sondern zulässig. Die Frauenversammlung ist das Forum der Mitarbeiterinnen und deren Anliegen und wird von der Gleichstellungsbeauftragten quasi 'moderiert'.  

 

... noch 85 Tage bis zur Wahl

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Quelle: u.a. BVerfG, Urteil vom 02.03.1977 - 2 BvE 1/76


Mutige Frauen in Afghanistan

Gestern hieß es, dass Frauen in Afghanistan öffentlich demonstriert haben, nachdem die Taliban für Mädchen ab 12 Jahren den Besuch der Schule verboten haben.

 

Wie viel diese Frauen riskieren - absolut bewundernswert.

 

Bildung ist der Schlüssel, der Königsweg aus Armut, Sklaverei und Unterdrückung.

 

 

 

 

 

 

 

 

These photos are caught from a video film that has been filmed by RAWA on August 26, 2001 in Kabul using a hidden camera. It shows two Taliban from department of Amro bil mahroof (Promotion of Virtue and Prevention of Vice, Taliban religious police) beating a woman in public because she has dared to remove her burqa in public.


Vertrauen ist der Anfang von allem

Als Gleichstellungsbeauftragte bin ich eine exponierte Person und ich will und muss einen gesetzlichen Auftrag erfüllen. 

 

Es liegt in der Natur der Sache, dass Amtsleitung und Gleichstellungsbeauftragte nicht immer einer Meinung sind, Sachverhalte aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.

Ziel muss es sein, sich gegenseitig ernst zunehmen und gemeinsam um Ergebnisse im besten Sinne des Wortes 'zu ringen'.  

Das kann auf konstruktive Weise geschehen oder im zähen 'Stellungskampf' um jeden 'Zentimeter'.

 

In meinem letzten Beitrag habe ich schon dargestellt, dass Rechte, die Frauen sich erkämpf(t)en am Ende für alle gelten. Also auch Männer davon profitieren. Als Beispiel seien die Regelungen zu Elternzeit genannt, die zu Beginn nur Frauen nehmen konnten.

Letztlich sind 'Frauenrechte', Rechte die das Individuum stärken, also Menschenrechte. Es gibt Männer die sich als 'Feminist' bezeichnen, weil sie dies verstanden haben. Ein Beispiel: Ab 1986 konnten auch Väter 10 Monate für die Kinderbetreuung nach der Geburt nehmen, davor war dies ausschließlich den Müttern vorbehalten.

 

Zeiten ändern sich. Technologiefortschritt und der Blick auf die Welt verändern sich. Eine Generation, die Babyboomer, treten ab und die jüngeren Beschäftigten gehen mit eigenen Vorstellungen, geprägt vom jeweiligen Zeitgeist an die Aufgaben heran. Männer haben schon lange begonnen tradierte Rollenbilder zu hinterfragen, 'ihren Platz' im Miteinander neu zu definieren. 

'Alter weißer Mann' ist ein Gedankenmodell - eine Widerständigkeit gegenüber Wandel und Veränderung - und dies ist leider altersunabhängig und sogar unabhängig vom Geschlecht.

  

Vertrauen wir darauf, dass der Wandel, dass die Zukunft etwas Positives bringt - das war immer so.

 

Männer dürfen bei der Wahl der GB nicht wählen. Das hat der Gesetzgeber ausdrücklich ausgeschlossen. 

Ich setze mich für Themen ein. 

 

 ... noch 87 Tage bis zur Wahl


Mein neuer Roman ...

2019 habe ich meinen dritten Roman begonnen.  Recherchiert - unglaublich was im Internet alles vorhanden ist. Auf mein Thema bin ich tatsächlich in der Arbeit gestoßen - IFG Anfragen. 

 

Einer meiner Protagonist ist Peter Forsskal - eine historische Persönlichkeit - er schrieb 1759 - also

30 Jahre vor der französischen Revolution - 'Die Gedanken zu bürgerlichen Freiheit'!

Es gilt als Grundlage des ersten Pressefreiheitsrechts und als Vorläufer des Informationsfreiheitsrechts welches in Schweden 1761 eingeführt wurde.

In Deutschland galt bis vor wenigen Jahren das Amtsgeheimnis - unser IFG wurde 2006 eingeführt. 

 

Das Buch startet in der Zeit der Aufklärung - geht dann über die 1990 bis 2035 Jahre bis 2078. 

Also nach der Recherche einen Plot entworfen (3 Erzählstränge, 3 Protagonisten, 3 Zeitebenen)

Kapitelplan je Erzählstrang a 20 Kapitel erarbeitet und ausgefüllt, Plan 480 Seiten.

 

Das 'Fleisch hinschreiben', die Geschichte zu erzählen, das ist es, was wirklich Spaß macht ...                 

 

Die Figuren sind wie Freunde, die ich gerade sehr vermisse ... jetzt habe ich gerade so viel anderes um die Ohren ... das Buch liegt jetzt auf Eis ... aber im Sommerurlaub schreibe ich wieder ...


Gedanken zur 'Feministischen' Aussenpolitik

50 % der Menschheit sind weiblich, aber es gibt immer noch Männer die meinen sie müssen Frauen 'marginalisieren'

Jüngstes Beispiel Herr Merz, Friedrich MdB.

Er sprach abschätzig von 'feministischer' Außenpolitik, während er sich über die 100 Mrd. Rüstungsetat ereiferte. Die großen Feldherren und Kriegstreiber, die einem spontan einfallen - alles Männer.  Der aktuelle Krieg - die Protagonisten - fast ausschließlich Männer. Bei Frauen die Kriege anzettelten muss ich nachdenken ....

 

Aber es ist auch Tatsache, dass Frauen und Kinder die Leidtragenden sind - bis hin zur Massenvergewaltigung als Kriegswaffe. 

'Feministische' Außenpolitik ist also humanistische Außenpolitik, wenn ihr erklärtes Ziel ist, einen Krieg zu verhindern oder zu beenden und dieses Ende gilt für alle - auch für Männer, für leidgeplagte Soldaten. 

Herr Merz schon vergessen - Frauen sind auch Wählerinnen.

 

... noch 87 Tage bis zur Wahl


Vom Raunen vor der Wahl

 

Ich bin nicht nur Autorin sondern auch Gleichstellungsbeauftragte.

 

Darf ich so einen Blog schreiben? Jetzt vor der Wahl? - Ja darf ich: Artikel 5 GG Meinungsfreiheit.

 

Niemand ist gezwungen meinen Blog zu lesen, meine Homepage aufzurufen. Dieser Blog ist eine private Meinungsäußerung. Ich nenne keine Namen und ich verbreite auch keine vertraulichen Inhalte.

Ich äußere mich als Privatperson zu grundsätzlichen Fragen, Erfahrungen usw. im Zusammenhang mit Gleichstellung.

Die Verwaltungsgerichtsurteile sehen 'Wahlkampf' einer Gleichstellungsbeauftragten als zulässig an.

Ich darf hierzu nur keine öffentlichen Mittel nutzen - was ich nicht tue.

Dies ist meine Homepage, von mir bezahlt und erstellt, befüllt mit Inhalten außerhalb meiner Arbeitszeiten. 

 

Ich bin gewohnt einen Standpunkt zu haben und diesen auch sachlich, argumentativ zu vertreten.

Jede Meinungsäußerung stößt früher oder später auf ein Gegenargument, das ist das Wesen der Demokratie. Einen Diskurs zu führen ohne jedoch die wertschätzende Haltung gegenüber der Person die eine andere Haltung vertritt, zu verlieren.

 

Ich wurde verschiedentlich aufgefordert 'Mäßigung' und 'Zurückhaltung' zu üben.

BVerwG, Urteil vom 19.09.2012 - 6 A 7.11 - 

Im privaten Bereich gilt dies 'Mäßigungsgebot' ohnehin nicht, neben der Tatsache, dass ich zu keinem Zeitpunkt 'unmäßig' war.  Ich muss meine freie Meinung eben nicht zurückhalten, ich berufe mich auf Daten und Fakten, wenn ich argumentiere.

Aber mancher oder manchem ist auch dies schon zu viel.   

 

Ein bisschen Schmunzeln muss ich doch, wenn ich mir vorstelle, wer jetzt alles meinen Blog liest.

 

Ich bin ein angstfreier Mensch.

Wer Zukunft gestalten will muss Zukunft denken können.

 

... noch noch 88 Tage bis zur Wahl