Die Zeichen meiner Zeit ...

Neulich habe ich mit meiner Enkelin Fotoalben angesehen, als ihr Papa und ihre Oma so alt waren wie sie heute. 

Urlaub in Finnland – Oma mit Windjacke auf allen Bildern, alle mit langärmligen Shirts, am See immer eine Brise und dann lauschige 20 – 22 Grad … Der Papa im Urlaub in Finnland keine Windjacke, kurzarmig T-Shirts, 25 – 28 Grad… 2006 ein Bild von der Terrasse des Ferienhauses in Finnland 33 Grad, alle in Badeanzug oder Badehose…2011 ein Urlauber, der das Haus gemietet hat und sich ‚beschwert‘ wie heiß es hier ist, drei Wochen bei Temperaturen um die 30 Grad … 2013 eine Urlauberin, die fast 14 Tage lange auf dem floating deck (breiter Schwimmsteg) übernachtet hat, weil es dort so viel kühler und damit angenehmer ist … Irgendwann schwimmt das floating deck nicht mehr, steht auf Grund, mindestens 50 cm Wasserstand hatte der riesengroße See in jenem Sommer verloren … 2021 größter Waldbrand in Finnland seit 50 Jahren … im Dezember kein Schnee …

Klimawandel nachvollziehbar im eigenen Umfeld, im Fotoalbum und Gästebuch.

Schauen Sie doch mal, was in den Urlaubsorten Ihrer Kindheit diesbezüglich so los ist  - Italien, z.B. Bardolino am Gardasee, Spanien oder in Deutschland am Rhein, die Ostseeurlaube oder in Holland am Nordseestrand …

 

Was tue ich bzw. was unterlasse ich, um meinen kleinen Beitrag zu leisten, den CO2 Ausstoß zu minimieren?

Ich verzichte fast zu 100% auf Fleisch und Wurst seit einem Jahr, es gelingt mir ganz gut. Ich kaufe vermehrt regionale Lebensmittel und jahreszeitgemäßes Obst und Gemüse. Keine Produkte, die um die ganze Welt fliegen. Ich kaufe auch keine Milchprodukte mehr, sondern die veganen Alternativen, anfangs eine riesen Umstellung, sehr ungewohnt. Inzwischen sehe und spüre ich vor allem, was die rein pflanzliche Ernährung für ein körperliches Wohlbefinden hervorruft, darüber wird eigentlich nie berichtet, Blutwerte sind top. Blutdruck runter, Zuckerwerte o.k. usw. Ich fühle mich richtig wohl in meiner Haut und energetisch, wie nie. Und das Angebot ist schier explodiert und gerade gehen auch die Preise runter …

 

Den größten Beitrag zum Klimaschutz aber, den hat mir mein Arbeitgeber ermöglicht – Homeoffice!

 

Als Zahlenfreak führe ich auch eine Art Haushaltsbuch – seit vielen Jahren. Ab März 2020 war ich im Homeoffice und zwar mindestens 3 Tage die Woche, meistens mehr. Auch das eine riesige Umstellung, die mein Arbeitgeber sehr gut begleitet hat – inzwischen haben alle Beschäftigten quasi einen eigenen Laptop und alle Voraussetzungen für Videokonferenzen usw. wurden geschaffen.

Ich fahre 26 km einfach zur Arbeit also 52 km pro Tag – damit dürfte ich ziemlich im Durchschnitt liegen. Ich fahre einen Benziner der 6 l auf 100 km (E95 Benzin) verbraucht (2,33 kg CO2 Ausstoß je 1 l E95).

Pro Jahr gab ich rund 1.500 € für Sprit für die Fahrten zur Arbeit aus.

Bei 253 Arbeitstagen im Jahr sind 60% Homeoffice 152 Tage - an denen ich nicht fahre.                         

Neben der enormen Zeitersparnis (ich fahre je Strecke aufgrund hohen Verkehrsaufkommens rund 45 Minuten! einfach) habe ich in 2020 rund 830 € weniger an Sprit ausgegeben!

152 Tage  x 52 km gespart = 7.902 km oder 474 Liter E95 Benzin oder 1.004,7 kg CO2 gespart.

1 Tonne CO2 habe ich alleine eingespart und meine Haushaltskasse um 830 € entlastet und weniger Zeit für hin und her aufgewendet! Dass nenne ich mal eine win-win Situation.

 

Economy of scale – das Gesetz der großen Zahl. Wir haben in Deutschland 46,5 Mio. Beschäftigte von den 65% mit dem Auto zur Arbeit fahren, das sind 30,2 Mio. PKWs die täglich in Bewegung gesetzt werden.

Es sind Millionen Tonnen CO2 Einsparung nur mit einer einzigen Maßnahme möglich - Homeoffice.     

 

Das hat mich neugierig gemacht: in 2019 lag der Pro-Kopf-Ausstoß an CO2 in Deutschland bei 7,9 Tonnen p.a.(Quelle Statista) – also bedeutet meine 1 Tonne weniger rund 13% Einsparung – Homeoffice ist eine sehr effiziente Lösung!

 

Quelle Bild: Sybille Schmadalla


Arbeit 4.0 - wenn Gesellschaften sich verändern

Schauen Sie mal in die ZDF Mediathek WISO 8.8.22 

https://www.zdf.de/verbraucher/wiso/new-work-die-zukunft-der-arbeit-100.html

 

 

 

 

Auszüge aus der WISO Sendung vom 8.8.22: New Work – Zukunft der Arbeit

 

Zeit Souveränität – Selbstbestimmtheit – Arbeitgeber die sich auf die Bedürfnisse der Arbeitnehmer einstellen müssen – weiblicher – Lebensarbeitsmodelle mit unterschiedlichen Auslastungsphasen – kompetenzbasierte Führung als Stichworte.

 

 

Sehen Sie einen Bericht über

einen Bäcker (!) der flexible Arbeitszeiten für die Beschäftigten eingeführt hat und damit sehr viel Erfolg hat,

einen Bericht über ein Hotel, welches seinen Mitarbeitenden eine 4 Tage Woche ermöglicht ... und so das schwierige Personalbeschaffungsproblem angeht 

...

 

Arbeit 4.0. ist in alle Munde - um nicht zu sagen in allen Medien!

 

Lesen Sie einen Spiegelartikel wie die deutsche Telekom 50% der Büroflächen abbauen wird und so den Beschäftigten mehr Homeoffice ermöglicht und gleichzeitig die Kosten senkt. 

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/deutsche-telekom-wil-bueroflaeche-in-deutschland-halbieren-a-47187d24-d395-4a48-be20-9ccb39fbaf1a

 

Auch die Wissenschaft beschäftigt sich mit Life-Blending, eine nächste Stufe der Work-Life-Balance Haltung ...

https://www.wissenschaft.de/gesellschaft-psychologie/die-zukunft-des-arbeitens-new-work-studie/ vom 16.5.22 

 

Die Ministerien für Wirtschaft und Umweltschutz und das Finanzministerium - beide müssen Geld einsparen, um die Kosten der Bundeswehr (100 Mrd.), der Folgen der Coronakrise oder der Klimakatastrophe im Ahrtal (30 Mrd.) zu finanzieren neben der Tatsache, dass der Umbau in eine klimafreundliche Wirtschaft gelingen muss...

 

Sind Behörden als Bestandteil der Gesellschaft möglicherweise in ihrer Funktion auch als Vorreiter von Entwicklungen anzusehen?

Es sind doch öffentlich erklärte Staatsziele, den CO2 Ausstoß zu senken, Energie einzusparen, die volkswirtschaftliche Workforce optimal zu nutzen (wozu HO beiträgt), jetzt wo die Babyboomer aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden usw.

Ist es also nicht doch eine Aufgabe von Amtsleitungen, diese neuen Wege engagiert anzugehen, diese Ziele als Vorbilder für den Rest der Gesellschaft zu verwirklichen?

Also nicht 'kleinstmögliche' Veränderung, sondern vorbildliche Veränderung? 

Wenn ein Bäcker und ein Hotel es vormachen, können wir es dann nicht nachmachen? 

 

Es wurden für jede Person im Amt eine Sina beschafft und parallel haben wir für jede Person einen festen Arbeitsplatz - also wirtschaftlich kann das eigentlich nicht sein, oder? Aber es ist ja auch eine Übergangsphase - ein Übergang wohin? 

Kommt jetzt doch ein Rotationsmodell? Oder schaffen wir die Sinas wieder ab? 

Wie gestaltet sich die Phase des Übergangs?

 

Fragen über Fragen...

 

Die Kostensenkungspotentiale sind enorm!

Aus öffentlicher Quelle (Bundesfinanzministerium Haushalt 2020) kann man entnehmen, was Bundesbehörden an Mietaufwendungen tätigten.

Ein reales Beispiel aus diesem im Internet veröffentlichten Haushalt 2020:

Da hat eine obere Bundesbehörde 52 Mio. € p.a. Wert 2020 für Mieten aufgewendet.

Senkt man - über ein Rotationsprinzip - die Präsenzzeiten der Beschäftigten auf 40 % (wie im BMI bereits in Nov. 2021 erlassen), dann bedeutet dies (nach einer mehrjährigen Übergangsphase in der Mietverträge auslaufen usw.) mittelfristig eine Kostensenkung von 31,2 Mio. € pro Jahr - und dies ohne Kostenabsenkung der Folgekosten, die sich aus Heizung, Strom, Reinigung, Instandhaltung oder Sicherheit ergeben, die meist zwischen 20 - 30 % liegen.

 

Weniger Raum = Weniger Kosten.     

 

Da könnte man aus der Kosten-Absenkung jeder beschäftigten Person noch 50 € Kostenersatz für Heizung und Strom monatlich gewähren (was sich in unserem Beispiel auf rund 5,1 Mio. Euro p.a. beliefe) und die 31,2 Mio. € wären noch immer realisierbar ... 

 

So ein Wandel bedeutet enorm viel Arbeit im Vorfeld und in der Phase der mehrjährigen Umstellung:

Führung, interne Organisation, arbeitsrechtliche Rahmenbedingungen muss der Gesetzgeber anpassen, neue Arbeitspakete schnüren, technische Voraussetzungen schaffen ... 

 

Herausforderungen sind dazu da, gemeistert zu werden - blicken wir in die Geschichte, waren solche Phasen des Wandels immer zum Wohle der Menschheit ... aber im Moment heißt es Quo vadis?   

 


JedermannsRecht in Deutschland - wussten Sie das?

 kommunenDas Informationsfreiheitsgesetz ( IFG ) schafft einen voraussetzungslosen Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen bei Behörden des Bundes.

Der Anspruch auf Informationszugang richtet sich auf Auskunft oder Akteneinsicht in der Behörde. Jede Person ist anspruchsberechtigt (Jedermannrecht).

Seit 2006 gibt es dieses Gesetz, das sein Vorbild wohl ganz ursprünglich in Schweden hat, wo dieses Gesetz seit 1761 (!) Anwendung findet. In Deutschland galt das Amtsgeheimnis.

Im Internet finden Sie das Gesetz in vollständiger Länge. https://www.gesetze-im-internet.de/ifg/

Es umfasst 15 Paragraphen, regelt die Schutzwürdigkeit von Inhalten z.B. Personendaten oder den Umgang mit Geschäfts/Betriebsgeheimnissen.

Auskunft soll innerhalb von 4 Wochen erteilt werden, ggf. fallen Gebühren an, die meines Wissens nach 500 € nicht übersteigen dürfen, die normale Gebührenordnung ist außer Kraft gesetzt § 10 (3) IFG.

Am 9.3.2005 formulierte der Wissenschaftliche Dienst des deutschen Bundestages die Ziel des neuen Gesetzes anlässlich der 1. Lesung wie folgt:

Zweck des Informationsfreiheitsgesetzes soll es vor allem sein, das Verwaltungshandeln des Bundes durch erleichterten Informationszugang transparenter zu gestalten und damit auch die effektive Wahrnehmung von demokratischen Beteiligungsrechten zu stärken. Dadurch soll ebenso die Kontrolle und die Akzeptanz staatlichen Handelns verbessert werden.  

 

Natürlich gibt es in Zeiten des Internets dazu auch entsprechende Portale, die das Aufgreifen,  das bekannteste dürfte  https://fragdenstaat.de/  sein.

 

Sie wollen wissen, wie sich die Krankheitsquote Ihrer Behörde während Corona bzw. während Homeoffice-Zeiten entwickelt hat? Stellen Sie eine IFG Anfrage

Sie wollen wissen wie hoch die jährlichen Ausgaben für Miete, Instandhaltung, Reinigung und Sicherheit der Amtsräume sind? Stellen Sie eine FG Anfrage.

Was immer Sie wissen möchten ... stellen Sie doch mal eine IFG Anfrage.

  

Gut zu wissen, dass der Staat seit 16Jahren mit diesem Gesetz die Rechte der Bürger stärkt und Transparenz schafft.    

 

Nachtrag: 

Soweit mir bekannt ist haben 14 Bundesländer für ihren Zuständigkeitsbereich jeweils eigene Informationsfreiheitsgesetze erlassen. Bayern und Niedersachsen haben kein solches Gesetz erlassen, Bremen, Hamburg, Sachsen, Thüringen und Rheinland-Pfalz haben Transparenzgesetze, sie umfassen zusätzlich zum Informationszugang auf Antrag eine Pflicht zur aktiven Veröffentlichung von Informationen durch die informationspflichtigen Ämtern, Behörden bzw. Stellen.

Es gibt ähnlich gelagerte Regelungen auch auf kommunaler Ebene und bei einzelnen Städten. In Bayern sind es über 80 Kommunen und z.B. die Stadt München arbeitet an einer Transparenzsatzung.

Sie möchten mehr Informationen? Eine mögliche Quelle: https://transparenzranking.de/

 


alles eine Frage des Rechts?!

Ich betreibe einen Blog - den Sie ja gerade lesen. Den betreibe ich als Privatperson.

Meine Meinungsäußerungen sind geschützt durch Artikel 5 Grundgesetz.

Ich trete nicht öffentlich auf, habe nie die Behörde genannt in der ich arbeite usw. 

Eine Verbindung zwischen mir als Privatperson und Behörde war bisher nicht herstellbar.   

 

Mir wurde nun mitgeteilt, dass das Amt/die Behörde jederzeit das Recht hat über meine Tätigkeit als Gleichstellungsbeauftragte öffentlich berichten zu können (auch unabhängig von meiner Zustimmung) und damit das Recht eine damit einhergehende herstellbare Verbindung zwischen Behörde und mir als Privatperson zu erzeugen.

Solange es keine für außenstehende Dritte nachvollziehbare Verbindung zwischen mir als privater Person und der Behörde gibt, bin ich als GB mit meinen privaten Meinungsäußerungen geschützt nach Artikel 5 GG.

 

Mit der Erzeugung einer solchen Verbindung ändert sich etwas:

Was vorher mit Artikel 5 GG als private Meinungsäußerung geschützt war, kann nun vom Amt ausgelegt werden (!), was hier - aus Sicht des Amtes - als Verstoß gegen die 'Verfassungstreuepflicht' der GB anzusehen sei. 

Das Amt gewinnt nun quasi ‚Kontrolle‘ über die nach Artikel 5 Grundgesetz geschützten privaten Meinungsäußerungen, dergestalt, dass das Amt auslegen kann, was hier als Verstoß gegen die Verfassungstreuepflicht anzusehen sei und was nicht und kann dann die GB jederzeit mit Abmahnung und Kündigung bedrohen!

 

Siehe auch WD: Beendigung von Dienstverhältnissen von Beamten und Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst bei Verletzung der Verfassungstreuepflicht Aktenzeichen: WD 6 - 3000 - 069/20 Abschluss der Arbeit: 15. September 2020 Fachbereich: WD 6: Arbeit und Soziale

 

Das Amt kann also jederzeit diese Verbindung herstellen -  nicht um Schaden vom Amt abzuwenden - sondern um die Gleichstellungsbeauftragte unter ‚Kontrolle‘ zu bringen, denn der Schaden entstünde ja erst durch die vom Amt vorgenommene Herstellung einer Verbindung über die vom Amt durchgeführte Veröffentlichung auch gegen den Willen der GB, vorher wäre das Amt/die Behörde für außenstehende Dritte gar nicht identifizierbar.

 

Wenn ich es richtig verstehe, ist das die Grundlage für meine 'Anhörung in Sachen Blog',

Tja, verstehe ich es wirklich richtig?

 

Die Funktion einer Gleichstellungsbeauftragten ist es, Fehlentwicklungen aufzuzeigen, die Amtsleitung bei allen personellen, organisatorischen und sozialen Fragen zu beraten und damit dies möglich ist, hat der Gesetzgeber, den Gleichstellungsbeauftragten einen besonderen Schutz in Form der Weisungsfreiheit gegeben, eben um eine Einflussnahme seitens der Amtsleitungen zu vermeiden.

 

Der Gesetzgeber hat es möglicherweise übersehen, dass – wenn er schon die GB im beruflichen Bereich aus der Einflusssphäre einer Amtsleitung nimmt in dem der Gesetzgeber die GB ‚weisungsfrei‘ stellt – dass dieser Schutz umso mehr gelten müsste/sollte was den privaten Bereich der GB angeht, da die Bedrohung mit Abmahnung und Kündigung ein weit größeres Übel darstellt, als ‚Weisung‘.

 

 

Eine sehr interessante rechtliche Fragestellung, die es zu klären gilt.  


Über was darf ich denn jetzt noch schreiben?

Über den weißen Hai - als vom Aussterben bedrohte Tierart?

Über Joe Hill? Oder Olympe de Gouche?

Über das Wetter? Ne, zu politisch - Klimawandel, CO2 ...?! 

 

 


Liebe leserinnen und Leser ...

Es gibt keinen Blog mehr bis auf Weiteres ...

 

Habe ich nun klein beigegeben?  Triumph der anderen Seite?

Meine Wiederwahl konnte offenbar nicht angefochten werden.

 

Nun sieht es so aus, dass ich erneut Repressalien ausgesetzt sein werde, mittels eines 'Taschenspielertricks', den ich nicht gleich durchschaut habe ...  der aber rechtlich angreifbar ist. 

 

Ich werde wieder berichten ... wenn ich auch das überstanden habe ...   

 

Wir leben im 21. Jahrhundert - kaum zu glauben. 

 

 


über die freiheit...

Viermal Frauenversammlung - gut gelaufen:-) Ich habe viel Motivation getankt, fast keine Stimme mehr, ein super Team an meiner Seite.

 

Wir haben viel offene und manchmal auch verdeckte Unterstützung bekommen und über das andere habe ich ja hinlänglich berichtet..

 

Jetzt fahre ich in Urlaub.

 

 

Am letzten Arbeitstag erhalte ich eine

‚Einladung‘ zum persönlichen Gespräch‘

wegen meines Blogs ‚Frauen raunen‘.

 

 

Freiheit heißt keine Angst zu haben, vor nichts und niemand - weil wir in unserem 'Mensch-sein'

alle gleich sind.

Denkt irgendjemand ernsthaft, dass ich jetzt Angst bekäme? Dass ich einzuschüchtern wäre?

Wovor sollte ich mich denn fürchten?

 

Memento mori - Wir alle, jeder und jede von uns versinkt im Strom der Zeit, so bedeutend wir auch gewesen sein mögen, so bedeutend wir uns auch wähnen mögen, in the long run we are all dead ...

 

 

Sollten wir – wenn wir dies bedenken – Macht die wir haben, dann nicht zum Wohle der Menschen einsetzen?  

 

 


Abschied vom trojaner?


In der heißen Phase der Frauenversammlung passierte so manch Unerklärliches ...

 

… Da werden Aufgaben in der letzten Minute rückdelegiert, da gibt es falsche Zahlen, da gibt es keine Listen, da gibt es ellenlange Listen die alphabetisch sortiert sind – nach Vornamen (!?), inkompatibel Listen, falsche Listen, da gibt es viele, viele Merkwürdigkeiten – alles immer im Zusammenhang mit der Frauenversammlung.

 

Das musste ich rügen und mich beschlich ein Verdacht - oder war es doch nur Schlampigkeit, Überforderung?

Einfach schlechte Arbeit? 

 

Wir schulden alle schließlich ‚verwertbare‘ Arbeitsleistung, also erwäge ich eine Abmahnung, von der genau zwei Personen wissen, eine aus Personalverwaltung und eine weitere Person - und das war am Tag 1.                  

- und das geschah am Tag 2: 

Eine Mail von der betroffenen Mitarbeiterin an alle Mitarbeitenden im GB-Büro und eine an mich: 

… setze ich Dich Sybille über meine Umsetzung in Kenntnis …

weitere Mails mit Auskunft zu Übergaben, mit An- und Hinweisen auf Löschungen von Zugangsberechtigungen usw. folgen. 

Erneut kommt bei mir die Frage auf: wieder Mal eine voreilige Eigenmächtigkeit der Mitarbeiterin, oder doch was anderes? Mit liegt dazu keine Verfügung o.ä. vor?!  

 

Das also war des Pudels Kern (Goethe, Faust I)? 

 

 

Nein, ein Schelm der Schlechtes dabei denkt! Es handelt sich um reine Fürsorge!

Natürlich nicht mir gegenüber, ich darf gerne seit Wochen an den Wochenenden die Fehler ausmerzen, bisher rund 50 zusätzliche, ungeplante Arbeitsstunden.

 

Ganz toll an dieser Fürsorge finde ich, dass etwas was bei anderen viele, viele Monate dauert, geht hier in 24 Stunden … und sollten da die Gremien denn schon zugestimmt haben?

 

Mache sich ein jeder selbst seinen Reim drauf. 


Kennen Sie den Schiffschaukelbremser?

Können wir nicht, brauchen wir nicht, wollen wir nicht, haben wir noch nie so gemacht …‘ so spricht ‚der Schiffschaukelbremser‘ - eine spezielle Spezies, die leider nicht vom Aussterben bedroht ist.

 

Angehörige dieser Gattung, fühlen sich extrem wichtig, sind meist männlich, der Körperbau meist gedrungen mit Bauchansatz, von kleinem Wuchs und vor allem noch kleinerem Geist.

 

Dem Wesen nach glühender Macho, fühlt sich ‚der Schiffschaukelbremser‘ stets allen Frauen überlegen.

 

 

Bild Quelle: Pixabay Trolls von M W

 

Der Schiffschaukelbremser, der Frauen ständig belehrt, versäumt keine Gelegenheit uns an seiner Kompetenz, seiner Bildung und seinem Wissen – und mag das alles auch noch so klein sein – teilhaben zulassen.

 

Tja, wie geht frau damit um? 


Gelernt - KÄPTN PENG und die Tentakeln von Delphi...

Tipp einer Bundestagsabgeordneten ...
Songtext 
Du hast gelernt zu schauen, was die ander'n brauchen
Ihre Bedürfnisse zu kennen, alle ihre Launen
Zu bestätigen, woran sie glauben
Hast gelernt zu flüstern, während and're fauchen
Du gehörtest zu den Schlauen
Die nie viel sagen, aber sehr viel staunen
War jemand traurig, fingst Du an ihn aufzubauen
Du wurdest beliebt, Du begannst ihnen zu trauen
Du hast gelernt zu geben, um etwas zu kriegen
Weil alle ja die Gebenden so lieben
Bild Pixabay Carola68 Die Welt ist bunt ...
Du hast gelernt, als Frau hast Du nett auszusehen
In Kleidern rauszugehen und Dich niemals aufzuregen
Denn wer nett ist, der wird meistens nett behandelt
Doch nett hat sich schon immer schnell in Scheiße verwandelt
Du wirst gemocht, kriegst den Mann, machst ein Kind
Doch dein Kopf bleibt leer und Dein Herz bleibt blind
Du machst dir Vorwürfe, warum Du nicht glücklich bist
Und glaubst noch immer, die Gesellschaft unterdrückt Dich nicht
Du suchst nach Wärme, willst ihre Liebe binden
Doch durch dieses Binden wirst Du wahre Liebe niemals finden
Du gibst und gibst, darauf bist Du stolz
Doch dieser Stolz ist wie faulendes Holz
In einem Haus, welches Dir lächelnd verspricht
Dass es Dich beschützt, während es über Dir zusammenbricht
Du triffst einen Jungen, es hätte fast gefunkt
Doch Heidi Klumm hat leider zu viel Scheiße in Dein Herz gepumpt
Denn Du schämst Dich für das, was Du bist
Doch das, was Du bist, ist das, was Du vermisst
Denn Du bist die wichtigste Person, die Du je treffen wirst
Der einzige Mensch, der Dich jemals retten wird
Also hör auf, Deinen Körper zu verschandeln
Du willst Leuten gefallen, die Dich scheiße behandeln
Und Du bedankst Dich noch dafür, dass Dich jemand sieht
Sowas braucht ein Mensch, der ständig vor sich selber flieht
Sie füttern Dich mit einem Bild von der Welt
Bis Du es irgendwann selbst für die Wirklichkeit hältst
Weil Du zu feige bist, selber zu fühlen
Selber zu denken und Dich selber zu spüren
Du suchst Bestätigung und zahlst jeden Preis
Ich seh' Kinder auf Plakaten, die so kalt sind wie Eis
Wir sind ein Wunder, doch behandeln uns wie ein Produkt
Und sind enttäuscht, weil jeder nur auf unsre Packung guckt
Wir verarschen uns selbst für den Applaus
Wir haben dem Teufel unser Lachen verkauft
Und Du redest Deinem Körper ein, er wär' nicht perfekt
Er kann Leben gebären, habe ein bisschen Respekt
Vor Dir selbst, Deine Seele hat Hunger
Du bewohnst ein atmendes Wunder
Und was Du brauchst, wird Dir niemand geben
Wer Du bist, kann Dir nie jemand nehmen
Und was Du suchst, wird Dir nie jemand zeigen
Und was Du glaubst, wird Dir niemand beweisen
Denn was wir sind, hat noch niemand verstanden
Und was bist wirst Du niemals ergründen
Quelle: Musixmatch
Songwriter: Peter Bartz, / Boris Nielsen, / Moritz Bossmann, / Johannes Gwisdek, / Robert Gwisdek,

Sei still und bescheiden, dann kann man(n) dich leiden ...

einer der Sprüche die Mädchen ins Poesiealbum geschrieben bekommen.

 

Heute heißen diese Alben 'Freundinnen Buch', aber es passiert das, was passieren soll:

lerne dich klein zu machen, alles ist wichtiger als Du - Mädchen! Mädchen die laut sind - will keiner.

 

Tja und da ist noch Corona... Aber neben Corona,  erkläre ich mir es eben auch so, dass frau gelernt hat, sich 'hinten anzustellen'. Es ist sehr schade, dass sich so viele Frauen einreden lassen, dass Dies oder Das wichtiger sei, als die Teilnahme an der Frauenversammlung.

 

Frau hat gelernt, mache das, was man von dir erwartet, also bitte: still, bescheiden!

Als Teamplayerin willst Du doch Deine Kolleginnen nicht zusätzlich belasten, oder?

 

Zuerst die Arbeit, dann das Vergnügen ... Es geht hier aber nicht um Vergnügen.

Es geht darum die Forderungen der Frauen hör- und sichtbar zu machen.  

 

Frauen die nichts fordern bekommen genau das  NICHTS! (Simone de Beauvoir, 1949)

 

Quelle: Bild Ulrike Mai Pixabay

 


Vom Geist der Herren ...

Die mächtigen Dinosaurier sind ausgestorben ... sie beherrschten die Welt ... und doch sind sie heute verschwunden. Abgelöst von den kleinen, wendigen, anpassungsfähigen Säugetieren. 

 

Nun habe ich die Wahl gewonnen, die Frauenversammlungen finden statt - und dann kommen deutlich weniger Frauen als angemeldet! Was ist da los?

 

Unsere Dinosaurier wollen am Althergebrachten festhalten, wollen jede Veränderung aufhalten. Manche Menschen verstehen Veränderungen als Angriff auf ihre 'Macht' - und dass sind nicht nur Männer. 'Alter-weißer-Mann' ist eine Geisteshaltung, die nicht zwingend am Geschlecht festzumachen ist.  

 

Im Vorfeld der Frauenversammlung hat es wohl ordentlich intern gekracht, denn es gab auf dem Intranet einen entsprechenden Hinweis, dass die Teilnahme eben nicht behindert werden darf!

 

Also was fällt unseren Dinos ein?

 

Man setzt Termine an, von denen Frauen annehmen, dass sie relevant sein könnten für Karriere oder Prämienvergabe und schon erscheinen viele angemeldeten Frauen eben nicht mehr, weil sie Nachteile befürchten.

 

Liebe Frauen zeigt den Dinos, dass dieser Führungsstil 'Misstrauen - Kontrolle - Präsenz um jeden Preis' nicht mehr zeitgemäß ist.

 

'Führen mit Zielen, flexibel, die Beschäftigten mit einbindend' - so führt man heute.

Betroffene zu Beteiligten machen - als eines der Stichwort. 

Ja, das ist anstrengend und geht eben nicht per 'Ordre de Mufti'.

 

Liebe Dinos, wenn ihr so weiter macht, steht ihr eines Tages einfach ohne Personal da.

Ihr werdet die Entwicklung nicht aufhalten, aber ihr erschwert die Rahmenbedingungen für die unter eurer Führung arbeitenden Männer und Frauen so, dass viele gehen werden - und in Folge geht ihr dann auch.

 


Faust.
...

575

Mein Freund, die Zeiten der Vergangenheit

Sind uns ein Buch mit sieben Siegeln.
Was ihr den Geist der Zeiten heißt,
Das ist im Grund der Herren eigner Geist,

In dem die Zeiten sich bespiegeln. 

 

(Johann Wolfgang v. Goethe, Faust I, entstanden zwischen 1772 - 1775)

 

Na, dann sollten wir Frauen dafür sorgen, dass sich auch 'Frauen-Geist' zukünftig in den Zeiten spiegelt. 

 

PS es wurden im November und Mai zusammen 2.319 Themen von den Frauen bei uns eingereicht - d.h. die Stimmen der Frauen sind zu den Themen wie z.B. 'Homeoffice' usw. auf jeden Fall unübersehbar  dokumentiert   


Wenn wirklichkeit wirklich wird ...

... eine reale Fiktion

 

'Ich bin eine junge Mutter, E6/3 Steuerklasse 5 (da mein Mann mehr verdient als ich) und ich konnte bisher 2-3 Tage /Wo  im Homeoffice arbeiten. Mein Mann und ich betreuen das Kind wechselseitig, denn sein Arbeitgeber ermöglicht ebenfalls Homeoffice an 2-3 Tagen. Alles zu organisieren ist stressig, aber ich habe zeitliche Korridore gefunden, so dass ich meine Tätigkeit flexibel - aber eben inhaltlich gut - erledigen kann. Wir ersparen uns 350 € (Untergrenze) – 500 €  im Monat für einen Krippenplatz (von dem nicht einmal gewiss ist, ob wir einen Platz bekämen!).

 

Nun kehren wir zurück zur Vor-Corona-Regelung und meine Führungskraft teilte mir mit: ab 1. Juli bitte wieder in Präsenz. Homeoffice wird max. mit einem Tag pro Woche gewährt und dies muss leider auch flexibel gehandhabt werden (was faktisch heißt, dass ich nichts einplanen kann).

Das stellt ein erhebliches Problem dar – denn nun haben wir Mehrkosten von mindestens 350 € / Monat für den Krippenplatz. Aus meinen 1.655,33 € netto werden nun 1.305,33 € - wenn ich Vollzeit arbeiten will, außerdem verursacht die Präsenz erhöhte Fahrtkosten derzeit ca. 100 €/Monat.

Minimum 450 € - weniger – eine Einbuße von 27% meines Einkommens, bei steigenden Lebensmittelpreisen, Energiekosten usw.

 

Die andere Alternative wäre ich gehe in Teilzeit mit 60% - so dass ich an 2 Tage das Kind vollständig betreue und leider nicht arbeiten kann! Was bedeutet das für meine Rente? Droht Altersarmut? Mein Mann übernimmt dann die anderen drei Tage flexibel im Homeoffice.

Bei 60% beträgt der Auszahlungsbetrag auch nur 1.166,47 € - egal wie - wir verlieren so oder so an die 500 € im Monat. 

Ich könnte noch einen 450 € Job dazu nehmen? 

Soll ich jetzt putzen gehen oder bedienen oder um 5 Uhr morgens Zeitungen austragen?

Neben dem ganzen Stress, den ein weiterer Job bedeuten würde?! 

Vorerst muss ich wohl in Teilzeit gehen.

 

Also erstmal muss ich es machen, aber ich suche natürlich parallel einen neuen Job, damit wir die 500 € im Monat nicht verlieren ....

Auf Stepstone stehen 30.559 Treffer bei 'Homeoffice möglich' – da wird doch was für mich dabei sein ... und es gibt so viele Job-Portale ... so viele Arbeitgeber, die Homeoffice ermöglichen ...

So machen wir es!

Ich kann wieder ruhiger schlafen und mein Mann auch ... ich finde etwas Neues ..... '        

 

Soweit die Phantasie ... wie real sie werden wird, wird die Zukunft zeigen.

 


... ein Buchtipp

....wir sind doch alle längst gleichberechtigt...'

25 Bullshit Sätze und wie wir sie endlich zerlegen

 

Alexandra Zykunov

 

Ullstein Verlag

 

Witzig, treffend, sehr gut recherchiert 

Ich habe viel gelacht und gleichzeitig bleibt es einem im Halse stecken ... 

 

Wenn das Patriachat sich zu Wort meldet, dann ist das unauffällig:

,Schön, dass Dein Dein Mann Dir hilft' ...

Die Autorin zeigt uns, was dieser Satz tatsächlich bedeutet.

 

Dies Buch ist ein 'must have' 

 

Also Alex, echt jetzt... Spiegel Bestseller

 


Des einen Freud – des anderen Leid.

... neben einer immer  noch existierenden Pandemie und einem heißen Krieg in Europa – vollzieht sich fast still und leise ein Wandel am Arbeitsmarkt!

  

Dieser Tage streicht die Lufthansa 900 Flüge! Ein börsennotierter Konzern streicht Umsatz! Streicht Kerngeschäft!

Die atemberaubende Begründung: Lufthansa hat in der Pandemie kurzgearbeitet und so sind viele Mitarbeitende in andere Branchen abgewandert. Mitarbeitende, die man jetzt nicht mehr zurückholen kann. Mitarbeitende aus dem operativen Bereich. Es gibt an den Flughäfen nicht genügend Gepäckarbeiter, Sicherheitskontrolleure, Bodendienstler hinter den Schaltern oder Flugbegleiter.

Ein Scheitern durch Personalmangel im unteren und mittleren Beschäftigtenbereich – ein strategisches Bedrohungspotential. Lufthansa beschäftigte weltweit  140.000 Menschen – vor der Pandemie.

Nun hängen 900 Flüge an fehlenden Gepäckarbeitern, Flugbegleiter:innen usw.?!

Diese oft wenig beachteten Berufsgruppen erweisen sich nun als Schlüsselfaktor!

Eben jedes Rädchen im Getriebe hält das Uhrwerk am Laufen … gerade die vielen ‚kleinen Rädchen‘ …

Manager und Führungskräfte – hört die Signale möchte man da rufen.

 

Ich zitiere aus der Pressemeldung Nr. 27 vom 31.5.22 der Bundesagentur für Arbeit und deren Meldung zu den Arbeitsmarktzahlen 2022:

Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung nehmen weiter zu. …. Mit 45,38 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 771.000 höher aus.

4,9 % Arbeitslosequote im Mai - eine erneut gesunkene Arbeitslosenzahl, ggü. Mai 2021 – 428.000 Personen, 428.000 weniger Arbeitslose – wohlgemerkt mitten in einer Pandemie und eines heißen Krieges in Europa.

Das ist doch sehr gut! Ein Höchststand an offenen Stellen im Mai 2022:   

Die Nachfrage nach neuem Personal bewegt sich im Mai weiter auf sehr hohem Niveau. So waren 865.000 Arbeitsstellen bei der BA gemeldet, 211.000 mehr als vor einem Jahr.

 

Die 1964 geborenen 1.357.304 Menschen gehen bis 2031 Rente und sind somit die Letzten, der sogenannten Babyboomer Generation, die in Rente gehen. Als geburtenstarke Jahrgänge werden die Jahre 1954 bis 1964 bezeichnet.

Beginnend ab 2020 gehen  aus diesen Geburtsjahrgängen jedes Jahr 1 Mio. Menschen in Deutschland in Rente oder Pension – in den nächsten Jahren verlassen also 12,5 Mio. Menschen den deutschen Arbeitsmarkt – rund ein Viertel! Aller Erwerbstätigen.

Diese heute bereits absehbaren Entwicklungen  zeigen bereits Wirkung. Die plakative Überschrift: Arbeitnehmer-Arbeitsmarkt. – solch eine Entwicklung gab es zuletzt in den Wirtschaftswunderjahren der 1950iger und 60iger Jahre.

 

‚Des einen Freud – des anderen Leid‘ – könne man das sagen.

 

Diese Indikatoren, die ich hier kurz skizziert habe, bedeuten, dass ein massiver Wettbewerb um Arbeitskräfte bereits eingesetzt hat und sich weiter verschärfen wird. Um die gut ausgebildeten Kräfte der mittleren Ebenen, diejenigen die 'tätig umsetzen'.

Aber auf welche Arbeitskräfte treffen die Arbeitgeber? Welche Erwartungen haben denn die jungen Menschen? Da gibt es die Generation X – die Generation direkt nach den Babyboomer, die bis 1979 Geborenen.  

 

Das habe ich in einem eigenen Blogbeitrag davor länger ausgeführt. 

 

 

Ein Arbeitnehmer-Arbeitsmarkt und Beschäftigtenzielgruppen mit unterschiedlichen Ausprägungen im Wertekatalog – das sind Herausforderungen denen sich die deutsche Wirtschaft stellen muss – und alle personalintensiven Arbeitgeber – also auch  Behörden.

Die Belange dieser Zielgruppen sind es, die man als Arbeitgeber bedienen muss, will man als Arbeitgeber Personal halten und die Abgänge der Babyboomer kompensieren. Letztlich muss man die Arbeitsfähigkeit sichern.  

Das sind keine einfachen Aufgaben für Führungskräfte, es bedarf intelligenter Lösungen, die man sich wird hart erarbeiten müssen, will man in Zukunft arbeitsfähig bleiben.

Das Beispiel Lufthansa hat gezeigt  – will man im Kerngeschäft nicht verlieren – dann muss man rechtzeitig agieren und zwar mit attraktiven Angeboten.

 

Das ist auch die Stunde für uns Frauen.  Die stille Reserve am Arbeitsmarkt (Robert Habeck 21.2.22)

So wurde in diesem Zusammenhang diese Zahl genannt: 29% der im erwerbsfähigen Alter stehenden Frauen zwischen 18 und 64 Jahren, arbeiten nicht bzw. nicht Vollzeit.

 

Will man diese 'stille Reserve' aktivieren, dann müssen die Rahmenbedingungen stimmen:

Kita Plätze ausreichend vorhanden und bezahlbar sein, Ganztagsschulangebote oder als Alternative flexible Homeoffice-Modelle und Korridore. 

Eine junge Frau und Mutter, die sich die Kinderbetreuung mit dem Partner im Homeoffice teilen kann, wird sofort zu dem Arbeitgeber wechseln, der eben mehrtägiges Homeoffice mit Korridoren von 5 Uhr Morgens bis 20 Uhr Abends anbietet, dazu alternativ Korridore am Sa oder So ermöglicht.

Das wäre immer noch ziemlich stressig für die jungen Eltern, aber so wäre tatschlich eine Annäherung an Vollzeit denkbar. Neben dem Effekt einer sofort spürbaren finanziell besseren Ausstattung, wäre es auch eine Maßnahme zur Abwendung von drohender Altersarmut für die Frauen und Männer erlebten ihre Kinder und die Partnerschaft mit mehr Teilhabe.

 

Auch denkbar, dass der Staat dem betreuenden Elternteil (heute zu 91% die Mütter) z.B. 10 Stunden pro Woche voll vergütet für die Kinderbetreuung bis zur Einschulung (6. Lebensjahr o.ä.) inkl. aller Abgaben in die Sozialsysteme und so mit 5 Stunden täglicher Arbeitszeit im Homeoffice quasi die finanzielle Gleichstellung zu einer Vollzeit-Tätigkeit und für die spätere Rente etc. erreicht werden könnte.     

Neues Denken ist gefordert, die Entwicklung alternativer Lösungen ist dringend geboten.

 

Die frei Wirtschaft wird den finanziellen 'Goldschatz' Homeoffice nicht liegen lassen - eine Absenkung der Kosten aus Gewerbemiete und damit eine Gewinnsteigerung bei gleichzeitiger Absenkung von Haftungsrisiken - das wird sich kein Unternehmen entgehen lassen. Der Staat als Arbeitgeber wird es auch nicht versäumen sich bzgl. Gewerbemieten zu entlasten, schließlich will man gerade 100 Mrd. € für die Bundeswehr finanzieren, die Corona Folgen abfedern und die Umweltkatastrophe im Ahrtal schlägt mit 30 Mrd. € zu Buche, Klimafolgeschäden usw. 

 

Außerdem wünschen sich lt. Umfrage von Stepstone 2018 die Beschäftigten mit 85% Homeoffice - und zwar an mehreren Tagen die Woche mit möglichst viel Gestaltungsfreiheit.

 

Alle Eckdaten deuten also darauf hin: Homeoffice-Angebote sind unvermeidbar und wir reden nicht von 1 Tag, wenn ein Arbeitgeber arbeitsfähig bleiben will.

 

Ja, aber es gibt sie doch die Präsenztätigkeiten - Lufthansa mit Gepäckarbeitern?

Da geht doch gar kein Homeoffice!

 

Hier müsste man ggf. Kombinationsmodell erarbeiten (verschiedene Tätigkeiten in einen Job zusammen führen, so dass Homeoffice und Präsenz im Wechsel möglich wären ... oder eine deutlich höhere Entlohnung für Präsenz  anbieten ... Transporttechnologien substituieren menschliche Arbeitskraft ... oder betreuende Elternteile wechseln dann für die Dauer der Betreuung (bis zum 6. Lebensjahr) in andere Unternehmensbereiche wo Homeoffice möglich ist ... vermehrtes Angebot an  kinderlose Mitarbeitenden in diesem Präsenzbereich oder oder oder ...

Es wird leider keine schnellen, einfachen und kostenlosen Lösung oder Antworten geben! 

       

Basta Politik und Anordnung Top-down sind somit Führungsmodelle der Vergangenheit, da sie kontraproduktiv sind und damit zu den aussterbenden Führungsstilen gehören werden.

Beschäftigte - vor allem in den mittleren Ebenen - werden sich zukünftig auf dem freien Arbeitsmarkt als heftig umworben sehen und treffen dort auf vielfältige Angebote. Die Generationen Y und Z werden sich hier prioritär an ihren persönlichen Zielen, Wünschen und Bedürfnissen, ihrer Lebenlage orientieren bei der Wahl der Arbeitsstelle.  

 

Das alles erfordert viel 'Hirnschmalz' um gangbare Lösungen zu entwickeln, neue Herausforderungen in Fragen der Leistungsbeurteilung oder der Mitarbeiterführung zu bewältigen.

Wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg und wie sagt F. Nietzsche so schön

'Die Lösung des Problems zeigt sich im verschwinden des Problems' .

Zeitenwende. Eben.

 

 


Darf ich Vorstellen Generation X,Y und Z

Ich gehöre zu der Generation der sogenannten ‚Babyboomer‘, wie viele der Führungskräfte, rund 18 %  im Amt gehören zu den Babyboomern – und diese Generation tritt bis 2031 ab, geht in Rente oder Pension.

Bis 2031 sind es noch 9 Jahre.

 

Per 1.6.22 waren also 82% der Beschäftigten keine Angehörigen der Generation Babyboomer.

 

Welcher Generation sind die denn dann zu zuordnen? 

Was wissen wir über diese Generation X,Y und Z? Was bedeutet das für die Personalgewinnung?

Was für ein Führungsstil erwartet diese 'anderen' Generationen?

 

Fragen über Fragen… aber jetzt erst einmal die verkürzte Vorstellung der Generationenmodelle und ein Schaubild der Unicum-Media

 

Quelle: https://unicum-media.com/marketing-wiki/generation-x-y-z/?portfolioCats=88%2C84%2C85%2C82%2C83

 

'Babyboomer identifizierten sich sehr mit ihrer Arbeit. Leistungswille und -bereitschaft wurden großgeschrieben und auch von Arbeitgebern verlangt. Der Begriff “Workaholic” hat seinen Ursprung nicht umsonst in dieser Zeit. 

 

Die Generation X legte einen höheren Wert darauf Arbeits- und Privatleben in Einklang zu bringen. Die Weichen für die ersten Arbeitsmodelle mit Berücksichtigung der Work-Life-Balance waren somit gelegt. (Homeoffice Modelle sind populär in dieser Zielgruppe)

 

Auf X folgt bekanntlich Y. Die Generation Y bekam die Jahrtausendwende bewusst mit, daraus resultierte auch das passende Synonym “Millennials”. Die Gen Y ist die bis dato am besten erforschte aller Generationen. Besonders im Hinblick auf die Herausforderungen für die Arbeitswelt und Unternehmen gibt es zahlreiche Studien, die die Generation Y genau unter die Lupe nehmen.

Die erste Besonderheit in Bezug auf die Generation Y ist der Umgang mit digitalen Medien. Die Millennials sind sehr technikaffin und nutzen Smartphone & Co. nicht nur in der Freizeit, sondern auch für Arbeitszwecke. Generell ist die Generation sehr mobil unterwegs und flexibel. Private Angelegenheiten werden gerne während der Arbeitszeit geregelt – genauso wird aber auch bereitwillig die Arbeit mit nach Hause genommen. Homeoffice ist unter den Millennials äußerst beliebt und wird von vielen Arbeitnehmern mittlerweile als Voraussetzung bei der Jobsuche genannt. Unternehmen waren auf diese Wünsche nach Flexibilität keineswegs eingestellt. Die Umstellung auf neue Arbeitszeitmodelle zieht sich bis heute und ist noch lange nicht abgeschlossen. Für Arbeitgeber ist diese Wendung Chance und Herausforderung zugleich. Arbeitnehmer, die bereit sind, auch in der Freizeit Calls anzunehmen, sind gerne gesehen. Auf der anderen Seite ist bei Homeoffice eine gehörige Portion Vertrauen seitens des Arbeitgebers nötig. Wie schon erwähnt hat sich die Kommunikation der Generation Y immer mehr in digitale Gefilde verschoben. So verhält es sich auch mit der Ansprache der Zielgruppe von Werbetreibenden. Die Touchpoints mit den Millennials findet man jetzt auf Websites von Unternehmen, in den sozialen Medien oder auf Online-Jobbörsen

Die Mitte der Neunziger geborene Generation Z strömt jetzt vermehrt auf den Arbeitsmarkt. Anders als die Generation Y gibt es für die Gen Z wieder eine klare Trennung von Arbeit und Freizeit. Persönliche Verwirklichung nimmt einen hohen Stellenwert ein – die Arbeit kommt danach. Vor Führungspositionen scheuen sich die Digital Natives eher, ein geregelter 9-to-5-Job ist das bevorzugte Arbeitszeitmodell der jungen Nachwuchskräfte.

 

Was fällt auf?

Wenn 82% der Beschäftigten hinsichtlich Flexibilität, Stellenwert der Arbeit oder Erwartung an Führungsinhalten 'anderes getaktet' sind als die Führungskräfte, führt das nicht zwangsläufig zu Problemen? 

Wenn die Führungskräfte überwiegend der Generation Babyboomer und der Generation X angehören und zwischen diesen beiden Gruppen und der deutlich jüngeren Belegschaft so deutliche Unterschiede in der Haltung zur Thematik ‚Arbeit‘ bestehen, droht da nicht ein Clash of Culture?

 

Mitarbeitenden die Tarifbeschäftigte sind, die in Zeiten eines Arbeitnehmermarktes und geringerer Bindung an den Arbeitgeber schnell und problemlos wechseln können – kann man die mit Präsenzpflicht und starren Regelungen halten? Müssen nicht neue Arbeitspakete geschnürt werden, um den Anforderungen des Arbeitnehmer-Arbeitsmarktes gerecht zu werden, Mitarbeitende aktiv zu binden und drohende Abwanderungstendenzen erst gar nicht aufkommen zulassen ?

 

Hat jemand den kritischen Schwellenwert, den Turning Point schon mal ausgerechnet?

Ab wann man nicht mehr arbeitsfähig ist, wenn Frauen mit mittlerer Einordnung in den Hierarchiestufen problemlos auf dem freien Arbeitsmarkt unter Homeoffice-Angebote unter Berücksichtigung von Vereinbarkeit von Familie und Beruf wählen können?

Ab wann steht der Laden still bei 5 % oder bei 10% Fluktuation?  

 

Nachdem auch im Jahr 2022 noch immer der Löwenanteil von Care-Arbeit, Pflege und Haushalt von den Frauen erbracht wird, nimmt da jemand ernsthaft an, dass eine Frau ihre Familie und ihre private Lebenssituation hinten anstellt und die Belange des Arbeitgebers nach Präsenz erfüllen kann und will, wenn einem andere Arbeitgeber 60%+X an Homeoffice bieten?

 

Das sind die Herausforderungen die Führungskräfte meistern müssen:  ‚Der Wurm muss dem Fisch schmecken und nicht dem Angler!‘

Führungskräfte müssen, um die Zukunft erfolgreich gestalten zu können überprüfen, ob die eigenen Haltungen noch zeitgemäß sind, neue Wege finden, Arbeitspakete so schnüren, dass Homeoffice Angebote ermöglicht werden - Flexibilität ist das Zauberwort des Arbeitsmarktes.


Quelle: Pixabay Foto von Ralph
Quelle: Pixabay Foto von Ralph

Unsere Sicht auf Dinge prägt die Welt ...                                                  ... Ändern wir unsere Sicht verändert sich die Welt

Ich weiß noch, wie ich 1972 in München ins Stachus Untergeschoss marschiert bin in die Buchhandlung Saturn 2000 und mir von meinem Taschengeld (!) - ich war 14 Jahre - ein Buch gekauft habe von Dennis Meadows ‚Die Grenzen des Wachstums – Bericht des Club of Rome zur Lage der Menschheit‘ .

Es folgte 2 Jahre später ‚Menschheit am Wendepunkt‘.

 

Aber ein Großteil der Menschen änderte ihre Sicht auf die Welt eben nicht, da alles so abstrakt schien!

 

Folgenlos waren die Bücher nicht, denn es entstand in vielen Ländern der westlichen Welt eine Umweltbewegung, in Folge gründeten sich Parteien, eine davon ist heute Teil der Bundesregierung.  

 

Das Gros der Menschheit reagiert erst, wenn es spürbar wird – heute früh (5.6.22) eine Meldung aus Las Vegas, dass alle öffentlichen Rasenfläche ersetzt werden durch Bepflanzung mit wüstengeeigneten Gewächsen wie Kakteen. Allein in der Sahara kommen 1.400 Pflanzenarten vor. In den Rasenflächen versickern rund 15 % des jährlichen Wasserverbrauchs der Stadt Las Vegas – binnen 6 Jahren soll das ‚unnütze‘ Grün ersetzt sein. So will man nachhaltig die wertvolle Ressource Wasser sparen – Milliarden Liter. Dies betrifft rund 40% der städtischen Grünflächen.

Ein Beispiel wie sich die Sicht auf die Dinge verändert hat… aber auch ein Beispiel, dass der Mensch erst reagiert, wenn die Folgen unmittelbar spürbar und sichtbar werden.

 

Dieses Wechseln der Sicht auf die Dinge ist der Motor des Wandels.

 

Ein Gedankenexperiment: Stellen Sie sich vor, die Behörden verstehen sich als Dienstleistungs-unternehmen an der Gemeinschaft … ein Dienstleister stellt nicht sich in den Mittelpunkt der Betrachtung sondern die gesellschaftlichen Erfordernisse. Die Menschen als Kunden, die Themen der Politik – eine gesetzte Anforderung und quasi ein Kundenauftrag zugleich …

 

Das ist utopisch, das gibt es nicht?

 

Doch das gibt es bereits. So gewann Christchurch in New Zealand und Phoenix Arizona USA bereits im

Jahre  1993 (!) den international ausgelobten Preis der Bertelsmann Stiftung, für die am besten organisierte Stadtverwaltung:

Beide Kommunen hatten sich  entlang der Bedürfnisse und Erfordernisse der Bürger in Verbindung der jeweiligen Verwaltungsakte organisiert, so benötigte ein Bauantrag dann nur noch 14 Tage von der Antragstellung bis zur Entscheidung.

 

 

Veränderung ist die einzige Konstante … lassen wir uns auf sie ein, gestalten wir unsere Zukunft.        


Von der Quadratur des Kreises


Wahl und Frauenversammlung  und die Quadratur des Kreises

 

In 19 Tagen endet die Wahl – da die Wahl eine Briefwahl ist, erstreckt sie sich mindestens über drei Wochen, seit die Briefwahlunterlagen versandt wurden.

Über hunderte Jahre haben die Frauen um ihre Rechte gekämpft, also geht wählen liebe Frauen.

 

Es diesmal nicht kompliziert, entweder mit ‚Ja‘ für mich stimmen oder mit 'Nein' gegen mich stimmen.

Was passiert bei mehr 'Nein' als Ja-Stimmen? Dann bin ich raus. So wurde es mir erklärt und dann? 

Dann bestimmt das Amt  die Gleichstellungs-beauftragte - so wurde es mir erklärt. Und da auch keine Stellvertreterinnen gewählt werden (zu wenige Bewerberinnen) werden diese dann entweder von mir - im Falle eines Wahlsiegs (Mehr Ja-Stimmen als Nein-Stimmen) - oder eben der dann bestimmten GB ernannt.

Es geht also doch um etwas. In 20 Tagen wissen wir mehr.

 

Wofür habe ich eigentlich meine Zeit verwendet? Für die Frauenversammlung!  

 

Ich bin unendlich stolz und froh über mein tolles Team – im Moment kommen wir alle auf dem Zahnfleisch daher. Nächste Woche wird die Themenmesse verpackt, d.h. da muss alles fertig sein.

 

Am 23.6.22 starten wir, wir liegen mit der Anzahl der Teilnehmerinnen über Plan, ein Standort ist schon voll, es wird eine weitere Veranstaltung geben … Tolle Key Note Speakerinnen  Frauen mit Profil, Hochkaräterinnen aus Politik und Wissenschaft, Rückendeckung der Bundesinnenministerin …  und doch jeder winzige Schritt immer gegen unendlich viel Widerstand durchgesetzt - gegen den Widerstand von Frauen?! Aber es gibt eben auch die anderen Frauen - die verstehen, worum es geht, die sich voll einsetzen, unterstützen und und und  …  

Frauenversammlung - ich freu mich drauf – auch wenn es viel Kraft gekostet hat, das motiviert mich.

 

Da blieb im Moment wenig Zeit für meinen Blog - dabei stapeln sich die Themen:

 

Wenn die Führungskräfte der Babyboomer Generation auf die Mitarbeitenden aus der Genration X, Y und Z treffen. Ein Spagat von dessen Gelingen viel abhängt, ein Spagat der gelingen muss - will das Amt seine Herausforderungen der nächsten Jahre meistern.

Eine Behörde ist kein losgelöstes Raumschiff, eine Behörde ist ein Dienstleiter der auf Personal angewiesen ist, ein Amt, welches die Strömungen der Gesellschaft spiegelt - also sollten auch alle Strömungen wahrgenommen werden und nicht Wunschdenken vorherrschen.

Wirklichkeit wird wirklich - mit oder ohne Frau Schmadalla.  

 

Arbeitnehmermarkt ? Alle Marktindikatoren zeigen, er ist schon da.

 

Wenn wieder etwas mehr Luft ist, dann gibt es wieder mehr Blogbeträge J

 

 Quelle: Urheberrechte am Logo Strong: Sybille Schmadalla

 


Die Klima Uhr tickt - Homeoffice wäre eine Lösung



Ach, Übrigens ...

 

 

 

 

 

 

Ja oder Nein, Friss oder Stirb?

 

Was passiert eigentlich, wenn keine oder nur eine Kandidatin zur Wahl steht bei der Wahl zur Gleichstellungsbeauftragten?

Die Wahlkommission ruft zur Wahl auf und fordert die Frauen auf, sich zur Wahl zu melden, sich zur Wahl zu stellen. Melden sich keine Kandidatinnen, dann kann das Amt selbst eine Frau (mit deren Zustimmung) ernennen.

 

Meldet sich eine einzige Frau, dann erfolgt die Wahl mit einer ‚Ja‘ oder  ‚Nein‘ Abstimmung.  

Überwiegen die Ja-Stimmen (+1) dann ist die Kandidatin gewählt.

Überwiegen die Nein-Stimmen (+1)  ist die Kandidatin nicht gewählt!

Häufig nehmen Menschen nun an, dass es zu einer Neuwahl kommt – entgegen dieser Annahme kommt es eben zu keiner  neuen Wahlausschreibung! Das Amt kann in diesem Falle selbst bestimmen, d.h.  eine Frau (mit deren Zustimmung) als Gleichstellungsbeauftragte ernennen.

 

Also wenn eine bisherige  GB alleine zur Wahlantritt, dann heißt es nicht, ‚ach da können wir uns ruhig hinlegen, die wird eh gewählt‘, sondern alle sind aufgerufen, die mit der Arbeit der GB zufrieden waren, mit Ja zustimmen. Damit frau nicht riskiert, dass man am Ende eine GB vor die Nase gesetzt bekommt.

 

In juristisch korrektem Terminus nachzulesen in der GleibWV – Gleichstellungsbeauftragtenwahlverordnung u.a.  §12 Ziff. 1 und 2 

 

 


Lesetipp: digitalisierung-der-verwaltung-mehr-als-tempo-130


Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen, verändern die Welt

Zitat Friedrich Nietzsche aus dem Buch Also sprach Zarathustra, Buch 2 Die Stillste Stunde

 

Das Pendel der Zeit hat einen Namen, es heißt Geschichte.

Wo sind sie geblieben - unsere Gewissheiten?

 

Tornados in Deutschland, Kriege in der Ukraine, Flüchtlinge die willkommen sind, 9 Euro Ticket, 2,08 €/l Benzin, explodierende Lebensmittelpreise,  … die Schlagzeilen der letzten 7 Tage.

 

Zu jeder einzelnen Schlagzeile könnte man einen Blog schreiben.

Mit 48.910 Fällen und einer sinkenden Inzidenz auf 361,8 spielt Corona so gut wie überhaupt keine Rolle mehr. Corona kommt nicht einmal mehr in den Nachrichten vor …

 

In einem atemlosen Tempo verändert sich die Welt.

 

Mein Respekt gilt den Menschen, die sich in dieser Zeit mit der Gestaltung dieser enormen Veränderungsprozesse befassen und innerhalb kürzester Zeit Entscheidungen treffen und zu treffen haben, unter einer enorm unsicheren Datenlage.

Schon immer gab es Zeiten mit hoher Dynamik und solche die eher ruhiger, stetiger waren, wie ein Pendel das schwingt – Perioden der Gewissheit werden abgelöst von Perioden mit Ungewissheit.

In Perioden der hohen Ungewissheit war und ist es möglich schnelle Entscheidungen zu treffen, Entscheidungen unter Unsicherheit, unter rasant wechselnden Rahmenbedingungen, keine Zeit für Ängstlichkeit, Zaghaftigkeit.

Bleiben wir zuversichtlich, bisher hat die Menschheit noch immer die Herausforderungen positiv bewältigt, hat sich angepasst an die neuen Bedingungen. Wir haben Impfstoffe erfunden und Seuchen überwunden, wir haben die Welt entdeckt und erforscht, den Mond bereist, den Dünger erfunden und konnten so einen Großteil der Menschheit mit Nahrungsmitteln versorgen.  

Wir haben ganz viel falsch gemacht, ignoriert, zugelassen, dass sich Lobbyisten durchsetzen konnten usw. usw. …

Ja, zu alledem kann man kritische - zum Teil sogar extrem kritische - Gegenstatements vertreten, aber summa summarum haben wir aus jeder Krise dazugelernt, uns verändert – die Welt verändert.  

 

Bleiben wir zuversichtlich - so wird es auch dieses Mal sein.

Seien wir bereit, bekannte Wege zu verlassen, wagen wir den Aufbruch in neue Zeiten, den Umbruch – jede/r von uns ist gefragt den Wandel mitzutragen, mit voranzutreiben, mitzugestalten.  

Viele große, aber vor allem die vielen kleinen Schritte die Millionen von Menschen gehen, verändern die Welt.

Eben: Gedanken, die mit Taubenfüssen kommen… 


12 Punkte für die Solidarität - Europa setzt ein Zeichen

Die Ukraine gewinnt den Eurovision Song Contest 2022, besser bekannt als ESC, mit großem Vorsprung durch das Voting des Publikums.

 

Es gab 439 von 468 möglichen Punkten aus dem Publikumsvoting für die Ukraine.

 

439 Punkte aus 39 stimmberechtigten Ländern, d.h.  im Schnitt 11,25 von 12 Punkten.

 

Was für eine Absage an Putin, was für ein schönes Zeichen von Solidarität der Menschen in Europa.

 

Quelle: Bild Gerd Altmann auf Pixabay


Lasst uns alternativlos unvernünftig sein

In der Mitte des 18. Jahrhunderts, um 1750 beginnt die Zeit der Aufklärung.

 

Immanuel Kant formuliert die These‚ dass der Mensch als vernunftbegabtes Wesen, sich seines Verstandes bedienen kann, sein Tun und Handeln rational begründen kann  und so aus der Vormundschaft absolutistischer Herrscher und der Kirche heraustreten kann: der Mensch kann sein Schicksal selbst bestimmen.

 

Die Vernunft als Ausganspunkt allen menschlichen Handelns, als alleinige Messgröße.

Wer unvernünftig handelt, stellt sich außerhalb - dessen Anliegen diskreditiert sich quasi von selbst – da eben Unvernünftig.

Aber über wessen Vernunft reden wir eigentlich? Wer definiert was Vernunft ist? Gibt es parallele Vernünfte? Nein, dieser Begriff kennt keinen Plural.

 

Auch unser heutiger Vernunftbegriff ist geprägt durch den Vernunftbegriff der damaligen Zeit.

Damals hatten das Sagen ausschließlich Männer.

Kant wird auch der Satz zugeschrieben: ‚Der Bürger ist männlich!‘

Dieselben Herren, die die Vernunft als Handlungsmaxime des freien Menschen ausriefen, von Selbstbestimmtheit und der Freiheit des Menschen schrieben, hatten keinerlei Probleme damit, dass Europäer als Kolonialherren ganze Völker unterwarfen oder Frauen einfach als unmündig erklärten.

 

In diesem vermeintlich universalen Vernunftbegriff kommt die Weltsicht des Mannes zum Tragen, die Weltsicht eines europäischen, weißen, heterosexuellen Mannes aus der Bildungsschicht!       

Warum ist das mit der Vernunft so wichtig?

Weil mit dem sich berufen auf Vernunft bzw. der Brandmarkung ‚ein Argument‘ sei unvernünftig sich jede Diskussion sofort im Keime ersticken lässt.   

Die ‚Vernunftkarte‘ als Show-Stopper jeder Diskussion – das sagen Eltern zu ihren Kindern, Männer zu Frauen, Politiker zum politischen Gegner oder Alt zu Jung.

Die Struktur die sich als dahinterliegend zeigt, könnte man als ‚Besitzstandswahrung‘ bezeichnen, ein kritisierter Zustand soll sich nicht verändern.

Gehen einem die Argumente aus, dann ist es eben unvernünftig. Schon ist die Diskussion beendet. Das Gegenüber, der Gesprächspartner diskreditiert als nicht sach- und fachkundig, sondern unvernünftig!

 

Es funktioniert eigentlich immer:

Frauenwahlrecht – unvernünftig,

Tempolimit – unvernünftig,

Klimaschutz – unvernünftig

und verwundert reibt der Mensch sich die Augen.

 

Übrigens auch mächtige Frauen verfuhren so.

Margaret Thatchers ‚There is no alternative‘ ging als TINA-Prinzip in die Geschichte ein und war die Begründung für Neoliberalismus und Rückbau der Sozialsysteme in England in den späten 1970iger/1980iger Jahren.  

2010 wurde ‚Alternativlos‘ zum Unwort des Jahres da von Angela Merkel und der Bundesregierung immer wieder gebraucht im Zusammenhang mit politischen  Entscheidungen..

 

Great Thunberg wurde mit ihren Anliegen zum Klimaschutz als unvernünftiges Kind, als Göre, als zu emotional gebrandmarkt und damit war das Thema quasi vom Tisch.

Dieses Prinzip ‚Unvernunft‘ wird i.d.R. von denjenigen genutzt, die einen Besitzstand verteidigen wollen, die den Argumenten und Anliegen der anderen Seite meist keine stichhaltigen Argumente entgegensetzen können und die Debatte auf diese Weise diskreditieren und dann beenden.

 

Das ist undemokratisch und in diesem Sinne stehen wir jetzt vor einem Reformstau.

 

In diesem Sinne lasst uns alternativlos unvernünftig sein!

 

In allen Fragen die Geschlechtergerechtigkeit, die die Neuordnung von gesellschaftlicher Lebenswirklichkeit betreffen.  

       

Bild: eigene Gestaltung 

 

       


Ich will Alles, Ich will Alles und noch viel Mehr ...

Samstag früh, beim Kaffee ausgiebig in der Zeitung schmökern – mein Wochenendluxus. Dabei stieß ich auf einen Artikel, der meinen Widerspruchsgeist weckte.

Ein gut recherchierte Artikel, gut geschrieben und doch sträubte sich was in mir. Es ging um ‚ehrgeizige’ Frauen und mit welchen neuen Maßnahmen Arbeitgeber diesen den Weg bereiten ihre Karriere nach der Elternzeit möglichst bruchlos fortsetzen zu können.

 

Dieses Wörtchen ‚ehrgeizig‘ - dass störte mich, aber was störte mich daran? Kinder haben zwei Elternteile einen Vater und eine Mutter.

 

Niemand käme auf die Idee bei einem Mann der Vater geworden ist, als ‚ehrgeizig‘ zur beschreiben, wenn dieser weiter seine Karriere verfolgt.

 

Ich bin selbst Mutter, ich habe meine Kinder immer geliebt. Ich habe eine Konzernkarriere Ende der 1980 /1990 gestartet und war Managerin bis in die zweite Ebene in Großkonzernen – in Zeiten in denen das absolut unüblich war.

Eine Frau ist neben ihrer Mutterschaft immer noch ein Mensch – mein Denkvermögen hat sich durch Geburt und Schwangerschaft nicht verändert, der IQ nicht abgenommen, ein Mensch mit Hirn, mit Ausbildung, mit Interessen. Das ist legitim.

Kinder sind ein großes Glück, aber es bedeutet eben nicht die Selbstaufgabe des eigenen Seins.

Das würde ja auch niemand von einem Vater erwarten.

Es ist davon auszugehen, dass Männer ihre Kinder genauso lieben. Niemand käme auf die Idee, wenn sich ein Mann weiterhin parallel für andere Dinge interessiert, ihn deswegen als ‚Rabenvater‘ zu bezeichnen, oder wenn er eine Karriere anstrebt ihn als besonders ‚ehrgeizig‘ zu titulieren.  

 

In dem Artikel standen auch ein paar sehr interessante Zahlen. ‚In 2021 bezogen 1,9 Millionen Menschen in Deutschland Elterngeld, davon 25,3 % Väter. Frauen wollen im Schnitt 14,6 Monate nehmen und Männer 3,7 Monate.‘

Kinder bekommt man im jüngeren Lebensalter – ich finde es erschreckend im 21.Jahrhundert stehen einem Mann der Elternzeit nimmt 3 Männern gegenüber die keine nehmen!

Nimmt hier das Gender Pay Gap den Vätern die eigentlich gerne in Elternzeit gehen wollen, die Möglichkeit aufgrund der Tatsache, dass sie rund 20% mehr verdienen, die Lohnsteuerklasse 3 haben usw.?

Wenn dass der Grund ist, dann müssten Männer sich schleunigst für Lohngerechtigkeit sprich Equal Pay engagieren.

Wenn dies nicht der Grund ist,  dann haben wir Frauen noch lange gegen ‚traditionelle Geschlechterrollenbilder‘ anzukämpfen.

 

Und dann gab es noch einen Absatz, der mir sehr zu denken gab:

Rund um die Babypause gibt es viele Karrierehindernisse, zum Beispiel was deren Länge angeht: Wenn Frauen lange pausieren, haben sie danach oft Schwierigkeiten, sich im Job zurechtzufinden: neu Technik, neue Kollegen, neue Abläufe und so weiter. Doch eine zu kurze Elternzeit kann auch schaden. Laut einer Studie der Uni Potsdam werden Mütter, die nur zwei Monate aussetzen, deutlich seltener von den Firmen zu Bewerbungsgesprächen eingeladen. Sie gelten als unsympatisch.‘    

 

12,5 Millionen Babyboomer gehen in Rente! Nun muss sich die deutsche Wirtschaft etwas einfallen lassen, wie die entstehenden personellen Lücken zu füllen sind.

 

Es gibt mehrere grundsätzliche Strategien dafür:

1. Menschenarbeit durch Maschinenarbeit ersetzen (Beispiel sprachcomputergeteuerte Servicecenter)   

2. Arbeit auslagern z.B. an den Kunden (Online Banking, Möbel selbst aufbauen usw.)                                      3. Fachkräftezuwanderung aus EU und Drittstaaten stärken und    

4. Den Anteil der arbeitenden Frauen deutlich erhöhen (die stille Reserve am Arbeitsmarkt rund 29%)

 

Auch unser Wirtschaftsminister Habeck setzt auf die Lösungsalternative Nr. 4.

In Deutschland leben Millionen gut ausgebildete Frauen.

Unter der Gruppe  den jüngeren Frauen arbeiten viele in Teilzeit, da es an Kinderbetreuungsmöglichkeiten mangelt.  

Frauenarbeit und Karriere von Frauen sichert den Wohlstand einer Volkswirtschaft – blicken wir über den Tellerrand – In skandinavischen Ländern, ist das Brutto Inlandsprodukt höher als in Deutschland, regelmäßig liegen dies Länder ganz vorne im Global Gender Gap Report des World Economic Forums.

 

Der Zeitungsartikel zeigt, dass bereits ein Umdenken im Gange ist, dass große Konzerne in der Vorreiter Rolle nun Wege suchen, ihren Frauen Karriereeinbußen zu ersparen, möglichst nahtlose Karrieren zu eröffnen. Dies geschieht nicht aus ‚Gut-Menschentum‘, sondern um die eigene Wirtschaftskraft zu erhalten.  

 

Der Schlusssatz dieses sehr differenzierten und lesenswerten Artikels, denn eine Frau aus dem beschriebenen Karriere-Begleitprogramm sprach,  gefiel mir sehr: 

 

'Es ist auch das Richtige für mein Kind, wenn ich mit mir selbst und meiner Karriere glücklich bin‘'

 

Quellen:

Süddeutsche Zeitung Sa 15.5.22; S 29 Wirtschaftsteil, Coaching statt Krabbelgruppe, Kartin Werner

Bild: Pixabay von Andreas Wohlfahrt 

Überschrift: Textzeile von Gitte Haenning 1982 aus dem Lied Ich will alles 

 

 


Weil alles mit Allem zusammenhängt ...

Ich habe mich gefragt, ob wir in einer so komplexen Welt uns nur auf unsere Ziele konzentrieren können? Eigentlich nicht. 

Organisation, Behörde, Unternehmen, Vereine - alle haben Beziehungen nach Innen und Außen - es gibt keine Inseln.

 

Also warum agieren wir dann nicht vernetzt?  

Vernetztes Denken ist eine Herausforderung, denn im Moment scheinen wir keinen Anfang zu finden und kein Ende zu sehen - das entmutigt.

Fangen wir mit dem an, was unmittelbar vor uns liegt, nehmen wir den Faden auf.

Warum nutzen wir nicht die Klugheit des Teams?

 

Schwarmintelligenz: Zwei Köpfe denken mehr als einer.

Betroffene zu Beteiligten zu machen. 

Neues Denken. Anders Denken. Chancen sehen.

 

Unser Blick richtet sich all zu oft auf die wenigen Ausnahmefälle - die negativen natürlich und die müssen als Beweis herhalten warum Veränderung nicht geht.

 

Das ist falsch. 

 

2 Jahre Corona Erfahrung, 2 Jahre Homeoffice - lasst uns doch mal darauf schauen was gut lief.

Corona ist vorbei - also zurück nach 2019, alles auf 'alt' zurückdrehen?

 

60% Homeoffice 40% Präsenz bei freier Gestaltung - dies wäre gleich vielen Zielen dienlich:

 

1. die Krankheitsquote sinkt - das haben die 2 Jahre schon bewiesen 

2. zufriedenere Mitarbeitende - je mehr Flexibilität, desto leichter wird es Familie und Beruf zu vereinen

    so könnten Elternteile die Kinder versorgen z.B. weniger TZ und damit weniger finanzielle Einbußen

    erleiden, raus aus der Falle Altersarmut, kein Karriereknick usw. 

3. attraktiver Arbeitgeber im Wettbewerb um neue Kräfte (enger Arbeitnehmer Arbeitsmarkt) 

4. Entlastung des Geldbeutels der Mitarbeitenden, weniger Fahrten gleich weniger tanken 

    (65% nutzen den PKW um zur Arbeitsstätte zu gelangen von 45,6 Mio. Arbeitnehmern )

5. CO2 Absenkung, weniger Fahrten gleich weniger CO2 Ausstoß

6. Rollierende Modelle bedeutet frei werdende Büroraumflächen - die werden anders genutzt, das führt zu

    Absenkung der Mietbelastung, mittelfristige absenkende Auswirkung auf das Preisgefüge im

    Mietwohnungsmarkt und im Immobilienmarkt 

 

Ich weiß ... Jedem dieser Argumente folgt die 'Ja, aber - Gegenrede', natürlich ist es nicht so einfach, der Prozess der Umgestaltung wird viel Diskussion erfordern, es gibt auch die Kehrseiten der jeweiligen Medaillen ... Richtig.

 

Wichtig ist m:E. dass wir es versuchen und zwar mit einer positiven Haltung, der Haltung es verwirklichen zu wollen.

Also einem 'wie können wir es schaffen'

statt eines

'das geht nicht ...und das geht auch nicht ... und das ist problematisch ... und das haben wir überhaupt noch nie so gemacht' 

 

Eines scheint mir aber gewiss, mündige Menschen wollen in diese Prozesse eingebunden sein und nicht 'ordre de Muffti' von oben herab hierarchisch fremdbestimmt werden.

Wir werden interne Prozesse umgestalten müssen, Aufgaben und Tätigkeiten erweitern und umgestalten, Rotationsmodelle einführen, usw. usw. 

 

Wirklichkeit wird wirklich - unterlassen wir es uns an die neuen Zeiten anzupassen, wird uns die Wirklichkeit einholen und dann überholen. 'Das Bessere ist des guten Feind' und wie die Sprüche so alle heißen - aber es steckt in ihnen eben ein Körnchen Wahrheit.  

 

Wie herausfordernd und schwer es ist, mit den sich verändernden Umfeldbedingungen Schritt zuhalten, zeigte eine Zahl: geschätzt zwischen 1 - 1,3% der deutschen Unternehmen sind älter als 100 Jahre, ganze 3 älter als 200 Jahre.

 

'Befehl und Gehorsam' - ich denke diese Zeiten sind vorbei.

 

In einer demokratische Zivilgesellschaft setzt sich durch was überzeugen kann.

Um zu überzeugen muss um Lösungen gerungen werden, müssen diese erarbeitet werden.

 

Das ist oft langwierig und zäh - aber eines ist gewiss: es gibt keine einfachen Antworten, denn es gibt keine Inseln. 

 

Wenn es so ist, dann sollten wir freudig beginnen, freudig das Neue denken, denn schließlich ist das Ziel es 'besser' zu machen - so wie die Menschheit seit Jahrtausenden stets nach dem 'Besseren' strebte.

 

Bild von Christine Schmidt, Pixabay


Von Der Kunst gehört zu werden ...

Nun sind es also nur noch 43 Tage bis zur Wahl … Ich bin lästig, unangenehm, also wird nun alles versucht mich einzuschüchtern oder mir Angst einzujagen oder oder oder…

 

Mit Argusaugen wird beobachtet was ich tue, dokumentiert, alles wird gelesen - auch dieser private Blog - und dann werden mir mit Paragraphen gespickte Mails zugesendet, was ich zu unterlassen habe, welche Texte jetzt geändert werden müssen …

 

So soll es sein! Das ist gut so.

 

Sie haben vorher nie zugehört, sie haben vorher auch alles bekämpft, ausgesessen, ignoriert und waren maximal genervt.

 

Doch jetzt droht eine Wiederwahl und das möchte man doch gerne verhindern.

 

 

Deshalb die akribische Suche nach ‚Fehlern‘, nach Angriffspunkten für eine Wahlanfechtung usw.

 

Jetzt werde ich gelesen – und zwar aufmerksam!

 

Jetzt stelle ich auf einmal fest, dass sich was bewegt auf der anderen Seite.

‚Wer Zukunft gestalten will, muss Zukunft denken‘ -  diesen Satz habe ich wohl hundertmal gesagt, geschrieben und postuliert.

Jetzt gibt es einen Key Note Speaker auf der Führungskräftetagung, der genau in Richtung 'Zukunft', Richtung 'Veränderung' und neue Wege zu denken seine Vorträge ausrichtet.

 

Ebenso habe ich hunderte Male auf die Tatsache hingewiesen, dass wir einen ‚Arbeitnehmermarkt‘ haben, das es zwingend notwendig ist, Mitarbeitende zu binden, Maßnahmen zu entwickeln. Die Bedürfnisse der Beschäftigten zu spiegeln, um Mitarbeitende zu halten, zu binden und neue zu gewinnen.

Im Workshop kommt jetzt genau diese Forderung von Seiten der Führungskräfte.

 

Das ist sicher nicht alles alleine auf meine Aktivitäten zurückzuführen, aber doch auch mit.

Natürlich wäre es schöner gewesen, wenn das 'Beharrungsvermögen' weniger ausgeprägt gewesen wäre, wenn man bereit gewesen wäre meine langjährige Expertise, besser zu nutzen.

 

Der ‚Supertanker‘ fängt an sich zu bewegen.

 

Wenn dies der Weg ist, dann soll es mir Recht sein – sie werden mir noch exakt 43 Tage genau zuhören, zwar mit dem Fokus darauf ‚Angriffspunkte‘ zu finden, aber sie werden eben alles lesen müssen und offenbar bleibt ja doch das eine oder andere hängen.

 

Wenn man als Gleichstellungsbeauftragte antritt, dann sicher nicht um ‚Königin der Herzen‘ zu werden oder einen ‚Beliebtheitspreis‘ zu gewinnen, sondern etwas gegen zähen Widerstand zu bewegen.

Dafür braucht man ein dickes Fell, viel Erfahrung, eine klare Zielsetzung… und ein gewisses Alter.

Ein Alter in dem man keine Karriere mehr machen will oder muss. Viele Wege führen nach Rom. 

 

 

Also freue ich mich auf die nächsten 43 Tage – sie werden lesen, sie werden suchen und das eine oder andere wird auf einmal verstanden werden – dann habe ich dort auch etwas erreicht.

Turnaround fängt in den Köpfen an … In diesem Sinne.    


Quote oder Nicht-Quote - das ist hier die Frage ...

Die erste Frau an der Spitze eines DAX-Unternehmens - dies ist eine Schlagzeile der Süddeutschen Zeitung vom

11. Oktober 2019

 

Seit 1908 dürfen Frauen studieren. 

 

Natürlich gab es im Nachkriegsdeutschland Frauen wie z.B. Aenne Burda oder Beate Uhse, die selbst einen Konzern gegründet haben und dann an dessen Spitze standen.

Andere Frauen 'erheirateten' sich eine Position (z.B. Liz Mohn Bertelsmann, Maria-Elisabeth Schaeffler-Thurmann, Schaeffler Gruppe) oder erbten (Madelaine Schickedanz, Quelle oder Susanne Klatten BMW ). Allesamt kluge und leitungsfähige Frauen. Diese Frauen mussten sich dann ganz besonders beweisen - die Leistungen dieser Frauen sollen also in keiner Weise geschmälert werden!

 

Alle diese Frauen haben Hervorragendes geleistet, aber der Zugang zu Position erfolgte eben nicht über eine alleinige 'Bestenauswahl' nach Artikel 33 (2) GG.  

 

Es dauert vom 1.7.88 (Einführung des DAX) bis 11.10.2019 bis eine Frau nach dem Geiste des Artikel

GG 33(2) die Spitze eines führenden Wirtschaftsunternehmens einnimmt - ganze 31 Jahre?

Und wir müssen schon ins 21. Jahrhundert kommen, um das zu erleben ...  

 

Vom Dilemma als Quotenfrau gesehen zu werden - Nein, ich will keine Quotenfrau sein.

 

... wenn ich gut genug bin, dann bekomme ich den Job. Wirklich?

 

2018 waren von den insgesamt 1,2 Mio. Führungspositionen der zweiten Ebene in der Privatwirtschaft Deutschlands 484.000 von Frauen besetzt, das entspricht einem Frauenanteil von 40,4%. Auf der ersten Führungsebene lag dieser Anteil bei 25,9%. Mit steigender Betriebsgröße sank der Frauenanteil in den Führungspositionen der zweiten Ebene!1

 

Jeder jungen Frau wird heute erzählt ‚Du hast alle Chancen‘, aber stimmt das?

 

Tagesschau Meldung vom 7.1.22

 

In den Vorständen börsennotierter deutscher Unternehmen gibt es einer Studie zufolge so viele Frauen wie noch nie.

In etwa der Hälfte der Firmen sitzt aber noch immer keine Managerin in der Leitung.                                                                  In den 160 Unternehmen der DAX-Familie (Anmerkung: TEC-DAX, M-DAX und DAX) hat sich die Zahl weiblicher Vorstandsmitglieder innerhalb eines Jahres um 20 auf 94 Topmanagerinnen erhöht.

Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Auswertung des Prüfungs- und Beratungsunternehmens EY.

Das ist der höchste Wert und der stärkste Anstieg seit Beginn der Auswertung im Jahr 2013.

Der Anteil weiblicher Führungskräfte im Vorstand stieg demnach um 2,4 Prozentpunkte auf eine neue Höchstmarke von 13,4 Prozent

Allerdings saß zum Stichtag 1. Januar 2022 in gut der Hälfte der untersuchten Firmen laut EY keine Frau im Führungsgremium. Im internationalen Vergleich hinkt Deutschland damit weiter hinterher.

Zudem steht in nur neun Unternehmen eine Managerin an der Spitze des Vorstands (5,6%).

 

Also liebe Frauen es spricht doch einiges für eine Quote.

Bleiben wir beharrlich, schauen wir genau hin, fährt der Zug eventuell wieder rückwärts?

 

 

1)    Quelle: 1)   4. Altas zur Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland, Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend    


Die Lösung des Problems zeigt sich im Verschwinden des Problems

 

Sehr spannend finde ich, dass ich lediglich die Ergebnisse einer Studie mit einem Schaubild vorstelle -

Zack - schon bin ich für vermeintliche Inhalte bzw. die sehr individuelle Interpretation eines Lesers verantwortlich?!

  

Juhu wir bekommen keine Kinder mehr - dass schrieb mir ein Leser des Blogs.

 

Was für ein Mangel an Phantasie!  - was wären den denkbare Lösungen?

 

Offenbar kommt es gar nicht in den Sinn, das 'Mann' verzichtet - lieber keine Kinder mehr!?

 

Also wir lassen alles wie es ist - die Frauen sind uns egal?!

Nein, die sinkenden Geburtenraten haben viele Ursachen, aber Armutsängste spielen sicher eine Rolle.

 

Also bekommen wir lieber keine Kinder mehr?

Auch das ist keine Lösung – hier widerspreche ich ganz entschieden, denn Kinder sind ein großes Glück und die Gesellschaft braucht den Nachwuchs.

          

      Wie wär es mit einer gleichmäßige Verteilung der Care Arbeit? 

Männer und Frauen arbeiten zu gleichen Teilen TZ o.ä. Männer die ihren Teil leisten, ebenfalls verzichten, Vater und Mutter die gleichmäßig die Verantwortung übernehmen, gleichmäßig die Lasten zu verteilen (auch die finanzielle) wäre m.E. der Weg über den man hier diskutieren müsste

 

      oder

 

      da Kinder eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe sind, ggf. ist die Care Arbeit zu bezahlen?

      

Also viele Wege führen nach Rom … und es gibt sicher noch andere Lösungen.

 

Es gibt die ‚finanzielle Lücke‘ und dann gibt es noch eine ‚emotionale‘ Lücke und die trifft vor allem die Väter ….

 

Hier ist m.E. zu bedenken, dass die Väter leider auch keine Wahl haben, denn eine junge Familie benötigt i.d.R. das Geld. Wenn Männer rund 20% mehr verdienen, dann stellt sich wohl die Frage 'wer wie lange in Elternzeit' geht so nicht.

Und ich zitiere eine Führungspersönlichkeit

„Wenn Männer mehr als 2 Monate in Elternzeit gehen, bedeutet es eben einen Karriereknick, das ist so …“

 

Wenn die Rolle der Frauen festgelegt ist, ist automatisch auch die Rolle der Männer mit festgelegt.

Wenn ich zum schwachen Geschlecht gehöre, ja wer ist denn dann wohl das ‚starke‘ Geschlecht?

 

Frage: wollen Männer immer stark sein? Können Männer immer stark sein?

 

Sind wir nicht zuerst Individuen mit unseren persönlichen Fähigkeiten, Eigenschaften und Neigungen?    

Was wäre verkehrt daran, dieses ‚gefangen sein‘ in einem Rollenstereotyp aufzugeben?

Warum soll es nicht auch scheinbar ‚schwache‘ Männer geben dürfen?

 

Lebensentwürfe sollten nicht über ‚normative Kraft des Faktischen‘ gesteuert werden, d.h. zum Beispiel das Steuerrecht ggf. zu modernisieren – Steuerklasse 3/5 usw.

 

Männer/Väter sollten eine freie Wahl haben sich zu entscheiden, ob sie ggf. die Kinder betreuen wollen und zwar ohne Kommentierung als ‚Weichei‘, ‚Warmduscher‘ oder ‚Sauna-unten-Sitzer‘!

 

Zeitenwende.  


was ist dass denn?

https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/themen/aktuelle-meldungen/2020/maerz/die-grosse-kluft-frauen-verdienen-im-leben-nur-halb-so-viel-wie-maenner#link-tab-160541-11 

 

Die Bertelsmann Stiftung hat diese Untersuchung am 17.3.22 veröffentlicht. 

 

Unser Steuersystem begünstigt ein Lebensmodell, dass der Ehe. Alleinerziehende sehen sich einer besonderen Härte ausgesetzt.

 

Aus der Studie: ...da der viel diskutierte Gender Pay Gap, der in 2019 für Gesamtdeutschland bei 20 Prozent lag, lediglich die Lücke in den Bruttostundenlöhnen erfasst, kann er die Ungleichheit, die sich im Lauf eines gesamten Erwerbslebens zwischen Frauen und Männern aufbaut, nicht abbilden.

 

"Die derzeit geltende Messgröße, der Gender Pay Gap, verschleiert, wie groß die Kluft zwischen Männern und Frauen beim Einkommen tatsächlich ist", kommentiert Barišić. Darüber hinaus ist die Lücke in den Lebenserwerbseinkommen auch ein Vorbote der Geschlechterlücke in den Rentenansprüchen. Der Gender Lifetime Earnings Gap sei laut Barišić daher auch für die Politik ein relevantes Maß. 


Muss Jede Kandidatin ernsthaft mit sowas rechnen?

 

Manche Menschen verwechseln da etwas, ich sorge in meiner Funktion als Gleichstellungsbeauftragte dafür, dass ein Gesetz und seine Umsetzung die gebührende Beachtung an den Stellen findet, die der Gesetzgeber dafür vorsieht.

An jeder Stelle kommuniziere ich den Status-quo, also auch was gut läuft, was erfolgreich etabliert wurde.

 

Nun meinen Menschen, dass Sie mich persönlich ‚bekämpfen‘ müssen; meinen mich ‚vernichten‘ zu wollen, weil ihnen das eine oder andere nicht passt – da bin ich schlicht die falsche Adresse.

Die Inhalt des Gesetzes habe ich nicht gemacht, Nachfolgerinnen wie Vorgängerinnen – alle müssen sich exakt an diese Gesetze halten.

 

Muss ich als Kandidatin für ein ‚Ehrenamt‘ nun akzeptieren, dass Personen, die anonym agieren, mein Privatleben ausforschen? Wie kommen Menschen auf die Idee, dass ich mich für mein Leben zu rechtfertigen hätte? Was für ein Demokratieverständnis liegt denn dem zugrunde? 

 

 

Noch 53 Tage bis zur Wahl – na da darf ich mich auf was gefasst machen … Liebe Frauen Sie haben die Wahl…und liebe Mitbewerberinnen, gehen Sie mal davon aus, dass Ihnen dies ebenfalls blüht … 

 

Wer diesen Job machen will muss hart im nehmen sein, meine Vorgängerin hat sehr lange durchgehalten und dann schlussendlich doch das Handtuch geworfen ... Also jetzt wundert mich das nicht mehr ...  


An meine Fans aus der Hater Communitiy

Es tut mir leid, mir war nicht bewusst wie sehr ihr mich braucht …ehrlich.

Also mehrere Tage keinen Blog zu veröffentlichen war nicht böse gemeint und davor auch nur öde Zahlen-Daten-Fakten ... sorry.

Ich verstehe, da wird es schwer Adjektive wie ‚zum Kotzen‘ zu platzieren und dann mehrere Tage gar kein Blog?

Geht gar nicht!

Wo soll denn der ganze Hass hin?

 

Also einer aus Euren Reihen, hat jetzt vorgemacht wie es geht – schreibt einfach ganz ohne jeden Anlass, einfach so!

 

Es braucht ja ohnehin keinen Bezug auf einen Inhalt, sprich Blog.

 

Bild/Grafik von Gordon Johnson auf Pixabay

Flugs eine Vorlage erstellt mit den eigenen Lieblingsformulierungen wie ‚notorische Männerhasserin‘, ‚verqueres Weltbild‘ ‚Rücktritt‘, ‚Fotze‘, 'Feministin', ‚zum kotzen‘ , 'links-versifft' u.ä. mehr schon ist die emotionale Selbsthygiene in Form von Hate-Mail auf dem Weg.

Ich glaube, dann geht es gleich besser mit Eurer Gefühlslage …und niemand muss mehr auf einen Beitrag von mir warten.

Ihr könnt sofort und jeden Tag loslegen und ich muss kein schlechtes Gewissen mehr haben, wenn ich nicht jeden Tag einen Blogbeitrag platziere.

 

Ach da fällt mir gerade eine Liedzeile ein

… dein Hass ist nur ein stummer Schrei nach Liebe …, von wem war das gleich nochmals?  

Also in diesem Sinne nichts für Ungut ... 

 

 

PS: Kleiner Tipp, ehe man so richtig voll loslegt - die neue Rechtsprechung diesbezüglich beachten  


Frauen mit Vorbildfunktion: Notorious RBG

R Ruth B ader G Ginsburg war Richterin am Supreme Court in den USA.

Sie galt als liberale Stimme in Amerika, eine Frau von Format, wenn auch klein von physischer Natur, war sie rechtsgeschichtlich gesehen eine Riesin. 

 

Frauen müssen in allen Positionen vertreten sein, in den denen Entscheidungen getroffen werden.

 

Sie wurde zur Ikone der amerikanischen Frauenrechtsbewegung mit Aufsehen erregenden Urteilen.

Sie gewann fünf ihrer sechs Verfahren, die sie als Anwältin bis zum Supreme Court brachte.

 

Allesamt Grundsatzurteile der amerikanischen

Rechtsgeschichte, z.B. zum Thema Equal Payment Ledbetter vs. Goodyear 2007, Obergfell vs. Hodges 2015 zu Eheschließung ein wichtiger Meilenstein für die LGBTQ Bewegung,  1996 US vs. Viriginia Zugang zu einer Militärakademie für Frauen oder zur Versorgung eines alleinerziehenden Vaters nach dem Mothers Care Act. 

 

Ebenfalls legendär wurden ihre Minderheitsvoten im Supreme Court - 'I dissent' - ich widerspreche.

 

'No truth without Ruth' - wurde zu einem Slogan der Frauenrechtsbewegung in Amerika.

 

Es lohnt sich, sich mit dem Leben dieser beeindruckenden Frau auseinanderzusetzen, ihrer klaren, logischen Beweisführung, ihrer schnörkellosen Unaufgeregtheit und ihrem feinsinnigen Humor. 

So antwortete sie auf die Frage, wann es denn genügend Frauen im Supreme Court gebe, mit einem leisen Lächeln 'When they are nine' - dazu muss man wissen, das es nur 9 Richter am Supreme Court gibt.

Auf Nachfrage meinte sie sinngemäß,  wir haben solange neun Männer akzeptiert, also warum nicht auch neun Frauen?

  

Es gibt zahllose Bücher und Filme über sie - viel Spaß beim stöbern.  

https://de.wikipedia.org/wiki/Ruth_Bader_Ginsburg 

 

Es gibt einen TV Film, der immer wieder mal nachts läuft: RBG - ein Leben für die Gerechtigkeit

 

Warum habe ich diesen Beitrag eigentlich eingestellt? Jean Schmidt aus Ohio, republikanische Abgeordnete nannte eine Schwangerschaft nach einer Vergewaltigung eine 'Chance für Frauen' ... Spiegel online 29.4.22 17:54

 

I dissent!

 

 


Geschlechtergleichheit ein Ziel der Bundesregierung

Nachhaltigkeitsziele der Bundesregierung - Nr. 5 

Geschlechtergleichheit

 

https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/nachhaltigkeitspolitik/berichte-und-reden-nachhaltigkeit/massnahmenprogramm-nachhaltigkeit-der-bundesregierung-427896

 

 

Unter dieser Internetadresse ist ein Status quo Report aus dem Jahr 2020

 

 

https://www.wsi.de/de/faust-detail.htm?sync_id=HBS-007614

 

 


1865 bis 2091 ...

Seit 2006 veröffentlicht das World Economic Forum den Global Gender Gap Report - dazu habe ich schon berichtet. 

 

Geschlechtergerechtigkeit ist kein 'Frauengedöns' oder 'Sozialromantik'. Ein World Economic Forum beschäftigt sich genau deshalb mit dieser Frage, weil es eine Frage der Wohlstandssicherung ist!

 

Nun wird mir immer wieder erzählt, dass wir in Deutschland, da ja ganz weit vorne seien, dass Gleichberechtigung und Geschlechtergerechtigkeit

bereits erzielt seien. Ich bräuchte mich doch gar nicht mehr engagieren ...

 

Schauen wir doch mal etwas genauer hin.

 

Zahlen-Fakten-Fakten:

 

Deutschland ist im weltweiten Ranking auf Platz 11 mit 0,796 Punkten in 2021, es fehlen also noch 0,204 Punkte bis zum Ideal - das Ideal hat noch kein Land erreicht! Auf Platz 1 liegt Island mit 0,980.

Das zeigt alleine schon - es ist noch etwas zu tun.

Von 2006 (Beginn der jährlichen Studie) bis 2021 hat sich Deutschland um 0,044 Punkte verbessert oder p.a. um 0,00275 - rechnet man diese 'Entwicklungsgeschwindigkeit'  hoch, dann sind es noch 69,5 Jahre für Deutschland um in allen 4 Untersuchungskriterien die Geschlechtergerechtigkeit herzustellen.

Also dies wäre dann in 2091 von heute an gerechnet. West Europa insgesamt ist da schneller - 52,1 Jahre. 

 

Mit Beginn der Industriellen Revolution (Mitte des 19. Jahrhunderts) wird 'Körperkraft' durch Maschinenarbeit ersetzt, je weniger körperliche Überlegenheit eine Rolle spielt, desto mehr gewinnen andere Fähigkeiten an Bedeutung - diese Entwicklung hält bis heute an.

 

Es gibt z.B. keine Geschlechterunterschiede bei der Intelligenzverteilung, aber es spielen immer noch die Rollenbilder, die in der Phase der Sozialisation von Kindern eingeübt werden, eine große Rolle.

Ab 1865 gründen Frauen in Deutschland die Frauenbildungsvereine und beginnen so ihre Rechte einzufordern.

 

Die 4 Untersuchungskriterien sind

Ökonomische Teilhabe: Deutschland ist auf Platz 62 mit 0,706 Punkten - Platz 1 Lao mit 0,915 Punkten

Politische Teilhabe: Deutschland ist auf Platz 10 mit 0,509 Punkten - Platz 1 Island mit 0,760 Punkten

Zugang zu Bildung: Deutschland ist auf Platz 56 mit 0,997 Punkten - Platz 1 38 Länder mit 1,000 Punkten

Gesundheit/Überleben: Deutschland ist auf Platz 75 mit 0,972 Punkten - Platz 1 mit 0,980 Punkten

 

Die 'großen Baustellen' - nicht nur für Deutschland - sind allen voran die politische Teilhabe (!) gefolgt von der ökonomische Teilhabe. 

 

Von den 156 untersuchten Ländern liegen auf Platz 156 - wenig überraschend - Afghanistan, davor Yemen, davor Iraq. Syrien und weitere Kriegs- und Krisenregionen der Welt - alle sind auf den hintersten Plätzen, als Spiegelbild dessen, dass unter diesen Kriegen und Krisen vor allem Frauen und Kinder leiden.

 

Krieg als Beförderer von Frauenrechten?

In gewisser Weise ja - 1918 nach dem Ende des 1. Weltkrieges erhalten die Frauen in Deutschland das Wahlrecht. Nach Ende des 2. Weltkrieges beginnt eine Emanzipationswelle in West Europa und Nord Amerika.

Anfang der 1990 Jahre beginnt ein Bürgerkrieg in Ruanda. Ruanda ist damals ein rein patriarchalischer Staat. Im April 1994 folgt dann ein beispielloser Völkermord, 1 Million Menschen - überwiegend Männer - verlieren ihr Leben und die Gesellschaft sieht sich nun gezwungen, vermehrt Frauen Verantwortung zu überlassen. Nach diesem Bürgerkrieg strukturiert sich das Land neu, es folgt ein rasanter ökonomischer Aufschwung und eine Neuordnung der gesellschaftspolitischen Verhältnisse.

Runda liegt 2021 auf Platz 7 im Weltranking mit 0,805 Punkten - vor Deutschland.

 

Wenn die Frauen dieser Welt, ihre Stimme erheben würden, dann wäre das, was wir jetzt erleben, ein Krieg in Europa - angezettelt von einem narzisstischen Machthaber - nicht möglich.

Wenn in Russland Soldatenmütter, Großmütter, Ehefrauen, Lebenspartnerinnen, Schwestern, Tanten, Töchter, Enkelinnen - wenn die Frauen zu Hunderttausenden auf den roten Platz gingen - dann wäre dieser Krieg zu Ende! Dann könnte sich Putin nicht halten.

 

Hoffen wir das Beste, tun wir unser Bestes.

Hoffen wir, dass auch dieser Krieg zu neuen Einsichten führt, dass neue Wege beschritten werden. Vereinigte Staaten von Europa könnte eine Konsequenz sein, ein geeinigtes starkes Europa.

Europa war bisher ein Garant für Frieden in dieser Region der Welt. 

 


Ohne Macht ... ?

Massenvergewaltigung als strategische Kriegswaffe – Russische Soldaten werden standardmäßig mit Kondomen ausgestattet … Mariupol: Frauen und Mädchen Opfer systematischer Gewalt … Das waren die Headlines in verschiedenen Medien in den letzten Tagen, das wurde ganz offen und schonungslos im ZDF über Massenvergewaltigung als Kriegswaffe diskutiert.

In CNN liefen die Mitschnitte des russischen Funks im Original mit Untertiteln  …

Fassungslos, ratlos, zornig, traurig, ohnmächtig vor Wut darüber…

 

Genau dies: ‚Ohne Macht‘ - ohnmächtig.

 

Was sind das für Männer, die so etwas tun? Verwandelt eine Uniform einen Menschen, einen Mann automatisch in einen Vergewaltiger? Was passiert da mit einem Menschen, der vor 8 Wochen noch Ehemann, Papa, Sohn, Freund oder Lebenspartner war?

 

Schuld ist etwas zutiefst persönliches, Schuld nimmt man(n) mit. Selbst wenn keine strafrechtliche Verfolgung droht. Aber das hilft den Frauen und Mädchen nicht, die das Trauma ihres Lebens erleiden.

 

Warum zeigen wir nicht, dass Deutschland ein treuer Bewahrer der Freiheit, der demokratischen Rechte, der Menschenrechte ist? Deutschland ein verlässlicher Partner?

Warum zeigen wir nicht, dass auch wir gegen diese Gräueltaten aufstehen?

Warum sind wir so zaudernd, so zögerlich, so unentschlossen?

Wir haben viel zu verlieren!

Ja, haben wir -  und zwar dann, wenn Putin diesen Krieg für sich entscheidet!

Lasst uns endlich an der Seite unserer Bündnispartner schwere Waffen liefern: es gibt ein Recht auf Verteidigung! 

       

In Frankreich droht die Wahl Marine Le Pens, die eine enge Verbündete Putins ist und von Putin finanziert wird. Mit welchem Geld? Eventuell mit dem Geld das wir Deutsche für Öl und Gas  zahlen?

 

Frieren für die Freiheit? Ja, da wäre ich dabei.

Verzicht auf Autofahrten um Gräuel zu beenden? Halte ich für vertretbar.

Raus aus der Bequemlichkeit?

Wenn wir jetzt nicht handeln, fällt uns das schwer auf die Füße.

Was wird aus den Demokratien der westlichen Welt, wenn wir sie nicht verteidigen?

Wenn wir nicht bereit sind 'Unbilligkeiten' in Kauf zu nehmen? 

 

Dann werden wir - als Konsequenz daraus - unsere Freiheit verlieren.


Galerie Hegemann - Künstler Christian Peschke

Die Vitalität dieser Figur hat mich schon immer begeistert.

Christian Peschke, so heißt der leider zu früh verstorbene Künstler. Hier vertreten durch die Galerie Hegemann, er ist einer meiner Lieblingsbildhauer.

 

https://www.galerie-hegemann.de/unsere-kuenstler/christian-peschke/

 

Anders in der Ausführung und doch Fernando Boteros Frauen ähnlich in der Ausstrahlung, der Lebenslust, die diese Figuren zeigen. 

 

In Bamberg am Heumarkt kann eine originale Bronze von Fernando Botero (90) besichtigt werden - Liegende mit Frucht   


Fucku.gmx.dr ...

Niemand zwingt Herrn oder Frau fucku.gmx.dr meinen Blog zu lesen!

 

Dieser o.a. Mailadresse kann man nicht antworten - sofortiges Mailreturn.

 

Über die Kontaktfunktion dieses Blogs kann man mir jederzeit Kritik zusenden, aber dies erfordert eine gültige Emailadresse und damit die Preisgabe der eigenen Identität.

 

Eine eigene Meinung zu vertreten - in dem Sinne, dass man Ross und Reiter nennt - dafür hat fucku.gmx.dr wohl nicht genügend Rückgrat.  

 

Leute die Hass und Hetze verbreiten wollen, agieren gerne aus dem Hinterhalt, wollen dies natürlich vermeiden - dass sie namentlich bekannt werden.

 

Ich stehe zu meiner Meinung und Haltung und ich bin mir darüber im Klaren, dass man Dinge auch anders sehen kann als ich. Gerne pflege ich einen freien und offenen Gedankenaustausch hierzu.

Ich stehe gerne im Austausch mit anderen Menschen - aber nur mit solchen, die bereit sind Ihren Namen zu nennen. Leute die nur mit Dreck werfen wollen, mit denen möchte ich tatsächlich nichts zu tun haben, das bringt nämlich nichts.

 

Ich erhalte Rückmeldungen von Personen, mit denen ich im normalen Gedankenaustausch stehe, im normalen Schriftverkehr stehe.

Nochmals: niemand zwingt Herrn oder Frau Fucku meine Seite zu lesen ... 

 

In diesem Sinne - weniger Hass und dafür ein mehr an Argumentation - das wäre wünschenswert.


Frohe Ostern

 

 

Ich wünsche allen ein frohes Osterfest.

 

Zeit für Familie und Freunde.

 

Zeit für Kino, Oper, Theater oder Museen.

Zeit für schöne Gespräche im trauten Kreis ...

 

Oder für die Sportlichen unter uns, raus und Zeit für Sport.

 

Schöne Tage, gute Erholung und bis demnächst.

 

 

Bild Ali Raza auf Pixabay


...Nach der Wahl ist vor der Wahl?

Seit 2.8.21 werde ich unentwegt u.a. schriftlich darauf hingewiesen, dass die Wahl 2022 angefochten werden könnte, wenn ich dieses tue oder jenes nicht unterlasse.

 

Auslöser für diesen Schriftverkehr war meine Aussage im Juni 21, eine Frauenversammlung, wie sie der Gesetzgeber nach § 25 (3) BGleiG explizit vorsieht, durchführen zu wollen.

Es folgte unerfreulicher  Schriftverkehr, eine Klage meinerseits, ein Gerichtstermin, zähes Ringen um Jedes und Alles.

 

Die Verträge sind unterzeichnet, nun kommt die Frauenversammlung.

Ich löse mein Versprechen ein.

 

In 2022 findet die Wahl zur Gleichstellungsbeauftragten und die Wahl der Stellvertreterinnen statt - und zwar terminlich vor der Frauenversammlung.

 

Jetzt werde ich schriftlich darauf hingewiesen, dass z.B. eine Ausgabe von Tagungsunterlagen an die Teilnehmerinnen vor der Veranstaltung als Wahlbeeinflussung gelten könnte, dass ich mir keine Wettbewerbsvorteile verschaffen dürfte usw.

Zu keinem Zeitpunkt habe ich mich zur Ausgabe von Unterlagen o.ä. geäußert, ich werde schon angegangen noch ehe ich etwas getan oder gesagt habe! Das reicht jetzt.

Bei einigen Personen herrscht offenbar permanente Schnappatmung.

 

Ich rechne auf jeden Fall mit einer Wahlanfechtung!

 

Seit neun Monaten herrscht ein unentwegtes Drohen damit, wenn jetzt schon die krampfhafte Suche nach Wahlanfechtungsgründen, nach ‚Verfehlungen‘ meinerseits läuft, obwohl noch nicht einmal ein Wahltermin bekanntgegeben ist …Ja, was wird denn dann wohl kommen, womit darf ich rechnen?

 

Schüchtert mich das ein?

Nein – sowas nennt man 'Verfolgungseifer' und stellt meinerseits einen Anfechtungsgrund dar.

Es besteht die gesetzliche Pflicht der Führung und der Gremien neutral zu bleiben.

Also wovor sollte ich Angst haben, wenn es ohnehin so kommen wird? 

Was wird folgen? Ein ggf. mehrjähriges Verfahren vor dem Verwaltungsgericht … toll!

 

Ich darf laut Urteil des Bundesverfassungsgerichts BVerfG, Urteil vom 02.03.1977 - 2 BvE 1/76 auch während eines laufenden Wahlkampfes als Amtsinhaberin zu meiner Tätigkeit berichten, über die laufenden Aufgaben informieren. Unstreitig gehört die Frauenversammlung zu meiner Tätigkeit.

Ich darf von meinem Arbeitgeber in meiner Tätigkeit nicht behindert werden und ich arbeite weisungsfrei.   

 

Neben der Tatsache, dass es überhaupt noch keine offiziellen Verlautbarungen bzgl. der Wahl der GB und der Wahl der Stellvertreterinnen gibt! Ohne eine offizielle Bekanntmachung kann ich rein rechtlich gar nicht gegen Wahlgrundsätze verstoßen, denn es gibt dann noch gar keine Wahl! (siehe auch o.a. Urteil)

 

Es war für mich auch nicht überraschend, was sonst noch passierte: ein Rücktrittsaufruf auf meinem privaten Blog, natürlich anonym. Angriffe aus der Anonymität sind im Internet Alltag, meine Strategie dagegen heißt ‚Öffentlichkeit herstellen.‘

 

All in all – auch im Jahre 2022 muss frau sich wappnen.

 

Entgegen jeder Schönfärberei ist Deutschland auch deshalb auf Platz 11 im WEF GGGR 2022, weil es an politischer und ökonomischer Teilhabe fehlt!

Gläserne Decken existieren nach wie vor, eine Entgeltlücke von 18%, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen immer noch in großer Mehrheit geleistet von Frauen - natürlich unbezahlt ….

 

Liebe Frauen, wenn ihr das ändern wollt, dann geht wählen! Egal, ob es sich um eine Wahl der Gleichstellungsbeauftragten handelt oder andere Wahlen, Frauen müssen hör- und sichtbar werden und bleiben. Hauptsache frau zeigt, dass sie ihre (hart erkämpften) Rechte wahrt und ernst nimmt!

 

Übrigens laut WEF GGGR 2021 – wird es weitere  52,1 Jahre dauern bis zur Erreichung der Gleichstellung in West Europa: eine heute 18jährige junge Frau feiert dann 70 Geburtstag und meine heute 4jährige Enkelin wird dann zarte 56 sein. 

 

„Frauen die nichts fordern, werden beim Wort genommen – sie bekommen Nichts“ Simone de Beauvoir

 


noch 52,1 Jahre bis zur Geschlechtergerechtigkeit in WestEuropa

Island hat in der Zeit von 2006 bis 2021 sich von Platz 4 auf Platz 1 verbessert. 

Deutschland hat sich in der Zeit von 2006 bis 2021 von Platz 5 auf Platz 11 verschlechtert - obwohl sich die Score Werte erhöht haben.

Wie erklärt sich das?

Deutschland war 'langsamer' in seinen Anstrengungen als andere Länder. 

Aus dem Global Gender Gap Report 2021 veröffentlicht vom World Economic Forum im März 2021

Wieso beschäftigt sich eigentlich ein Wirtschaftsforum mit Gleichstellung?

 

Schaut frau in den Bericht, so stellt sie fest, dass Geschlechtergerechtigkeit offenbar eine Frage des Wohlstands ist!

Regelmäßig sind die Länder mit hohen und höchsten Pro-Kopf-BIP auf den Plätzen 1-4:

Island, Finnland, Norwegen, Schweden - mit wechselnden Plätzen ... aber immer ganz vorne dabei

 

Welches sind denn die Kriterien, anhand derer gemessen wird, wie es um die Geschlechtergerechtigkeit bestellt ist? Bildungszugang, Politische Teilhabe, Wirtschaftliche Teilhabe, Gesundheitsvorsorge

 

Deutschland ist auf Platz 11 - Potential nach oben besteht bei der politische Teilhabe und der ökonomische Teilhabe. 

 

Mir wird immer wieder entgegengehalten, dass die Gleichstellung doch schon verwirklicht sei... also offenbar stimmt das so nicht, viel ist erreicht worden, viele Anstrengungen wurden unternommen und ein Platz 11 bei 156 Staaten ist sicher im vordersten Bereich ...

Aber, hört man beim Marathonlauf kurz vor dem Ziel auf? Ich denke nicht.

 


Wer ist OSA Mueller?

Osa Mueller schreibt mir, fordert mich zum Rücktritt auf, verkennt, dass ein privater Blog etwas anderes ist als eine in meiner Tätigkeit vorgenommene Äußerung. 

 

Scheinbar übt jemand Kritik in aufrichtiger Form, in ordnungsgemäßer Weise - mit Klarnamen, Ross und Reiter genannt. Also genauso exponiert wie ich - auf Augenhöhe.

 

Tatsächlich gibt es Osa Mueller bei meinem Arbeitgeber nicht, unendlich viele Müllers, Vornamen mit 'O' - Fehlanzeige.

Also scheinbar aufrecht und dann doch nicht Ross und Reiter genannt, doch nicht zur eigenen  Meinung gestanden?

 

Das ist der Unterschied.  Ich bin exponiert und ich halte den Gegenwind aus.

 

Nachtrag: 'Osa Mueller' schrieb mir erneut, räumte ein, dass dieser Name kein offizieller Name ist, eine Rückschluss auf die Person nicht erfolgen kann, erneut 'versteckt' in der Vielzahl der Müllers, die bei meinem Arbeitgeber existieren.

 

Also, wer mich kritisieren will - bitte mit Klarnamen! Alle kennen mich, Augenhöhe ist ein Gebot der Fairness!  

 

 


Frauen Wählen - Ein recht für das lange gekämpft wurde

Wahlrecht - ein Recht für das Frauen lange gekämpft haben. 

 

Dieses Bild, aufgenommen ca. 1908 zeigt Anne Kenney und Christabel Punkhurst,

Schwester von Emmeline Pankhurst geb. 1858, eine der bekanntesten Suffragetten in Großbritannien.

 

Egal, welche Wahl, und unabhängig davon wie sie wählen oder wen sie wählen - Frauen sollten ihr Wahlrecht nutzen. Immer. 

 

Zu Wählen ist nicht nur ein Recht - sondern auch ein Signal, je höher die Wahlbeteiligung, desto legitimierter das Ergebnis.

 

 


Einfach nur Unfair ...

Ich habe den Eindruck dass die Herren, die sich hier besonders mit Rücktrittsforderungen hervorgetan haben, offenbar nicht alle Gesetze der Bundesrepublik Deutschland kennen. 

 

z.B. das Bundesgleichstellungsgesetz (BGleiG) 

 

Ein Ziel dieses Gesetzes ist es, es zu ermöglichen, dass Beschäftigte eine Vereinbarkeit von Familie und Beruf erreichen können - gilt das nicht in der Politik? Oder gilt das nur nicht für junge Politikerinnen?

 

Wenn Herr Andreas Scheuer mal eben unnötiger-weise 500 Mio. € in den Sand setzt, ist das kein Rücktrittsgrund für den (jetzt ehemaligen) Verkehrsminister ...

 

Ein lachender, feixender Herr Laschet im Ahrtal? Deswegen trat er nicht zurück ...

 

Aber 4 Wochen Urlaub, in dem sich eine Frau um ihren kranken Mann und ihre Kinder kümmert, bedeutet den Untergang des Abendlandes.

 

Solange mit diesem scheinheiligen, zweierlei Maß gemessen wird, ist Gleichstellung eben nicht erreicht. 

 

Nachtrag: Das heißt nicht, dass Frau Spiegel m.E. nach, alles richtig gemacht hat.


Homeoffice - Gut fürs Klima, Gut für den Geldbeutel und ein Mittel gegen den Krieg ...

3 Tag Homeoffice jetzt - das hilft nicht nur das CO2 zu senken und so das Klima zu schützen, sondern auch die unteren Einkommensgruppen zu entlasten.

Der größte Teil der Menschen spürt die gestiegenen Energiekosten, egal ob Heizung oder Sprit und Lebensmittel.

Da die Energiekosten am Anfang der Lieferketten stehen, entsteht an jeder Station, an jedem Zwischenschritt eine Weitergabe an den Endverbraucher - eine Preisspirale nach oben.  

 

Ich gehöre zu jenen 21 % die 45 Minuten fahren und dabei ca. 6 l pro 100 km verbrauchen.

In zwei Tagen sind i.d.R. die 6 l verbraucht.

 

Im Monat mit 20 Arbeitstagen verbrauche ich also 60 l - würde ich an 12 Tagen im Homeoffice sein, dann würde ich 36 l Sprit einsparen - das würde nicht nur meinen Geldbeutel entlasten, sondern auch erheblich zum Klimaschutz beitragen. 

Es gibt 46 Mio. Beschäftigte in Deutschland, würden pro Kopf an 3 Tagen im Homeoffice 36 l gespart werden, wäre dies pro Monat  1,6 Mrd. Liter ...

Selbst wenn es nur 18 l wären, sind dies 828 Mio. Liter  im Monat ...

Das wäre eine gute Maßnahme um aus der Abhängigkeit von russischem Öl zu kommen, dient der Umwelt und den Klimazielen und entspannt meine finanzielle Lage ...  

Wenn ich dann auch freiwillig meine Geschwindigkeit auf 120 km/h max. begrenze, wäre dies ein weiterer Schritt. 


WEF: Global Gender Gap Report 2021 erschienen

 

Der Global Gender Gap Report 2021 vom World Economic Forum erschienen.

 

 

https://www3.weforum.org/docs/WEF_GGGR_2021.pdf

 

Es werden 4 Kernthemen untersucht:

Politische Teilhabe, Wirtschaftliche Teilhabe, Bildungszugang und Gesundheitsschutz

 

Platz   Land                  Score

 

1.        Island                0,892

2.        Finnland            0,861

3.        Norwegen          0,849

4.        New Zealand     0,840

5.        Schweden         0,823

6.        Namibia             0,809

7.        Ruanda              0,805

8.        Litauen              0,804

9.        Irland                 0,800

10.      Schweiz            0,798

11.      Germany           0,796

....

156    Afghanistan       

 

Deutschland liegt weltweit auf Platz 11 - wir haben ggü. 2020 einen Platz verloren. 

 

Aus dem Vorwort:

Global Trends and Outcomes – Globally, the average distance completed to parity is at 68%, a step back compared to 2020 (-0.6 percentage points). These figures are mainly driven by a decline in the performance of large countries. On its current trajectory,

it will now take 135.6 years to close the gender gap worldwide. 1 

 

Western Europe is the region that has the narrowest gender gap (77.6% so far) and has further improved this year.  


Stepstone Studie 2018: 85 % wünschen sich Homoffice

Ich bin ein großer Fan von Studien 

 

Nach der Stepstone Mobilitätsstudie von 2018 (Link ist angegeben) wünschen sich 85% der Beschäftigten Homeoffice.

Also weit vor Corona, war das schon ein Thema.

 

93% wünschen sich flexiblere Arbeitszeiten.

 

In 2018 boten die großen Arbeitgeber (mehr als 1000 Beschäftigte) zu 63% Homeoffice an.

3 % pendelten nach dieser Studie überhaupt nicht nicht, weil sie im Homeoffice arbeiteten.

 

Warum schreibe ich das auf Frauen-Raunen?

 

Weil Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz eng mit diesen beiden Themen verknüpft ist und es immer noch mehrheitlich die Frauen sind, die Pflege bzw. Care Arbeit leisten und denen flexible Lösungen das Leben extrem erleichtern. 

 

Kann damit gemeint sein, nur einen Tag Homeoffice zu haben alle 14 Tage auf Antrag? Oder doch mehrere Tage Homeoffice in der Woche in eigenverantwortlicher Einteilung, flexibel und nachhaltig zu gleich? 

 

https://www.stepstone.de/ueber-stepstone/wp-content/uploads/2018/04/StepStone_Mobilit%C3%A4tsreport_2018-1.pdf  

 

Schaut mal rein in die Studie, sie bietet unglaublich viel interessanten Inhalt z.B. auch über Fahrzeiten zum Arbeitsplatz, Nutzung von Verkehrsmitteln (65% immer noch PKW nur 22 % ÖPNV) usw.

 

 


Von Null auf 100 ... so sehe ich das

Wenn ich Ihnen mein Auto leihen würde, ein wirklich flottes Gefährt.

Auf der Anzeige für den Tacho steht 200 km/h ...

 

Fordere ich Sie dann auf, mit 200 Sachen durch den Ort zu brettern?

Nein!

 

Billige ich dann Verstöße wie Geschwindigkeits-übertretungen?

Nein!

 

Oder darf ich darauf vertrauen, dass Sie sich im Rahmen der gesetzlichen Regelungen bewegen?

Ja, darauf darf ich vertrauen! 

 

Also wenn ich Ihnen meine Internetseite nenne, habe ich Sie nicht gezwungen auf diese Seite zu gehen, dass tun Sie aus freiem Willen, ich habe Ihnen nicht aufgezwungen etwas zu tun, das gegen irgendwelche Vorschriften verstößt.

 

So zu argumentieren ist nicht nur absolut lächerlich, es unterstellt auch, dass Sie nicht mündig wären Ihre Entscheidungen selbst zu treffen .


ich mach Mein Ding

Udo Lindenberg*

 

Und Ich mach mein Ding,
Egal was die anderen sagen
Ich geh meinen Weg,
Ob gerade ob schräg, das ist egal
Ich mach mein ding
Egal was die anderen labern,
Was die Schwachmaten einem so raten,
Das ist egal
Ich mach mein Ding...

 

Preisfrage ... und wie viele Tage sind es nun bis zur Wahl?

 

Quelle: Udo Lindenberg Auszug aus seinem Lied 'Ich mach mein Ding' erschienen 29.3.2013 - Comic: Urheber Udo LIndenberg


Wer Zukunft Gestalten will - muss Zukunft denken können

Also denke ich nach ... wie soll die Zukunft sein?

 

26.10.1861 Johann Philip Reis stellt sein Telefon vor - 126 Jahre später wird das Telefon mobil ...

Hat er das vorhersehen können? War das seine Vision? 

 

Rasante technische Entwicklungen prägen die Welt.

 

Aber in unserem Mensch sein bleiben wir gleich - ein Sonett von William Shakespeare (geboren 1564) berührt uns ... er erreicht uns über Raum und Zeit hinweg, weil wir Menschen sind.

 

 


Ob Männer auch über sowas nachdenken?

Die perfekte Frau, trendy angezogen, top frisiert, schlank und rank, beruflich erfolgreich, sportlich, belesen und gebildet, vielseitig interessiert, gutaussehende Geliebte und liebevolle Mutter …

hm, hab‘ ich was vergessen?

 

Das ist frau mit schlechtem Gewissen ...

 

Aber wann bin ich, ich selbst?

Was ist Authentizität?

Was darf ich?

Was geht?

Wie finde ich meine Rolle?

 

 

Muss ich überhaupt eine Rolle finden? 

 

Ich glaube bei Männern stehen da nur andere Adjektive  ...  


Ich freu' mich drauf

Frauenversammlung - ich freue mich drauf. 

 

Es stellt sich mir die Frage, warum wollen manche Menschen sich partout als 'Negativ-Pol' etablieren?

Nach dem Motto:

'Ich bin die Kraft die stets verneint' 

Was soll damit bewiesen werden?

Das eine Person ihre Machtfülle nutzen kann?

 

Fragen über Fragen.

Subtiles schikanieren? Ein wiehernder  Amtsschimmel? oder doch nur Ignoranz?

Aber warum diese 'Machtfülle' nicht positiv nutzen?

 

Statt der 'bösen Hexe' wie im Märchen die 'gute Fee'?

Warum kommt das eigentlich so selten vor?

Weil 'Nein-Sagen' leichter ist?

Oder weil das 'Alt-Bewährte' zu verlassen, die eigenen Sicherheitsbedürfnisse verletzt? 

Weil Neues wagen auch Risiken birgt?

Weil man sich exponiert? 

 

Warum sollten wir Frauen es nicht wert sein? Sind wir Frauen es nicht wert?

Aber der Gesetzgeber hat doch ganz klar vorgegeben, dass wir es wert sind! 

Frauenversammlung- jährlich nach § 25 (3) BGleiG.  

 

 


Können wir nicht - Wollen wir nicht - Machen wir nicht - haben wir noch nie so gemacht ...

Heute war ein interner Abstimmungstermin zur Frauenversammlung,

... also frau braucht viel Idealismus wenn sie als Gleichstellungsbeauftragte etwas erreichen will ... 

 

78 Tage bis zur Wahl / 79 Tage bis zur 1. Frauenversammlung.

  

Also alles was ich dazu schreiben könnte, überstieg tatsächlich mein Vorstellungsvermögen und ich gelte als phantasiebegabter Mensch ...

Also alles was ich dazu schreiben könnte, wäre wohlmöglich ein Verstoß gegen das 'Mäßigungsgebot' und wohlmöglich wenig zurückhaltend... :-)

 

Also lesen Sie zwischen diesen wenigen Zeilen... lassen Sie Ihre Phantasie spielen... gesetzlicher Auftrag? 

... und am Ende werden wir alle sehen, was da rauskommt :-) bzw. ob da was rauskommt 


Warum ich mich für Frauenrechte einsetze

Ich bin aufgewachsen in den 60iger Jahren und ich kann aus jeder Lebensphase Statements berichten, die ich als demütigend, ungerecht oder herablassend empfand.

Es ging los in der Schule, 'es ist nicht üblich, dass Mädchen aufs Gymnasium gehen' meinte der Lehrer in der 4. Klasse ggü. meinen Eltern.

'Sekretärin ist auch ein guter Beruf für Sybille', eine Lehrerin ein paar Jahre später.

1. Semester Steuerrecht 'Meine Damen, wenn sie ihren Doktor bis zum 4. Semester nicht gefunden haben, dann müssen sie ihn wohl selber machen!'' (Wir hatten einen Hörsaal in der Nähe der medizinischen Fakultät)  

Nach dem Studium mit zwei akademischen Abschlüssen meinte ein Marketingleiter - sich an mir vorbeibeugend zu seinem Assistenten - 'also das Fachvokabular hat sie ganz gut drauf die Kleine', ich wurde als 'Mädchen' bezeichnet, hatte 'einen Mann gefunden der das mitmacht' Als sich berufliche Erfolge einstellten war ich einmal der 'Mr. Schmadalla' - eine Exotin, häufig die einzige Frau in durchweg männlichen Führungskreisen. 

Dann hatte ich einen Chef, der meinte, dass ich es bereuen würde, wenn ich nicht mit ihm 'in die Kiste steige', wobei ich mir bis heute nicht sicher bin, ob er meinte, dass ich seine 'ungeahnten Fähigkeiten als Liebhaber' versäumt zu haben bereuen würde oder ob es als Drohung zu verstehen war, was meine berufliche Karriere betreffen würde - denn ich habe es gar nicht abgewartet und die Firma gewechselt.

      

Jede Frau, der ich bisher begegnet bin, kann solche oder ähnlich gelagerten Erlebnisse berichten. 

 

Zweifelsfrei hat sich inzwischen sehr viel getan.

 

Es gibt Studien die besagen, dass rund ein Drittel der Männer verunsichert ist, was ihre Rolle angeht, ein Drittel lebt eine 'neue, individualisierte Rolle' und rund ein Drittel lebt ein tradiertes Rollenbild.

Dieses Drittel bereitet mir Sorge - es ist noch nicht lange her, dass ich ein 'Bonmont' vorgetragen bekam, in dem Frauen mit Schäferhunden verglichen wurden.

 

Am 8. März 1854 streikten die Frauen in Großbritannien zum ersten Mal für gerechten Lohn, in 2021 betrug das Gender Pay Gap in Deutschland 18% - nach 168 Jahren ist die Lücke noch immer nicht geschlossen. 

Es liegt noch etliches vor uns, aber es lohnt sich es anzupacken.

 


Von Würschtl'n und Sahnetorten

In meinem ersten Job, frisch von der Hochschule, als junge Beraterin - da hatte ich einen Seniormanager als Mentor.

 

Einen Österreicher, ein hochgebildeter Magister Artium und Dr. phil., ein Mann mit viel österreichischen Schmäh und einem unglaublich charmanten Dialekt – ein Wiener.

 

Eine unser ersten Begegnungen werde ich nie vergessen.

Ich stellte ihm eines meiner Arbeitsergebnisse vor und wie es so ist, wenn frau neu, jung und berufsunerfahren ist, habe ich erstmal alle meine Arbeitsergebnisse ‚relativiert‘.

 

Er sah mich über seine randlose Brille an und meinte dann im breitesten wienerisch:

Frau Schmadalla … wer als Wüüürschd‘l koommd wird als Wüüürschd‘l gegess‘n  …. 

wer als Sahnedooorde kommt wird als Sahnedooorde gegess’n  …..

Es folgte eine Pause und dann: 

Mir… mir san die Sahnedooorde!

In all den Jahren danach habe ich oft an die Sahnetorte gedacht. Ja, das ist der Anspruch: Sahnetorte kein Würstchen 

Fotoquelle: Pixabay Fotograf Richter 


Energiesparen für den Frieden

Ich bin erschüttert und verunsichert zugleich – in welchen Zeiten leben wir? 

Eines ist sicher: in geschichtsträchtigen Zeiten. Blicken wir auf die Geschwindigkeit, mit der sich gerade all unsere Gewissheiten in Luft auflösen.  Ich, 63 Jahre, aufgewachsen in Frieden und Freiheit lerne gerade, dass diese Selbstverständlichkeit, diese Gewissheit – eben nicht gewiss ist.

 

Urkainer und Ukrainerinnen wachten vor 35 Tagen auf und ihr Alltag war keiner mehr.  Niemand hatte solche Bilder in Europa erwartet – Aleppo, Krim, Georgien … alles doch sehr weit weg. 

 

Ich erinnere mich noch, als ich in der Nacht des 6ten Januar 2021   - gefühlt Jahrzehnte weit weg – fassungslos  auf die Bilder aus USA blickte:  der Mob der durch die Gänge das Kapitol grölte. Die größte Demokratie der Welt unter enormen Druck.  

 

Haltung zeigen kostet Kraft. Vor der Findung einer eigenen Position, steht die Reflektion und die Anerkennung der Wirklichkeit. Anerkennung der Wirklichkeit heißt auch die eigenen ‚Bequemlichkeiten‘ aufzugeben: dieses ‚es wird schon nicht so schlimm werden‘ ; ‚na ja, da müssen wir reden‘  oder dieses  ‚wenn wir dies und das tun, wenn wir diplomatisch entgegen kommen…‘ – diese Zeiten sind ganz offensichtlich vorbei. 

 

Will man etwas  ‚Positives‘ an dieser Krise finden, dann dies, wir alle haben  in das schonungslose  Gesicht der Wirklichkeit geblickt - wir müssen jetzt eine Haltung einnehmen!

Putin hat gezeigt, dass er bereit ist über Leichen zu gehen. Da gibt es nichts mehr, was man schön reden kann, weichspülen kann, diplomatisch verbrämen kann.

Die westlichen Politiker haben sich geschüttelt, diese Wirklichkeit – in all ihrer Hässlichkeit erkannt - und dann ‚anerkannt‘. Dann haben sie ihr Handeln daran ausgerichtet. Wie weit wird dieser Egomane gehen? 

 

Haltung gewinnen ist das eine, diese Haltung durchhalten ist das andere.

Sehen wir am Ende dieses Krieges die Vereinigten Staaten von Europa? 

 

Was sind wir bereit zu opfern? Was können wir tun? Was kann ich tun?

Um unsere Demokratie zu verteidigen, müssen wir auch unkonventionelle Wege gehen. Nicht nur Corona oder CO2 Ersparnis und damit Klimaschutz, sondern auch dieser Krieg werden Themen wie ‚Homeoffice‘ befördern!  

Energie sparen verringert Abhängigkeit! Energie sparen schont den eigenen, inflationsgeschüttelten Geldbeutel. Energiesparen für den Frieden.      

 

Wir haben rund 46 Mio. Menschen in Deutschland in Arbeit, 44 Mio. zugelassene Fahrzeuge. Zur Arbeit zu fahren verbraucht Energie unabhängig ob öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden oder das eigene Auto.

 

Annahme:  sparen 44 Mio. Fahrzeuge 2 l Sprit je Arbeitstag sind dies 88 Mio. Liter/Arbeitstag Ersparnis, bei  10 Tagen Homeoffice im Monat (50%) dann sind dies 880 Mio. Liter pro Monat – in 10 Monaten 8.800 Mio. Liter … 8,8 Mrd. l – das merkt auch ein Putin im Geldbeutel!

 

Tempo 120 max., ein Wochenende pro Monat ohne Auto wie 1973, die Heizung runter drehen – alles aktive Beiträge, die millionenfach geleistet, eine Wirksamkeit entfalten werden, die dazu beiträgt Putin in die Schranken zu weisen.

 

Ich hätte nie gedacht, dass ich meine Demokratie dadurch verteidige, dass ich vermehrt Fahrrad fahre, einen dicken Pullover trage und unnötige Fahrten vermeide, die Heizung von 3 auf 2 runter drehe …   

 

Also all das sind aus meiner Sicht  – im Vergleich zu einem Eintritt in einen zerstörerischen Krieg – doch vergleichsweise erträgliche ‚Unbillen‘. Ich bin bereit meinen Beitrag zu leisten.          


Zeitenwende

Ukrainekrieg - Fluchtwelle(n) -Corona - Homeoffice Klimawandel - Generationenwechsel - 100 Mrd. für Rüstung - Rückkehr in die Nachkriegsordnung des kalten Krieges? Eine beängstigende Dynamik.

Der Kanzler sprach von Zeitenwende.

 

Da würden wir doch gerne zurück zu Alt-vertrautem, zurück in die Zeit 2018, wo die 'Welt noch in Ordnung' war.

War die Welt in 2018 in Ordnung?

Das unabänderliche 'Altbewährte', es verspricht vermeintliche 'Sicherheit' - tatsächlich bedeutet es Stillstand. Dauerhafter Stillstand bedeutet, dass es 'altbacken' ist, nicht mehr 'zeitgemäß' und irgendwann verschwindet es dann ganz, weil einfach überholt ist.

 

Nichts ist gewisser als der Wandel.

 

Aber wir müssen keine Zukunftsangst haben. Der Wandel war in der Geschichte der Menschheit immer zum besseren. Dazu gibt es eine Reihe von interessanten Büchern: Stefan Klein 'Wie wir die Welt verändern'; 'Factfullness' von Hans Rosling oder von Rutger Bregmann 'Utopien für Realisten'.

 

Der Wandel erfasst alle gesellschaftlichen Schichten. Er wird auch Behörden erfassen, denn Behörden sind keine Inseln im Strom der Gesellschaft, sondern Bestandteil der Gesellschaft.

 

Das Versprechen 'zurück zu alten Ufern'  oder 'Alles soll so bleiben wie es war' wird sich nicht einlösen lassen, sich nicht realisieren lassen - haben wir es nicht als befremdlich empfunden, als wir lernen mussten, dass Gesundheitsbehörden in Zeiten einer Pandemie mit 'Fax' arbeiten?

 

Zukunft gestalten heißt Zukunft denken zu können. 

 

... noch 84 Tage bis zur Wahl 

  


... Wie wir uns verstehen und sehen?

Ich habe vor rund fünf Jahren eine Frau getroffen, eine Freundin gewonnen, die ich sehr schätze. Ein Art 'Blind date' damals. Sie war mir eine völlig Unbekannte - als sie mir als Lektorin empfohlen wurde. Also haben wir uns verabredet. Sie hat sich durch mein erstes Buch gekämpft - dann haben wir uns erneut getroffen. Offen, erst vorsichtig und dann - nachdem ich gesagt habe, dass ich eine 'ungeschminkte' Wahrheit brauche - dezidiert, deutlich, aber nicht verletzend. Ich habe viel umgeschrieben, gestrichen, neu formuliert und Figuren 'geschärft'.

Seither haben wir viele engagierte Diskussionen geführt, uns gegenseitig gefordert und gefördert im Besten Sinne des Wortes. Sie beleuchtet Dinge häufig aus einem andere Blickwinkel als ich, hat andere Standpunkte. Was uns eint? Was ist die Basis dieser Freundschaft? Das Frauenthema ist uns beiden ein Anliegen und beide sind wir ehrlich miteinander. Sie schreibt einen Blog. Sie schreibt gut. Wir blicken aufeinander und ab und zu blitzt so eine Art 'Wettbewerbsgedanke' auf - wer schreibt besser?

Nein, es gibt keinen Wettbewerb - den kann es gar nicht geben. Aus der Vielfalt lernen wir, aus dem Spiegeln der eigenen Ideen gegen andere Konzepte, lerne ich, erweitere ich meinen Horizont. Authentizität kann nicht im Wettbewerb stehen, da gibt es kein Besser oder Schlechter - das wäre absurd.

 

Auch in meiner Arbeit baue ich auf Vielfalt, auf Ideen, Anregungen oder Widerspruch durch Dritte, wenn es um die Sache geht. Das heißt Freiräume lassen für Gestaltungswillen - das gefällt nicht allen, denn es bedeutet auch, dass Verantwortung übernommen wird, dass inhaltlich eine Auseinandersetzung erfolgt.

 

Ich war völlig überrascht als mir meine Offenheit, mein Hang zum Pluralismus als Schwäche ausgelegt werden sollte.


Mutige Frauen in Afghanistan

Gestern hieß es, dass Frauen in Afghanistan öffentlich demonstriert haben, nachdem die Taliban für Mädchen ab 12 Jahren den Besuch der Schule verboten haben.

 

Wie viel diese Frauen riskieren - absolut bewundernswert.

 

Bildung ist der Schlüssel, der Königsweg aus Armut, Sklaverei und Unterdrückung.

 

 

 

 

 

 

 

 

These photos are caught from a video film that has been filmed by RAWA on August 26, 2001 in Kabul using a hidden camera. It shows two Taliban from department of Amro bil mahroof (Promotion of Virtue and Prevention of Vice, Taliban religious police) beating a woman in public because she has dared to remove her burqa in public.


Vertrauen ist der Anfang von allem

Als Gleichstellungsbeauftragte bin ich eine exponierte Person und ich will und muss einen gesetzlichen Auftrag erfüllen. 

 

Es liegt in der Natur der Sache, dass Amtsleitung und Gleichstellungsbeauftragte nicht immer einer Meinung sind, Sachverhalte aus jeweils unterschiedlichen Blickwinkeln betrachten.

Ziel muss es sein, sich gegenseitig ernst zunehmen und gemeinsam um Ergebnisse im besten Sinne des Wortes 'zu ringen'.  

Das kann auf konstruktive Weise geschehen oder im zähen 'Stellungskampf' um jeden 'Zentimeter'.

 

In meinem letzten Beitrag habe ich schon dargestellt, dass Rechte, die Frauen sich erkämpf(t)en am Ende für alle gelten. Also auch Männer davon profitieren. Als Beispiel seien die Regelungen zu Elternzeit genannt, die zu Beginn nur Frauen nehmen konnten.

Letztlich sind 'Frauenrechte', Rechte die das Individuum stärken, also Menschenrechte. Es gibt Männer die sich als 'Feminist' bezeichnen, weil sie dies verstanden haben. Ein Beispiel: Ab 1986 konnten auch Väter 10 Monate für die Kinderbetreuung nach der Geburt nehmen, davor war dies ausschließlich den Müttern vorbehalten.

 

Zeiten ändern sich. Technologiefortschritt und der Blick auf die Welt verändern sich. Eine Generation, die Babyboomer, treten ab und die jüngeren Beschäftigten gehen mit eigenen Vorstellungen, geprägt vom jeweiligen Zeitgeist an die Aufgaben heran. Männer haben schon lange begonnen tradierte Rollenbilder zu hinterfragen, 'ihren Platz' im Miteinander neu zu definieren. 

'Alter weißer Mann' ist ein Gedankenmodell - eine Widerständigkeit gegenüber Wandel und Veränderung - und dies ist leider altersunabhängig und sogar unabhängig vom Geschlecht.

  

Vertrauen wir darauf, dass der Wandel, dass die Zukunft etwas Positives bringt - das war immer so.

 

Männer dürfen bei der Wahl der GB nicht wählen. Das hat der Gesetzgeber ausdrücklich ausgeschlossen. 

Ich setze mich für Themen ein. 

 

 ... noch 87 Tage bis zur Wahl


Mein neuer Roman ...

2019 habe ich meinen dritten Roman begonnen.  Recherchiert - unglaublich was im Internet alles vorhanden ist. Auf mein Thema bin ich tatsächlich in der Arbeit gestoßen - IFG Anfragen. 

 

Einer meiner Protagonist ist Peter Forsskal - eine historische Persönlichkeit - er schrieb 1759 - also

30 Jahre vor der französischen Revolution - 'Die Gedanken zu bürgerlichen Freiheit'!

Es gilt als Grundlage des ersten Pressefreiheitsrechts und als Vorläufer des Informationsfreiheitsrechts welches in Schweden 1761 eingeführt wurde.

In Deutschland galt bis vor wenigen Jahren das Amtsgeheimnis - unser IFG wurde 2006 eingeführt. 

 

Das Buch startet in der Zeit der Aufklärung - geht dann über die 1990 bis 2035 Jahre bis 2078. 

Also nach der Recherche einen Plot entworfen (3 Erzählstränge, 3 Protagonisten, 3 Zeitebenen)

Kapitelplan je Erzählstrang a 20 Kapitel erarbeitet und ausgefüllt, Plan 480 Seiten.

 

Das 'Fleisch hinschreiben', die Geschichte zu erzählen, das ist es, was wirklich Spaß macht ...                 

 

Die Figuren sind wie Freunde, die ich gerade sehr vermisse ... jetzt habe ich gerade so viel anderes um die Ohren ... das Buch liegt jetzt auf Eis ... aber im Sommerurlaub schreibe ich wieder ...